NASA-Sonde funkt wieder: Pluto-Jäger New Horizons schickt neue Daten
Die NASA-Raumsonde New Horizons hat nach 321 Tagen im Kuipergürtel ihre bisher längste Ruhepause beendet. In 9,5 Milliarden Kilometern Entfernung erwachte das System erfolgreich. Jetzt übermittelt der Flugkörper gesammelte Daten an die Erde.
Aufgrund der enormen Distanz benötigen Funksignale fast neun Stunden, um die Antennen auf der Erde zu erreichen. Der sogenannte Winterschlaf dient primär dazu, die knappen Energiereserven der Sonde auf dem Weg in den interstellaren Raum zu schonen. Während der Zeit empfängt das System keine neuen Steuerbefehle und sendet keine Telemetrie aktiv zurück.
Ganz untätig war das Fluggerät in den vergangenen Monaten jedoch nicht. Wie die NASA berichtet, haben verschiedene Instrumente kontinuierlich Messwerte aufgezeichnet. Ein wöchentliches Statussignal hat den Ingenieuren durchgehend den fehlerfreien Zustand aller Systeme bestätigt. Nun beginnt die langwierige Übertragung der gesammelten wissenschaftlichen Informationen zur Erde.
Die Bordcomputer arbeiten bald mit einer angepassten Logik für autonome Prozesse. Das Programm berücksichtigt die abnehmende Stromversorgung durch die Radionuklidbatterie sowie die stetig wachsende Signallaufzeit. Diese Batterie erzeugt Energie durch den Zerfall von Plutonium, verliert aber jedes Jahr an Leistung. Ein konkretes neues Zielobjekt hat die Mission aktuell nicht im Visier.
Damals offenbarte die Sonde, dass Pluto eine komplexe Geologie mit Gletschern aus gefrorenem Stickstoff besitzt. Arrokoth wiederum sieht aus wie ein rötlicher Schneemann und lieferte wichtige Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Heute widmet sich das System der Analyse der Hintergrundhelligkeit und der Wechselwirkung unserer Sonne mit dem interstellaren Raum.
Der fehlende Fokus auf einen neuen Himmelskörper ist ein kleiner Nachteil für die öffentliche Wahrnehmung, mindert den wissenschaftlichen Wert der gesammelten Daten aber nicht. Die Mission ist derzeit bis zum Ende des Jahrzehnts finanziert. Bis dahin wird New Horizons weiter unermüdlich in unbekannte Regionen vordringen.
Verfolgt ihr die Reise von New Horizons noch aktiv oder fehlt euch ein konkretes Zielobjekt? Teilt eure Gedanken zu der Langzeitmission gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
Sonde beendet lange Ruhepause
Am 23. Juni endete für New Horizons die mit 321 Tagen bisher längste Schlafphase ihrer Mission. Die Raumsonde befindet sich derzeit etwa 9,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt im Kuipergürtel. Das Kontrollzentrum in Maryland bestätigte das erfolgreiche Aufwachen basierend auf Kommandos, die bereits im vergangenen Sommer an den Bordcomputer gesendet wurden.Aufgrund der enormen Distanz benötigen Funksignale fast neun Stunden, um die Antennen auf der Erde zu erreichen. Der sogenannte Winterschlaf dient primär dazu, die knappen Energiereserven der Sonde auf dem Weg in den interstellaren Raum zu schonen. Während der Zeit empfängt das System keine neuen Steuerbefehle und sendet keine Telemetrie aktiv zurück.
Ganz untätig war das Fluggerät in den vergangenen Monaten jedoch nicht. Wie die NASA berichtet, haben verschiedene Instrumente kontinuierlich Messwerte aufgezeichnet. Ein wöchentliches Statussignal hat den Ingenieuren durchgehend den fehlerfreien Zustand aller Systeme bestätigt. Nun beginnt die langwierige Übertragung der gesammelten wissenschaftlichen Informationen zur Erde.
