GTA 6 in Bayern: Markus Söder kassiert für Instagram-Post viel Spott

Der bayerische Ministerpräsident Söder versucht, den aktuellen Hype um das kommende Videospiel GTA 6 für politische Zwecke zu nutzen. Mit einem KI-generierten Bild im Stil des Action-Titels will er bei Gamern punkten, erntet im Netz jedoch reichlich Spott.
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Markus Söder / Instagram

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Markus Söder ist für seine "unkonventionellen" Beiträge in den sozialen Netzwerken bekannt. Pünktlich zum Start der Vorbestellungen für GTA 6 nutzt der bayerische Ministerpräsident die Aufmerksamkeit rund um das Videospiel für eine politische Kampagne. Auf seinen Profilen veröffentlichte der CSU-Chef ein Bild, das offensichtlich das offizielle Artwork des Titels von Rockstar Games imitiert. Söder versucht damit vermutlich, sich bei Gamern beliebt zu machen.

Unter dem Slogan "Hightech & Heimat Bayern" inszeniert sich Söder auf dem Poster gleich dreimal selbst. Flankiert wird er dabei von Wissenschaftsminister Markus Blume und der ehemaligen Staatsministerin Dorothee Bär, die einen Astronautenanzug trägt. Das Ziel der Aktion ist es offenbar, das Bundesland als modernen Standort für Robotik und Raumfahrt zu bewerben und gleichzeitig gezielt eine junge Zielgruppe anzusprechen.


Spott für digitale Kampagne

Das Echo auf die Aktion fällt jedoch ziemlich vernichtend aus. In den Kommentaren häufen sich spöttische Bemerkungen. Zum einen geht es dabei um die mangelhafte Qualität des offensichtlich mit KI erzeugten Bildes. So endet das Seil einer abgebildeten Seilbahn im Nichts, während die Gelenke eines Roboters physikalisch unmöglich erscheinen.

Zum anderen empfinden viele Betrachter den Versuch, sich an die Popkultur anzubiedern, als unauthentisch und geradezu peinlich. Die Wahl des Vorbilds entbehrt zudem nicht einer gewissen Ironie, da der Begriff "Grand Theft Auto" im US-Strafrecht den schweren Autodiebstahl bezeichnet. In der populären Spielereihe von Rockstar Games dreht sich das Geschehen primär um organisiertes Verbrechen, Geldwäsche, Korruption und offene Gewalt in einer fiktiven Welt. Das dürfte eher nicht das Bild von Bayern sein, das Markus Söder verbreiten möchte.
Markus Söder: GTA-6-CoverDas Original und... Markus Söder: GTA-6-Cover... die Söder-Variante
Dass ausgerechnet Regierungsvertreter ihre Gesichter auf eine solche Vorlage montieren lassen, sorgt für Kritik. Nutzer werfen dem CSU-Chef immer wieder vor, ernsthafte politische Inhalte ins Lächerliche zu ziehen. Söder fiel in der Vergangenheit bereits durch unzählige Bilder seiner fleischlastigen Mahlzeiten unter dem Hashtag "Söderisst" auf. Nach früheren Debatten hatte er die Posts zunächst reduziert, scheint nun aber an alte Gewohnheiten anzuknüpfen.

Frust über fehlende Datenträger

Neben der politischen Diskussion sorgt auch das eigentliche Spiel für Aufsehen. GTA 6 bringt einige Änderungen für Spieler mit sich, die in der Fangemeinde derzeit für großen Unmut sorgen. Käufer der "physischen" Version erhalten lediglich einen Download-Code. Bestimmte digitale Inhalte sind zudem hinter einer Bezahlschranke versteckt.

Während die Entwickler mit dem neuen GTA-Teil garantiert dennoch hohe Verkaufszahlen erreichen werden, scheint der Ausflug in die Welt der Popkultur für die bayerische Regierung den Reaktionen zufolge ein kommunikativer Fehlschlag zu sein. Anstatt nachhaltige Begeisterung für technologische Fortschritte zu wecken, bleibt bei Gamern vor allem die unfreiwillige Komik der Werbemaßnahme im Gedächtnis.

Was haltet ihr von solchen politischen Kampagnen im Gewand bekannter Videospiele? Findet ihr das Bild gelungen oder ist so etwas eher unpassend? Teilt eure Meinung gerne unten in den Kommentaren mit!

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Zusammenfassung
  • Markus Söder nutzt das Cover von GTA 6 für eine neue politische Werbeaktion
  • Das Bild soll für Bayern als Standort für Robotik und Raumfahrt werben
  • Viele Nutzer kritisieren die minderwertige KI-Qualität des Werbeplakates
  • Die Anbiederung an die Popkultur wirkt auf viele Gamer zudem unauthentisch
  • Kritiker bemängeln die ironische Wahl eines Spiels rund um Verbrechen
  • Die Aktion gilt als kommunikativer Fehlschlag der bayerischen Regierung

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