Russland: Internetsperren erschweren die Getreideernte
Lobbyverbände der russischen Bauern haben in einem Brief an die Regierung die Auswirkungen der Abschaltung des Internetzugriffs per Mobilfunk in vielen Regionen beklagt. Die Maßnahmen, die eigentlich der Abwehr ukrainischer Drohnenangriffe dienen, erschweren den Bauern die Arbeit.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat ein Bauernverband in einem Schreiben an das russische Ministerium für digitale Entwicklung Kritik an der Sperrung der Mobilfunknetze für den Internetzugriff geäußert. Die Bauern könnten durch die Sperrung nicht mehr auf die digitalen Dienste der Regierung zugreifen, obwohl sie seit einiger Zeit verpflichtet sind, auf diesem Weg regelmäßig Angaben über ihre Arbeit zu machen.
So sind Agrarbetriebe in Russland verpflichtet, etwa die Menge der für die Aussaat verfügbaren Samen zu melden und welche Mengen an Getreide sie ernten oder verkaufen. Die für diese Meldungen verwendeten Online-Portale der russischen Behörden sind durch die Internetabschaltungen teilweise nicht mehr verfügbar.
Gerade weil derzeit bei vielen Bauern das Saatgut für die diesjährige Anbausaison ausgebracht wird, entstehe durch die Sperrung des Zugriffs auf die Online-Portale von mobilen Geräten das Problem, dass die Bauern unter Umständen erst verspätet ihre Angaben gegenüber den Behörden machen können, so die Bauernvertreter. Infolgedessen drohten ihnen Strafen und finanzielle Verluste, heißt es weiter.
Die Bauernlobby fordert deshalb, dass die Online-Dienste der Regierung auf eine "Whitelist" gesetzt werden, die bisher gut 100 Websites enthält, auf die auch während der "Shutdown"-Phasen zugegriffen werden kann. Russland scheint statt einer vollständigen Abschaltung des Datenverkehrs über Mobilfunknetze nämlich auf eine Art Filter bzw. Firewall zu setzen.
Siehe auch:
Kein Zugriff auf Online-Dienste für Landwirtschaft
Die Ukraine greift immer wieder Ziele weit innerhalb Russlands mit Drohnen an. Dabei wird für die Kommunikation mit den unbemannten Flugmaschinen oft das jeweils örtliche Mobilfunknetz verwendet, um die Drohnen diesem Weg zu steuern. Russland reagiert darauf mit der teilweisen Abschaltung großer Teile der Mobilfunknetze in verschiedenen Regionen.Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat ein Bauernverband in einem Schreiben an das russische Ministerium für digitale Entwicklung Kritik an der Sperrung der Mobilfunknetze für den Internetzugriff geäußert. Die Bauern könnten durch die Sperrung nicht mehr auf die digitalen Dienste der Regierung zugreifen, obwohl sie seit einiger Zeit verpflichtet sind, auf diesem Weg regelmäßig Angaben über ihre Arbeit zu machen.
So sind Agrarbetriebe in Russland verpflichtet, etwa die Menge der für die Aussaat verfügbaren Samen zu melden und welche Mengen an Getreide sie ernten oder verkaufen. Die für diese Meldungen verwendeten Online-Portale der russischen Behörden sind durch die Internetabschaltungen teilweise nicht mehr verfügbar.
Gerade weil derzeit bei vielen Bauern das Saatgut für die diesjährige Anbausaison ausgebracht wird, entstehe durch die Sperrung des Zugriffs auf die Online-Portale von mobilen Geräten das Problem, dass die Bauern unter Umständen erst verspätet ihre Angaben gegenüber den Behörden machen können, so die Bauernvertreter. Infolgedessen drohten ihnen Strafen und finanzielle Verluste, heißt es weiter.
Die Bauernlobby fordert deshalb, dass die Online-Dienste der Regierung auf eine "Whitelist" gesetzt werden, die bisher gut 100 Websites enthält, auf die auch während der "Shutdown"-Phasen zugegriffen werden kann. Russland scheint statt einer vollständigen Abschaltung des Datenverkehrs über Mobilfunknetze nämlich auf eine Art Filter bzw. Firewall zu setzen.
Zusammenfassung
- Russische Bauernverbände beklagen Internetsperren im Mobilfunknetz
- Mobilfunknetze werden zur Abwehr ukrainischer Drohnenangriffe gesperrt
- Drohnen nutzen lokale Mobilfunknetze zur Steuerung und Kommunikation
- Agrarbetriebe müssen Ernte- und Saatgutdaten online an Behörden melden
- Onlineportale der Regierung sind durch die Sperren nicht erreichbar
- Verspätete Meldungen können zu Strafen und finanziellen Verlusten führen
- Bauernlobby fordert eine Whitelist für staatliche Onlinedienste
Siehe auch:
- Bauernprotest erreicht Amazon: Trecker blockieren Warenlager Winsen
- Schweinepest durch Drohnen: Bauern störten Flugverkehr mit Jammern
- Bildungsministerin: Die Bauern können gern noch lange auf 5G warten
- ZTE-Konflikt vor Lösung: US-Bauern dürfen frei nach China verkaufen
- Bauern in Existenz-Angst: Wir brauchen Glasfaser jetzt, nicht erst 2025!
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