PayPal-Übernahme: 53 Milliarden Dollar von Stripe sind wohl zu wenig
Stripe und Advent bieten gewaltige 53 Milliarden Dollar für PayPal, doch der Zahlungsdienstleister lehnt anscheinend ab. Obwohl der Preis deutlich über dem aktuellen Aktienkurs liegt, sieht der Vorstand das eigene Potenzial unterbewertet.
Die Bieter offerieren einen Preis von 60,50 Dollar (etwa 53 Euro) pro Aktie. Obwohl das einen Aufschlag zum jüngsten Börsenkurs darstellt, spiegelt es aus Sicht der Führungsetage nicht das langfristige Potenzial wider. Der Aktienkurs von PayPal hat in den vergangenen Jahren stark gelitten und fiel von einst fast 300 Dollar (etwa 262 Euro) auf zeitweise rund 41 Dollar (etwa 36 Euro) ab.
Wie aus einem Bericht von Reuters hervorgeht, vertraut das Management stattdessen auf den eigenen Sanierungsplan. Der im Februar angetretene CEO Enrique Lores möchte durch Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen wieder ein stabiles Wachstum erreichen. Der Vorstand geht laut dem Bericht davon aus, dass der Weg mehr Wert für die Aktionäre generieren wird als der sofortige Verkauf.
Auch die Finanzierung der Transaktion steht im Fokus. Die Banken JPMorgan und Morgan Stanley haben ein Paket über rund 50 Milliarden Dollar (etwa 43,7 Milliarden Euro) zugesagt. Stripe und Advent steuern zudem 17 Milliarden Dollar (etwa 14,9 Milliarden Euro) an Eigenkapital bei.
Der Druck auf PayPal bleibt dennoch hoch. Das Unternehmen verliert seit Monaten Marktanteile an Apple Pay und Google Pay. Am 28. Juli stehen die neuen Quartalszahlen an. Die Berichte werden zeigen, ob das Kerngeschäft eine Stabilisierung erfährt oder ob die Argumente für eine Übernahme durch Stripe wieder an Gewicht gewinnen.
Wie bewertet ihr die aktuelle Lage bei PayPal? Haltet ihr den Alleingang für richtig oder wäre eine Übernahme durch Stripe der bessere Weg? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Angebot für PayPal zu niedrig
Der amerikanische Zahlungsdienstleister PayPal wehrt sich gegen eine mögliche Übernahme durch den Konkurrenten Stripe und das Private-Equity-Unternehmen Advent International. Das vorgelegte Angebot beläuft sich auf 53 Milliarden Dollar (etwa 46,3 Milliarden Euro). Dem Vorstand in San Jose reicht die Summe jedoch nicht aus, um das Unternehmen in fremde Hände zu geben.Die Bieter offerieren einen Preis von 60,50 Dollar (etwa 53 Euro) pro Aktie. Obwohl das einen Aufschlag zum jüngsten Börsenkurs darstellt, spiegelt es aus Sicht der Führungsetage nicht das langfristige Potenzial wider. Der Aktienkurs von PayPal hat in den vergangenen Jahren stark gelitten und fiel von einst fast 300 Dollar (etwa 262 Euro) auf zeitweise rund 41 Dollar (etwa 36 Euro) ab.
Wie aus einem Bericht von Reuters hervorgeht, vertraut das Management stattdessen auf den eigenen Sanierungsplan. Der im Februar angetretene CEO Enrique Lores möchte durch Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen wieder ein stabiles Wachstum erreichen. Der Vorstand geht laut dem Bericht davon aus, dass der Weg mehr Wert für die Aktionäre generieren wird als der sofortige Verkauf.
Kartellrechtliche Bedenken
Neben dem finanziellen Aspekt sieht der PayPal-Vorstand weitere Risiken bei einem möglichen Zusammenschluss. Eine Fusion der beiden Online-Zahlungsabwickler ruft die Wettbewerbshüter auf den Plan. Um kartellrechtlichen Problemen vorzubeugen, prüfen die Bieter bereits die Abspaltung bestimmter Geschäftsbereiche, wie etwa der Tochtergesellschaft Braintree.Auch die Finanzierung der Transaktion steht im Fokus. Die Banken JPMorgan und Morgan Stanley haben ein Paket über rund 50 Milliarden Dollar (etwa 43,7 Milliarden Euro) zugesagt. Stripe und Advent steuern zudem 17 Milliarden Dollar (etwa 14,9 Milliarden Euro) an Eigenkapital bei.
Der Druck auf PayPal bleibt dennoch hoch. Das Unternehmen verliert seit Monaten Marktanteile an Apple Pay und Google Pay. Am 28. Juli stehen die neuen Quartalszahlen an. Die Berichte werden zeigen, ob das Kerngeschäft eine Stabilisierung erfährt oder ob die Argumente für eine Übernahme durch Stripe wieder an Gewicht gewinnen.
Wie bewertet ihr die aktuelle Lage bei PayPal? Haltet ihr den Alleingang für richtig oder wäre eine Übernahme durch Stripe der bessere Weg? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- PayPal lehnt ein Übernahmeangebot von Stripe über 53 Milliarden Dollar ab
- Das Gebot von 60,50 Dollar je Aktie ist dem Konzernvorstand viel zu niedrig
- Der neue Chef Enrique Lores setzt stattdessen auf einen eigenen Sanierungsplan
- Eine Fusion mit Stripe birgt zudem erhebliche kartellrechtliche Risiken
- PayPal verliert seit Monaten Marktanteile an Konkurrenten wie Apple Pay
Siehe auch:
- PayPal in der Krise: Jetzt sollen 1,5 Milliarden Dollar eingespart werden
- PayPal: Nach dem Absturz stehen Kauf-Interessenten Schlange
- PayPal-Datenleck: Sensible Kundeninfos sechs Monate ungeschützt
- PayPal-Chaos: Deutsche Banken stoppten sämtliche Transaktionen
- ING startet mit Wero: "PayPal-Killer" jetzt in der Banking-App verfügbar
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