Software-Update für den Fernflug
Zu den aktiven Sensoren zählen unter anderem spezielle Detektoren für Weltraumstaub und Plasma. In den kommenden Wochen wird zudem ein Spektrometer die Verteilung von Wasserstoffgas in der äußeren Heliosphäre untersuchen. Parallel dazu führt das Bodenteam Tests für ein neues Software-Update durch, das den zukünftigen Betrieb der alternden Hardware erleichtern soll.Die Bordcomputer arbeiten bald mit einer angepassten Logik für autonome Prozesse. Das Programm berücksichtigt die abnehmende Stromversorgung durch die Radionuklidbatterie sowie die stetig wachsende Signallaufzeit. Diese Batterie erzeugt Energie durch den Zerfall von Plutonium, verliert aber jedes Jahr an Leistung. Ein konkretes neues Zielobjekt hat die Mission aktuell nicht im Visier.
Historische Meilensteine
Seit dem Start im Januar 2006 hat das Projekt Raumfahrtgeschichte geschrieben. Nach einem Vorbeiflug am Planeten Jupiter im Jahr 2007 erreichte das Fluggerät im Juli 2015 als erste Sonde den Zwergplaneten Pluto. Im Januar 2019 folgte die Untersuchung des Objekts Arrokoth. Das markierte den ersten Besuch eines Himmelskörpers tief im Kuipergürtel.Damals offenbarte die Sonde, dass Pluto eine komplexe Geologie mit Gletschern aus gefrorenem Stickstoff besitzt. Arrokoth wiederum sieht aus wie ein rötlicher Schneemann und lieferte wichtige Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Heute widmet sich das System der Analyse der Hintergrundhelligkeit und der Wechselwirkung unserer Sonne mit dem interstellaren Raum.
Der fehlende Fokus auf einen neuen Himmelskörper ist ein kleiner Nachteil für die öffentliche Wahrnehmung, mindert den wissenschaftlichen Wert der gesammelten Daten aber nicht. Die Mission ist derzeit bis zum Ende des Jahrzehnts finanziert. Bis dahin wird New Horizons weiter unermüdlich in unbekannte Regionen vordringen.
Verfolgt ihr die Reise von New Horizons noch aktiv oder fehlt euch ein konkretes Zielobjekt? Teilt eure Gedanken zu der Langzeitmission gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- New Horizons beendete am 23. Juni nach 321 Tagen den Winterschlaf
- Die Sonde erkundet nun den Kuipergürtel in 9,5 Milliarden km Distanz
- Regelmäßige Datensammlungen zu Staub und Plasma laufen nun weiter ab
- Bordcomputer erhalten Updates für den Betrieb bei sinkender Energie
- Aktuell gibt es kein neues festes Zielobjekt für die Raumsonde mehr
Siehe auch:
- Gute Nachrichten: Erde wird wohl doch nie von der Sonne verschluckt
- Neue Messungen: Milchstraße ist wohl deutlich größer als gedacht
- Rätselhafte Giganten: Euclid-Teleskop findet älteste Quasare im Kosmos
- Astronomen untersuchen den uralten interstellaren Kometen 3I/ATLAS
- Der Härteste: Planet hat die Explosion seines Sterns überlebt
Thema:
Videos zum Thema
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Reise in ein schwarzes Loch: Die NASA zeigt, wie das aussehen würde
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
- NASA-Video zeigt beeindruckende Vorschau auf die Projekte von 2024
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Bresser National Geographic
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Linux 7.2 ist da: Neues bei Ext4 & Btrfs, CPU-Support und Datentransfer
- Weltweite GitHub-Störung: Massive Ausfälle legen Entwickler-Tools lahm
- Ende der 'Ultra'-Smartphones: Speicherpreise beuteln Android-Hersteller
- Dreister geht's kaum: 'Klimagerät' entpuppt sich als popeliger PC-Lüfter
- 1000-fach komprimiert: Bastler presst 2-minütigen Song in 8 QR-Codes
- Spider-Man: Brand New Day ist jetzt der erfolgreichste Film der Reihe
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!