Intel Nova Lake: Top-Desktop-CPU soll in Spitze über 470 Watt ziehen

Intels Desktop-Flaggschiff der kommenden Nova-Lake-Serie hat mit seinen 52 Kernen angeblich eine teils enorme Stromaufnahme. Bei passenden Mainboards könnten drei 8-Pin-EPS-Anschlüsse für die Stromversorgung der CPU zum Einsatz kommen.
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CPU mit Watt-Brechstange

Intel bläst mit Nova Lake zum Angriff auf AMD. Die kommende Generation von Desktop-Chips bringt Systeme Anfang 2027 jedoch voraussichtlich an ihre Grenzen. So ist das Flaggschiff ein Modell mit 52 Kernen, das wohl mit einer TDP von 175 Watt kommt, in der absoluten Spitze aber angeblich einen deutlich größeren Stromverbrauch aufweist. In kurzzeitigen Boost-Fenstern, dem sogenannten Power Level 2, soll der Prozessor bis zu 474 Watt abrufen.

Ein derart hoher Energiebedarf war bisher Workstation-Systemen vorbehalten. Um das zu realisieren, setzt Intel wohl auf ein Dual-Tile-Design. Dabei werden zwei Rechenbausteine auf einem einzigen Träger kombiniert, anstatt einen monolithischen Chip zu fertigen. Für Anwender bedeutet das hohe Anforderungen an die übrige Hardware. Neben einem leistungsstarken Netzteil wird eine starke Kühlung zur Pflicht, da das kompakte Design der Rechenkerne wenig Spielraum für die Wärmeabfuhr bietet.


In der Vergangenheit lagen die Leistungsgrenzen für herkömmliche Desktop-Prozessoren meist bei etwa 250 bis 300 Watt. Mit dem neuen Ansatz würden die Ingenieure von Intel also noch einmal einen draufsetzen. Wie der Leaker Jaykihn (via Videocardz) berichtet, passt das Unternehmen dafür sogar die Vorgaben für kommende Z990-Mainboards an.

Drei Anschlüsse für Z990-Platinen

So könnten drei 8-Pin-EPS-Anschlüsse für die Stromversorgung zum Einsatz kommen. Ein dritter Anschluss schaltet jedoch keine höheren Leistungsstufen frei. Er dient lediglich als Reserve für manuelles Übertakten jenseits der 474 Watt. Die Mainboard-Hersteller könnten demnach selbst entscheiden, ob sie zwei oder drei Anschlüsse verbauen.

Ein Upgrade auf Nova Lake erfordert zudem wohl zwingend ein frisches Mainboard, da Intel angeblich den neuen Sockel LGA-1954 einführt. Der soll mehr Kontaktpunkte als seine Vorgänger bieten. Diese höhere Pin-Anzahl könnte notwendig sein, um die große Strommenge stabil an den Chip zu übertragen. Gleichzeitig wächst die physische Größe. Trotzdem sollen Nutzer laut Hersteller Noctua bestehende Kühllösungen weiterverwenden können.

Angriff auf AMD im Gaming-Sektor

Neben der reinen Kernanzahl plant Intel wohl auch technische Neuerungen, um im Gaming-Segment gegen AMDs Ryzen-X3D-Prozessoren zu bestehen. Die Topmodelle sollen mit einem großen L4-Cache ausgestattet werden, der intern als Big Last Level Cache bezeichnet wird. Zur besseren Unterscheidung plant das Unternehmen angeblich, diese Gaming-CPUs mit den Buchstaben D oder DX am Ende des Modellnamens zu markieren.

Zusätzlich soll die Plattform nativ schnellen DDR5-8000-Arbeitsspeicher unterstützen. Zwar verspricht die Core-Ultra-400-Serie durch all diese Details eine hohe Leistung, doch dem gegenüber stehen die voraussichtlich hohen Anschaffungskosten für die neue Plattform sowie die Folgekosten für den Betrieb durch die teils hohe Leistungsaufnahme.

Ein Stromverbrauch von fast 500 Watt in Spitze für eine Desktop-CPU ist eine klare Ansage. Was meint ihr dazu? Teilt eure Gedanken und Meinungen zu Intels Plänen gerne unten in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Intels kommende Nova-Lake-CPUs erreichen in Spitzen bis zu 474 Watt Verbrauch
  • Das Dual-Tile-Design der neuen Prozessoren erfordert eine sehr starke Kühlung
  • Für die neue Intel-Plattform wird zwingend ein neues Z990-Mainboard benötigt
  • Der neue Sockel LGA-1954 unterstützt künftig schnellen DDR5-8000-Arbeitsspeicher
  • Gaming-Modelle erhalten für mehr Leistung einen neuen großen L4-Cache-Speicher

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