Linux-Kernel-Update führt zu Leistungsrückgang bei AMD-GPUs
Ein bevorstehendes Ubuntu-Kernel-Update bremst AMD-GPUs brutal aus: Das Update auf die Version 7.0.0-28.28 macht manche ROCm-Workloads bis zu 43-mal langsamer - aus 10 Sekunden Arbeit werden so plötzlich 430...
Das Problem steckt im AMD-GPU-Treiber und betrifft vor allem Systeme, auf denen AMDs ROCm-Stack für Rechenaufgaben genutzt wird. Ubuntu-Ingenieure berichten von Durchsatz-Regressionen bei bestimmten Workloads: Aufgaben, die vorher in etwa neun Sekunden erledigt waren, benötigen mit dem neuen Kernel teils bis zu 388 Sekunden. Dabei bleibt das System grundsätzlich stabil, es reagiert aber deutlich langsamer, sobald die Grafikkarte für rechenintensive Aufgaben eingesetzt wird.
Im Fokus stehen Ubuntu 26.04 sowie Nutzer von Ubuntu 24.04 LTS mit Hardware-Enablement-Kernel, die vom bisherigen 6.17-Zweig auf die 7.0-Serie wechseln sollen. Die Schwäche zeigt sich vor allem bei KI- und GPGPU-Szenarien, etwa beim Einsatz von Stable Diffusion XL oder anderen ROCm-basierten Anwendungen. Klassisches Gaming mit AMD-Grafik scheint dagegen deutlich weniger betroffen, da hier andere Teile des Treiber-Stacks dominieren.
Ubuntu liefert den Kernel 7.0.0-28.28 trotzdem aus, weil er wichtige Sicherheitskorrekturen enthält. Gleichzeitig empfiehlt das Kernel-Team all jenen, die stark auf AMD-GPU-Compute angewiesen sind, das Update vorerst zu meiden oder bei Problemen wieder auf einen älteren Kernel zurückzuwechseln.
Wer bereits aktualisiert hat und deutliche Leistungseinbrüche bemerkt, kann oft über den Bootloader eine frühere Kernel-Version auswählen und damit wieder die gewohnte Performance herstellen.
Setzt ihr eure AMD-Grafikkarte unter Linux eher fürs Zocken ein - oder merkt ihr solche Bugs sofort?
Siehe auch:
AMD-Nutzer könnten Probleme bekommen
Ein bevorstehendes Kernel-Update für Ubuntu sorgt für Ärger bei AMD-Nutzern: Die Version 7.0.0-28.28 bremst GPU-Compute-Jobs massiv aus - teilweise um das 43-Fache, wie es jetzt in Berichten heißt.Das Problem steckt im AMD-GPU-Treiber und betrifft vor allem Systeme, auf denen AMDs ROCm-Stack für Rechenaufgaben genutzt wird. Ubuntu-Ingenieure berichten von Durchsatz-Regressionen bei bestimmten Workloads: Aufgaben, die vorher in etwa neun Sekunden erledigt waren, benötigen mit dem neuen Kernel teils bis zu 388 Sekunden. Dabei bleibt das System grundsätzlich stabil, es reagiert aber deutlich langsamer, sobald die Grafikkarte für rechenintensive Aufgaben eingesetzt wird.
Im Fokus stehen Ubuntu 26.04 sowie Nutzer von Ubuntu 24.04 LTS mit Hardware-Enablement-Kernel, die vom bisherigen 6.17-Zweig auf die 7.0-Serie wechseln sollen. Die Schwäche zeigt sich vor allem bei KI- und GPGPU-Szenarien, etwa beim Einsatz von Stable Diffusion XL oder anderen ROCm-basierten Anwendungen. Klassisches Gaming mit AMD-Grafik scheint dagegen deutlich weniger betroffen, da hier andere Teile des Treiber-Stacks dominieren.
Ubuntu liefert den Kernel 7.0.0-28.28 trotzdem aus, weil er wichtige Sicherheitskorrekturen enthält. Gleichzeitig empfiehlt das Kernel-Team all jenen, die stark auf AMD-GPU-Compute angewiesen sind, das Update vorerst zu meiden oder bei Problemen wieder auf einen älteren Kernel zurückzuwechseln.
Wer bereits aktualisiert hat und deutliche Leistungseinbrüche bemerkt, kann oft über den Bootloader eine frühere Kernel-Version auswählen und damit wieder die gewohnte Performance herstellen.
Roadmap: Das Ubuntu-Kernel-Team räumt derzeit der Veröffentlichung kritischer Sicherheitskorrekturen, die in der kommenden Kernel-Version enthalten sind, Priorität ein, um die Sicherheit unserer Nutzer zu gewährleisten. Auch wenn dieser spezielle Regressionsfehler in der Version 7.0.0-28.28 noch vorhanden sein wird, haben wir bereits eine Lösung gefunden.Für viele Desktop-Nutzer mit AMD-Grafikkarte dürfte die Regression daher unsichtbar bleiben. Wer seine GPU jedoch gezielt für lokale KI, Bildgenerierung oder andere rechenintensive Aufgaben nutzt, sollte die Kernel-Version im Auge behalten - und im Zweifel noch ein wenig mit dem Update warten, bis eine fehlerbereinigte Version zur Verfügung steht.
Die Korrektur steht auf der Warteliste und soll in der unmittelbar nächsten Aktualisierungsrunde mit kritischen Korrekturen übernommen werden. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, die dringende Notwendigkeit von Sicherheitspatches mit der Anforderung an langfristige Leistungsstabilität in Einklang zu bringen.
Setzt ihr eure AMD-Grafikkarte unter Linux eher fürs Zocken ein - oder merkt ihr solche Bugs sofort?
Zusammenfassung
- Das neue Kernel-Update für Ubuntu bremst GPU-Compute-Jobs stark aus
- Betroffen sind vor allem Anwendungen wie KI und Stable Diffusion XL
- Das klassische Gaming mit AMD-Grafikkarten ist kaum davon betroffen
- Der Kernel wird wegen wichtiger Sicherheitsupdates dennoch verteilt
- Ein Patch für das Leistungsproblem steht bereits auf der Warteliste
- Betroffene Nutzer können vorerst auf ältere Kernel zurückwechseln
Siehe auch:
- Frankreich macht Ernst: Linux und weitere freie Software für Behörden
- Nvidia-Chef über OpenClaw: In nur drei Wochen an Linux vorbeigezogen
- Linus Torvalds gibt Linux 7.0 frei - Das steckt alles im neuen Kernel
- Boost für Linux-Gaming: Nvidia baut Proton- und Vulkan-Support aus
- Linux 7.0 kommt: Linus Torvalds bestätigt Versions-Sprung bei Kernel
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