Der "Ehre" wegen:
Pluto soll endlich wieder ein Planet werden

Vor fast 20 Jahren wurde Pluto zum Zwergplaneten herabgestuft. Die Entscheidung löste eine anhaltende Debatte aus. Nun will NASA-Chef Jared Isaacman Pluto wieder als vollwertigen Planeten anerkennen, die historische Entscheidung von 2006 solle revidiert werden.
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    NASA-Chef fordert Planetenstatus

    Isaacman begründete seinen Vorstoß nach eigenen Angaben mit der "nationalen Ehre der Vereinigten Staaten". Pluto ist der einzige Himmelskörper im klassischen Sonnensystem, der von einem US-Amerikaner entdeckt wurde. Nun arbeitet die NASA daran, die wissenschaftliche Debatte neu zu beleben.

    Wie NBC berichtet, ist Pluto für viele Menschen bis heute emotional mit seiner früheren Rolle als neunter Planet verbunden. Die Internationale Astronomische Union (IAU) verabschiedete am 24. August 2006 aber eine neue Planetendefinition. Anlass war die Entdeckung von Eris und weiterer großer transneptunischer Objekte, die eine eindeutige Einordnung erforderlich machten.


    Historische Parallelen und Fakten

    Der Astronom Clyde Tombaugh entdeckte die eisige Welt am 18. Februar 1930 am Lowell-Observatorium im US-Bundesstaat Arizona. Er verglich zahlreiche Fotoplatten und fand darauf einen schwachen Lichtpunkt. Auch der 1801 entdeckte Himmelskörper Ceres galt zunächst jahrzehntelang als Planet.

    Später stuften Astronomen Ceres wegen zahlreicher ähnlicher Objekte zunächst als Asteroiden und schließlich als Zwergplanet ein. Nach den Kriterien der IAU muss ein Planet die Sonne umkreisen, durch seine eigene Schwerkraft annähernd rund sein und seine Umlaufbahn bereinigt haben. Pluto erfüllt das letzte Kriterium nicht.

    Pluto teilt seine Umlaufbahn mit zahlreichen Objekten des Kuipergürtels. Seine Masse macht nur knapp acht Prozent der Masse seiner direkten Umgebung aus. Kritiker halten die aktuelle Definition jedoch für unklar. Sie argumentieren, dass auch die Erde Asteroiden auf ihrer Umlaufbahn hat und diese daher ebenfalls nicht vollständig bereinigt sei.

    Wissenschaftliche Realität heute

    Die Bilder der Raumsonde New Horizons zeigten 2015 eine unerwartet komplexe Welt. Forscher sehen darin jedoch keinen Anlass für eine Neudefinition. Die IAU bearbeitet derzeit keine formellen Anträge zur Änderung von Plutos Status. Für Astronomen ist eine klare Trennlinie notwendig, um Himmelskörper einheitlich zu klassifizieren.

    Eine Rücknahme der Entscheidung würde bedeuten, dass Hunderte weitere Himmelskörper im Sonnensystem als Planeten bezeichnet werden müssten. Das könnte den Begriff stark verwässern. Die Faszination für Pluto ist dennoch ungebrochen. Die NASA dürfte das Thema daher weiterhin auf der politischen Bühne thematisieren.

    Sollte Pluto wieder als Planet gelten oder findet ihr die aktuelle Einstufung als Zwergplanet sinnvoller? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

    Wird Pluto wieder ein Planet?
    Aktuell gilt Pluto offiziell weiterhin als Zwergplanet. Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat laut eigenen Angaben derzeit keine formellen Pläne, diese Einstufung zu ändern. Innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft gilt die Debatte weitgehend als geklärt.

    Dennoch gibt es immer wieder Vorstöße, die Entscheidung von 2006 rückgängig zu machen. Besonders nach dem Vorbeiflug der Raumsonde "New Horizons" im Jahr 2015, die eine unerwartet komplexe Welt zeigte, wurden entsprechende Forderungen aus der Öffentlichkeit wieder lauter.
    Warum verlor Pluto seinen Status?
    Ende des 20. Jahrhunderts entdeckten Astronomen im sogenannten Kuipergürtel immer mehr Objekte, die Pluto ähnelten. Als 2005 mit Eris ein Himmelskörper gefunden wurde, der sogar etwas massereicher als Pluto ist, musste die Wissenschaftsgemeinschaft handeln.

