Kaum noch nutzbar: GitHub wegen vieler Ausfälle in der Kritik
Ein recht bekannter Nutzer der GitHub-Plattform Microsofts kehrt dem Dienst jetzt nach fast zwei Jahrzehnten den Rücken. Denn dieser sei aufgrund ständiger Ausfälle für das produktives Arbeiten kaum noch nutzbar.
Hashimoto gilt als langjähriger und engagierter Nutzer GitHubs. Seit seinem Beitritt im Jahr 2008 habe er den Dienst nahezu täglich verwendet, wie er erklärte, und ihn sogar als eine der wichtigsten Inspirationsquellen seiner Arbeit benannt. Selbst im Urlaub habe er sich intensiv mit Projekten, Quellcodes und Arbeitsweisen anderer Entwickler auf der Plattform beschäftigt. Doch diese enge Bindung sei inzwischen stark belastet.
In einem ausführlichen Beitrag schildert der Entwickler seine wachsende Frustration. Über Wochen hinweg habe er dokumentiert, an welchen Tagen GitHub-Ausfälle seine Arbeit beeinträchtigten. Das Ergebnis: nahezu täglich Probleme. So sei es ihm an einem Tag beispielsweise über zwei Stunden lang nicht möglich gewesen, Code-Änderungen zu überprüfen, weil ein Dienst ausgefallen war. Auch ein Vorfall Ende April, bei dem sogenannte Pull Requests aufgrund technischer Probleme nicht abgeschlossen werden konnten, habe seine Entscheidung bestätigt.
Der Umzug von Ghostty soll schrittweise erfolgen. Hashimoto prüft dafür sowohl kommerzielle Anbieter als auch Open-Source-Alternativen. Ein schreibgeschütztes Spiegelarchiv des Projekts soll vorerst auf GitHub bestehen bleiben, ebenso einige seiner persönlichen Projekte.
GitHub, das seit der Übernahme durch Microsoft als zentrale Plattform für Softwareentwicklung gilt, sieht sich damit prominenter Kritik ausgesetzt. Beobachter verweisen darauf, dass die zunehmenden technischen Probleme zeitlich mit einer stärkeren Fokussierung auf KI-Funktionen zusammenfallen. Ob es hier tatsächlich einen Zusammenhang gibt, bleibt offen.
Siehe auch:
- Mitchell Hashimoto verlässt GitHub nach fast zwei Jahrzehnten Nutzung
- Hashimoto begründet seinen Schritt mit massiven Zuverlässigkeitsproblemen
- Hashimoto prüft Open-Source-Alternativen für den Umzug von Ghostty
- Er dokumentierte über Wochen hinweg zahlreiche tägliche GitHub-Ausfälle
- Ein Ausfall dauerte über zwei Stunden: Code-Änderungen konnten nicht geprüft werden
- GitHub steht wegen häufiger Ausfälle zunehmend in der Kritik
- Beobachter vermuten Zusammenhang mit der KI-Integration von GitHub
Ausfall-Dokumentation ist umfangreich
Der Mitgründer von HashiCorp, Mitchell Hashimoto kündigte seinen Rückzug von der Plattform an. Grund dafür sei eine aus seiner Sicht stark gesunkene Zuverlässigkeit, die es massiv erschwert, die alltägliche Arbeit auf dieser Plattform zu bewältigen. Sein aktuelles Projekt, der Terminal-Emulator Ghostty, soll auf einen anderen Entwickler-Dienst umziehen.Hashimoto gilt als langjähriger und engagierter Nutzer GitHubs. Seit seinem Beitritt im Jahr 2008 habe er den Dienst nahezu täglich verwendet, wie er erklärte, und ihn sogar als eine der wichtigsten Inspirationsquellen seiner Arbeit benannt. Selbst im Urlaub habe er sich intensiv mit Projekten, Quellcodes und Arbeitsweisen anderer Entwickler auf der Plattform beschäftigt. Doch diese enge Bindung sei inzwischen stark belastet.
In einem ausführlichen Beitrag schildert der Entwickler seine wachsende Frustration. Über Wochen hinweg habe er dokumentiert, an welchen Tagen GitHub-Ausfälle seine Arbeit beeinträchtigten. Das Ergebnis: nahezu täglich Probleme. So sei es ihm an einem Tag beispielsweise über zwei Stunden lang nicht möglich gewesen, Code-Änderungen zu überprüfen, weil ein Dienst ausgefallen war. Auch ein Vorfall Ende April, bei dem sogenannte Pull Requests aufgrund technischer Probleme nicht abgeschlossen werden konnten, habe seine Entscheidung bestätigt.
Ernsthaftes Arbeiten kaum noch möglich
Für Hashimoto steht fest: GitHub sei "kein Ort mehr für ernsthafte Arbeit", wenn Entwickler regelmäßig durch Störungen ausgebremst würden. Zwar hoffe er weiterhin auf Verbesserungen, doch derzeit wolle er sich auf das Programmieren konzentrieren und das sei unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich.Der Umzug von Ghostty soll schrittweise erfolgen. Hashimoto prüft dafür sowohl kommerzielle Anbieter als auch Open-Source-Alternativen. Ein schreibgeschütztes Spiegelarchiv des Projekts soll vorerst auf GitHub bestehen bleiben, ebenso einige seiner persönlichen Projekte.
GitHub, das seit der Übernahme durch Microsoft als zentrale Plattform für Softwareentwicklung gilt, sieht sich damit prominenter Kritik ausgesetzt. Beobachter verweisen darauf, dass die zunehmenden technischen Probleme zeitlich mit einer stärkeren Fokussierung auf KI-Funktionen zusammenfallen. Ob es hier tatsächlich einen Zusammenhang gibt, bleibt offen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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