Nach toten 9800X3D-CPUs: Auch Ryzen 7 9850X3D stirbt auf Asus-Board

Kaum ist mit dem Ryzen 7 9850X3D AMDs neues Gaming-Flaggschiff auf dem Markt, gibt es einen ersten Bericht über einen Hardware-Ausfall. Die Probleme treten erneut auf einem Asus-Mainboard auf, auf dem zuvor bereits ein 9800X3D starb.
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9850X3D folgt auf 9800X3D

Die AM5-Plattform kommt in Kombination mit bestimmten Mainboards offenbar nicht zur Ruhe. Nachdem sich die Berichte über tote Ryzen-Prozessoren auf Mainboards von Asus und ASRock gehäuft hatten, trifft es nun allem Anschein nach auch das neueste Topmodell. So meldet ein Nutzer aus Australien, dass sein brandneuer AMD Ryzen 7 9850X3D nach weniger als drei Wochen im Betrieb massive Instabilitäten aufweist und faktisch unbrauchbar geworden ist.

Der Vorfall ereignete sich erneut auf einem Asus TUF X870P WIFI Mainboard. Das ist dieselbe Platine, auf der dem Nutzer eigenen Angaben zufolge kurz zuvor bereits ein Ryzen 7 9800X3D ausgefallen war. Das Fehlerbild deutet dabei auf eine schleichende Beschädigung hin. Der Anwender schildert, dass das System initial etwa eine Woche lang stabil lief. Anschließend begannen sporadische "Freezes" und der Rechner hing sich bereits beim Boot-Vorgang oder im Leerlauf auf.


Umfangreiche Tests mit dem Diagnose-Tool OCCT zeigten keine Fehler beim verwendeten Arbeitsspeicher vom Typ G.Skill Trident Z5 Neo mit 6000 MT/s. Allerdings stürzte das System bei AVX2-Last ab und produzierte fortlaufend WHEA-Fehler. Diese Meldungen der Windows Hardware Error Architecture weisen oft auf fundamentale Hardware-Instabilitäten hin, die durch eine physikalische Degradierung der CPU-Kerne oder des Infinity Fabric verursacht werden können.

Verdacht auf falsche Spannungen im BIOS

Wie der betroffene Nutzer "UniverseWillDecide" auf Reddit ausführte, liegt der Verdacht nahe, dass das BIOS des Mainboards inkorrekte Spannungen anlegt und so die empfindlichen X3D-Chips beschädigt. Der Nutzer betont, dass er keinerlei manuelles Overclocking betrieben habe und lediglich EXPO-Profile testweise an- und abgeschaltet habe, um die Fehlerquelle zu isolieren. Trotz hochwertiger Kühlung durch eine Arctic Liquid Freezer III 360 mm AIO und einer stabilen Stromversorgung durch ein Corsair RM1000x-Netzteil, verschlimmerte sich der Zustand beider CPUs rapide. Das lässt vermuten, dass das Board die Spezifikationen womöglich eigenmächtig überschreitet.

Der Ryzen 7 9850X3D gilt momentan mit als AMDs schnellster Gaming-Prozessor und unterscheidet sich vom 9800X3D primär durch optimierte Taktraten. Technisch sind die Chips fast identisch, was die Befürchtung nährt, dass beide Modelle ähnliche Anfälligkeiten besitzen. Besonders die Modelle mit gestapeltem 3D-V-Cache reagieren extrem sensibel auf zu hohe Spannungen, da der Cache die Wärmeabfuhr erschwert und die elektrische Toleranz senkt. Anders als bei früheren "Burnout"-Skandalen der 7000er-Serie waren diesmal keine äußerlichen physischen Schäden an der CPU oder dem Sockel sichtbar. Das Fehlerbild spricht vielmehr für eine interne Elektromigration oder Schäden an den Transistoren durch dauerhaft leicht erhöhte VCore- oder VSOC-Werte.

Parallelen zu früheren Hardware-Defekten

Der Nutzer hat mittlerweile Konsequenzen gezogen und plant den Wechsel auf ein Mainboard des Herstellers MSI, da das Vertrauen in die Qualitätskontrolle des aktuellen Boards erschüttert sei. Obwohl es sich momentan nur um einen Einzelfall handelt, weckt der Bericht Erinnerungen an die Anfangszeit von AM5, als aggressive BIOS-Einstellungen einige CPUs zerstörten.

Für Nutzer, die ähnliche High-End-Konfigurationen betreuen, etwa in Kombination mit einer leistungsstarken Asus TUF RTX 5090, gilt daher erhöhte Vorsicht. Es ist ratsam, die automatisch angelegten Spannungswerte im BIOS zu überwachen und gegebenenfalls manuell zu limitieren, bis geklärt ist, ob ein systematisches Problem mit bestimmten BIOS-Versionen vorliegt.

Nutzt ihr aktuell AM5-Mainboards von Asus und habt ähnliche Instabilitäten bemerkt oder läuft bei euch alles stabil? Schreibt uns eure Erfahrungen mit der Ryzen-9000-Serie gerne unten in die Kommentare!

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Zusammenfassung
  • Neuer AMD Ryzen 7 9850X3D zeigt massive Instabilitäten nach 3 Wochen
  • Problem trat auf Asus TUF X870P WIFI auf, wo bereits ein 9800X3D starb
  • Fehlerbild legt schleichende Beschädigung nahe
  • Vermutung: BIOS legt inkorrekte Spannungswerte an und beschädigt CPUs
  • X3D-Modelle reagieren besonders empfindlich auf erhöhte Spannungswerte
  • Betroffener plant Wechsel zu MSI-Mainboard nach Vertrauensverlust
  • Nutzer sollten BIOS-Spannungswerte überwachen und ggf. manuell begrenzen

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