    Um zu verhindern, dass unser Sonnensystem bald Dutzende neue Planeten zählt, wurde 2006 die Kategorie der Zwergplaneten geschaffen. Ein echter Planet muss laut Definition seine Umlaufbahn von anderen Körpern "bereinigt" haben - ein Kriterium, das Pluto aufgrund seiner geringen Masse nicht erfüllt.
    Was plant der neue NASA-Chef?
    Der neue NASA-Chef Jared Isaacman hat bei einer Anhörung im US-Senat überraschend erklärt, er sei absolut dafür, Pluto wieder zu einem Planeten zu machen. Angeblich arbeite die US-Weltraumagentur bereits an Veröffentlichungen, um die wissenschaftliche Debatte neu zu entfachen.

    Es heißt, dass es Isaacman dabei vor allem um die nationale Ehre gehe. Pluto ist der einzige Planet, der von einem US-Amerikaner - Clyde Tombaugh im Jahr 1930 - entdeckt wurde. Ihm solle laut Isaacman die einst zuteilgewordene Anerkennung zurückgegeben werden.
    Was genau ist ein Zwergplanet?
    Sowohl Planeten als auch Zwergplaneten kreisen um die Sonne und besitzen ausreichend Masse, um durch ihr Eigengewicht eine runde Form anzunehmen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Dominanz auf ihrer jeweiligen Umlaufbahn.

    Während klassische Planeten durch ihre hohe Schwerkraft kleinere Körper aus ihrer Bahn werfen, teilen sich Zwergplaneten ihre Nachbarschaft mit vielen anderen Objekten. Pluto macht beispielsweise nur etwa acht Prozent der Masse aller Himmelskörper auf seiner Bahn aus.
    Ist die Erde auch ein Zwergplanet?
    Kritiker der IAU-Definition weisen oft darauf hin, dass sich in der Umgebung der Erdbahn über 40.000 Asteroiden befinden. Streng genommen habe die Erde ihre Nachbarschaft also ebenfalls nicht komplett "bereinigt", weshalb die Definition fehlerhaft sei.

    Astronomen entkräften dieses Argument jedoch mit dem Massenverhältnis. Die Erde ist millionenfach massereicher als alle erdnahen Asteroiden zusammen. Die Formulierung der IAU mag zwar vage sein, der physikalische Unterschied zu Zwergplaneten wie Pluto ist aber eindeutig messbar.
    Warum mischt sich die US-Politik ein?
    Die Entdeckung Plutos durch den US-Amerikaner Clyde Tombaugh ist eng mit dem Nationalstolz verbunden. Besonders im Bundesstaat Kansas, in dem Tombaugh lange lebte, hat das Thema eine hohe emotionale und politische Bedeutung.

    Für IT-Profis, die in ihren Systemen klare Variablen definieren und per Strg + S als unveränderlichen Standard speichern, mag dies wie ein ineffizienter Streit um Semantik wirken. In der Politik spielen solche historischen und kulturellen Symbole jedoch eine große Rolle für die Wählerbindung.
    Gibt es noch weitere Zwergplaneten?
    Ja, die IAU erkennt derzeit offiziell fünf Himmelskörper als Zwergplaneten an. Neben Pluto gehören dazu Ceres, Haumea, Makemake und Eris. Inoffizielle Listen von Kandidaten umfassen jedoch teilweise mehrere hundert weitere Objekte im äußeren Sonnensystem.

    Ein interessantes historisches Beispiel ist Ceres: Entdeckt im Jahr 1801, galt der Himmelskörper zunächst als Planet. Als später immer mehr Objekte in seiner Nähe gefunden wurden, stufte man ihn zum Asteroiden herab - ein Schicksal, das Pluto über 200 Jahre später teilte.
    Wissenschaft oder Alltagssprache?
    In der Wissenschaft sind präzise Definitionen unerlässlich, um Objekte eindeutig klassifizieren zu können. Würde man Pluto und hunderte ähnliche Objekte zu Planeten erklären, würde der Begriff "Planet" seine informative Aussagekraft für die Forschung verlieren.

    In der Alltagssprache werden Begriffe oft anders genutzt. Ein gutes Beispiel ist der Quantensprung: In der Physik die kleinstmögliche Änderung, im Alltag ein riesiger Fortschritt. Wer Pluto aus Nostalgie weiterhin Planet nennen möchte, kann dies privat also problemlos tun.
    Zusammenfassung
    • NASA-Chef Jared Isaacman fordert die Rückkehr von Pluto als Planet
    • Der Vorstoß wird vor allem mit der nationalen Ehre der USA begründet
    • Pluto wurde 2006 von der IAU offiziell als Zwergplanet eingestuft
    • Kritiker bemängeln die unklare Definition der Planeten-Kriterien
    • Wissenschaftler lehnen eine Änderung aus Sorge vor Verwässerung ab

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