AMD Ryzen 9 9950X3D2: Neue Top-CPU enttäuscht - vor allem in Games
AMD hat mit dem Ryzen 9 9950X3D2 sein neues Desktop-Flaggschiff auf den Markt gebracht. Doch in ersten Tests kann die Leistung der CPU den hohen Preis kaum rechtfertigen. Vor allem Spieler sollten sich den Kauf der neuen CPU gut überlegen.
Technisch gesehen platziert AMD bei dem Modell ein zweites 3D-V-Cache-Chiplet direkt unter dem zweiten Core Complex Die. Dadurch stehen dem System insgesamt 64 Megabyte mehr L3-Cache zur Verfügung als beim Standardmodell. Gleichzeitig steigt die maximale Leistungsaufnahme von 200 auf 270 Watt. Diesen deutlichen Mehrverbrauch kann die CPU aber nur selten in echte zusätzliche Leistung umwandeln.
Die grundlegende Idee des 3D-V-Cache besteht darin, Speicherbausteine vertikal auf dem Prozessor zu stapeln. Das verkürzt die Wege für Datenpakete erheblich und reduziert Latenzen. Spiele profitieren grundsätzlich enorm von dem schnellen Zugriff, reagieren auf den Ausbau des zweiten Clusters jedoch kaum. Das liegt daran, dass heutige Game-Engines selten mehr als acht Rechenkerne parallel stark auslasten. Der zweite mit Cache ausgestattete Cluster liegt beim Spielen somit oft brach.
Der enorme Preisaufschlag steht jedoch für die meisten Anwender vermutlich in keinem gesunden Verhältnis zum gebotenen Mehrwert. Der neue Ryzen 9 9950X3D2 bietet insgesamt zwar eine leicht verbesserte Leistung bei Multi-Core-Anwendungen, kostet jedoch momentan über 200 Euro mehr als sein kleiner Bruder und beinahe das Doppelte eines Ryzen 7 9800X3D. Zudem zeigen sich im Durchschnitt keine messbaren Verbesserungen bei Videospielen, während der Stromverbrauch durch die gestiegene Leistungsaufnahme spürbar höher ausfällt.
Habt ihr euch mehr von AMDs neuem Flaggschiff erhofft? Welcher Prozessor arbeitet in eurem PC und seid ihr mit der Leistung zufrieden? Teilt eure Gedanken zu dem Thema gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Erste CPU mit doppeltem Cache
AMD bietet ab sofort den Ryzen 9 9950X3D2 für Endverbraucher an. Mit einem Preis von 920 Euro positioniert sich das Modell als Spitzenprodukt auf dem Desktop-Markt. Das Besondere an der CPU ist der duale 3D-V-Cache. Die Technologie verspricht in der Theorie durch zusätzlichen Zwischenspeicher mehr Leistung. Erste unabhängige Tests nach der Veröffentlichung zeichnen jetzt aber ein eher ernüchterndes Bild.Technisch gesehen platziert AMD bei dem Modell ein zweites 3D-V-Cache-Chiplet direkt unter dem zweiten Core Complex Die. Dadurch stehen dem System insgesamt 64 Megabyte mehr L3-Cache zur Verfügung als beim Standardmodell. Gleichzeitig steigt die maximale Leistungsaufnahme von 200 auf 270 Watt. Diesen deutlichen Mehrverbrauch kann die CPU aber nur selten in echte zusätzliche Leistung umwandeln.
Ryzen 9 9950X3D2: AMD zeigt neue Top-CPU mit doppeltem 3D V-Cache
Schwache Ergebnisse beim Gaming
Besonders für Videospieler lohnt sich die hohe Investition kaum. Wie Wccftech aus unterschiedlichen Tests anderer Portale resümiert, verzeichnet der teure Prozessor in Spielen bei einer Auflösung in Full HD keinen messbaren Leistungssprung. Selbst in Kombination mit aktuellen High-End-Grafikkarten ordnet sich die CPU lediglich auf dem Niveau deutlich günstigerer Modelle wie dem Ryzen 7 9800X3D oder dem Ryzen 7 9850X3D ein.Die grundlegende Idee des 3D-V-Cache besteht darin, Speicherbausteine vertikal auf dem Prozessor zu stapeln. Das verkürzt die Wege für Datenpakete erheblich und reduziert Latenzen. Spiele profitieren grundsätzlich enorm von dem schnellen Zugriff, reagieren auf den Ausbau des zweiten Clusters jedoch kaum. Das liegt daran, dass heutige Game-Engines selten mehr als acht Rechenkerne parallel stark auslasten. Der zweite mit Cache ausgestattete Cluster liegt beim Spielen somit oft brach.
Kaum Vorteile bei der Arbeit
Auch abseits von Spielen bleibt der erhoffte Schub aus. Bei produktiven Arbeitsabläufen wie dem Rendern von Videos messen Tester einen Zuwachs von lediglich knapp vier Prozent gegenüber dem Ryzen 9 9950X3D. Für Entwickler mit spezifischen Anforderungen mag das ein kleiner Vorteil sein, der bei Dauerlast Arbeitszeit spart.Der enorme Preisaufschlag steht jedoch für die meisten Anwender vermutlich in keinem gesunden Verhältnis zum gebotenen Mehrwert. Der neue Ryzen 9 9950X3D2 bietet insgesamt zwar eine leicht verbesserte Leistung bei Multi-Core-Anwendungen, kostet jedoch momentan über 200 Euro mehr als sein kleiner Bruder und beinahe das Doppelte eines Ryzen 7 9800X3D. Zudem zeigen sich im Durchschnitt keine messbaren Verbesserungen bei Videospielen, während der Stromverbrauch durch die gestiegene Leistungsaufnahme spürbar höher ausfällt.
Habt ihr euch mehr von AMDs neuem Flaggschiff erhofft? Welcher Prozessor arbeitet in eurem PC und seid ihr mit der Leistung zufrieden? Teilt eure Gedanken zu dem Thema gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- AMD startet den Ryzen 9 9950X3D2 für 920 Euro als Desktop-Spitzenmodell
- Dualer 3D-V-Cache bringt 64 MB extra L3-Cache, braucht aber bis zu 270 Watt
- In Full HD zeigen Tests in Spielen keinen Vorsprung gegenüber billigeren CPUs
- Ryzen 7 9800X3D und 9850X3D liefern ähnlich hohe Gaming-Leistung
- Game-Engines lasten meist nur bis zu acht Kerne stark aus, Cluster zwei ruht
- Bei Rendering-Aufgaben verbucht die neue CPU einen kleinen Vorsprung
- Der 9950X3D lohnt sich nur in bestimmten Produktivitäts-Szenarien
Siehe auch:
- AMD Ryzen 9 9950X3D2: Benchmarks noch vor Release aufgetaucht
- AMD stellt neuen Ryzen 9 9950X3D2 vor - 208 MB Cache, 200 Watt TDP
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