Intel hat es geschafft: Wachstum wie seit 15 Jahren nicht mehr

Intel scheint es nach vielen Jahren der Krise tatsächlich geschafft zu haben, wieder auf die Beine zu kommen. Die Geschäfte ziehen wieder spürbar an und die enormen Verluste sind nahezu komplett verschwunden.
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KI-Sparte zieht massiv

Der Chipkonzern hat im zweiten Viertel des Geschäftsjahres 2026 seinen Umsatz deutlich gesteigert. Intel erzielte im Quartal bis zum 27. Juni einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar, was einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Unter dem Strich verblieb allerdings weiterhin ein kleiner Nettoverlust von 11 Millionen Dollar.

Konzernchef Lip-Bu Tan wertete die Entwicklung als wichtigen Meilenstein. Die Nachfrage nach Rechenleistung für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz wachse weiterhin rasant. Intel sehe sich dabei gut aufgestellt, um sowohl mit klassischen Prozessoren als auch mit Spezialchips, modernen Packaging-Technologien und dem Ausbau seiner Auftragsfertigung langfristig zu wachsen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich bei dem aktuellen Ergebnis um das stärkste Umsatzwachstum seit mehr als 15 Jahren.


Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Rechenzentren und KI-Produkten. Die Sparte "Data Center and AI" setzte 6,3 Milliarden Dollar um und legte damit um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Auch das Geschäft mit Prozessoren für PCs entwickelte sich positiv. Die inzwischen in "Client Computing and Physical AI Group" umbenannte Abteilung erwirtschaftete 8,9 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 13 Prozent.

Foundry noch wenig selbstständig

Zulegen konnte außerdem die Fertigungssparte Intel Foundry. Sie steigerte ihren Umsatz um 31 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Allerdings stammen diese Erlöse weiterhin vollständig aus internen Aufträgen des Konzerns. Intel ist es damit bislang noch nicht gelungen, namhafte externe Kunden für seine neuesten Fertigungsverfahren zu gewinnen, was ein zentrales Ziel der milliardenschweren Foundry-Strategie darstellt.

Abseits der Kerngeschäfte entwickelte sich das übrige Geschäft schwächer. Die unter "All other" zusammengefassten Bereiche verzeichneten einen Umsatzrückgang von 33 Prozent auf 700 Millionen Dollar. Gleichzeitig belasteten konzerninterne Verrechnungen das Ergebnis mit 5,5 Milliarden Dollar.

Trotz dieser Einschränkungen reagierten Anleger positiv auf die Zahlen. Im nachbörslichen Handel legte die Intel-Aktie um rund 11 Prozent zu. Offenbar überwog an der Börse die Hoffnung, dass Intel nach Jahren der Schwierigkeiten wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zurückfinden könnte. Zusätzlich erhöhte das Unternehmen sein Investitionsziel für KI-Infrastruktur im laufenden Jahr auf 20 Milliarden Dollar und unterstrich damit seine Ambitionen, im boomenden KI-Markt eine größere Rolle einzunehmen.

Zusammenfassung
  • Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 16,1 Milliarden US-Dollar
  • Der Konzern verzeichnet das stärkste Wachstum seit mehr als 15 Jahren
  • Die KI- und Rechenzentrumssparte wuchs auf 6,3 Milliarden US-Dollar
  • Intels Fertigungssparte wuchs, hat aber bislang keine externen Kunden
  • Anleger reagierten positiv, sodass die Intel-Aktie nachbörslich stieg
  • Das KI-Investitionsziel wurde nun auf 20 Milliarden US-Dollar erhöht

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