Amazon steigt ins höchst lukrative Geschäft mit Abnehmspritzen ein
Der amerikanische Handelsriese Amazon weitet sein Gesundheitsangebot aus und steigt in den Markt für Abnehmmedikamente ein. Ein neues Programm soll ärztliche Betreuung, Rezeptvergabe und die Medikamentenlieferung direkt aus einer Hand bieten.
Patienten erhalten über den Dienst Zugang zu bekannten Medikamenten von Novo Nordisk und Eli Lilly. Neben den Spritzen sind auch neuere orale Präparate in Tablettenform verfügbar. Die Preise beginnen mit einer entsprechenden amerikanischen Krankenversicherung bei 25 Dollar (etwa 21 Euro) pro Monat. Selbstzahler müssen für Tabletten mindestens 149 Dollar (etwa 126 Euro) und für Injektionen ab 299 Dollar (etwa 254 Euro) monatlich einplanen.
Wie das Unternehmen in einer Amazon-Mitteilung erklärt, betrachtet der Konzern Fettleibigkeit als chronische Krankheit, die eine kontinuierliche medizinische Überwachung erfordert. GLP-1 steht für Glucagon-like Peptide-1, ein Hormon, das Sättigung signalisiert und den Blutzucker reguliert. Die Medikamente ahmen das Hormon nach und helfen so bei der Gewichtsreduktion. Ein Vorteil des neuen Programms sei die transparente Preisgestaltung für die Patienten, so Amazon.
Der Konzern nutzt für das neue Angebot seine bestehende Logistikinfrastruktur, um eine schnelle Zustellung der kühlpflichtigen Präparate zu gewährleisten. Die Integration in das System von Amazon Pharmacy ermöglicht es den Nutzern, den Status ihrer Bestellungen jederzeit in der App zu verfolgen. Das Angebot richtet sich nicht nur an bestehende Patienten von Amazon One Medical.
Auch externe Kunden können den Service für Rezeptverlängerungen nutzen. Das System umfasst drei wesentliche Kernfunktionen:
Experten verweisen darauf, dass die langfristige Verfügbarkeit der Präparate eine Herausforderung bleiben könnte. Die Hersteller Novo Nordisk und Eli Lilly kämpfen seit Monaten mit Lieferengpässen aufgrund der hohen globalen Nachfrage. Amazon begegnet dem mit einer speziellen Bestandsverwaltung für seine Apothekenkunden. Der Dienst informiert Patienten automatisch, sobald ihr verordnetes Mittel wieder vorrätig ist.
Würdet ihr für medizinische Behandlungen und Medikamente auf einen Technologiekonzern vertrauen? Teilt eure Gedanken zu dieser Entwicklung gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Konzept für Abnehmmedikamente
Amazon hat in den Vereinigten Staaten ein umfassendes Programm für das Gewichtsmanagement gestartet. Das Angebot kombiniert die hausärztliche Versorgung durch Amazon One Medical mit den Lieferdiensten der hauseigenen Apotheke. Ziel des Unternehmens ist es, den Zugang zu stark nachgefragten GLP-1-Präparaten zu vereinfachen. Das System soll die oft fragmentierte Behandlung von Fettleibigkeit durch eine zentrale Plattform ersetzen.Patienten erhalten über den Dienst Zugang zu bekannten Medikamenten von Novo Nordisk und Eli Lilly. Neben den Spritzen sind auch neuere orale Präparate in Tablettenform verfügbar. Die Preise beginnen mit einer entsprechenden amerikanischen Krankenversicherung bei 25 Dollar (etwa 21 Euro) pro Monat. Selbstzahler müssen für Tabletten mindestens 149 Dollar (etwa 126 Euro) und für Injektionen ab 299 Dollar (etwa 254 Euro) monatlich einplanen.
Wie das Unternehmen in einer Amazon-Mitteilung erklärt, betrachtet der Konzern Fettleibigkeit als chronische Krankheit, die eine kontinuierliche medizinische Überwachung erfordert. GLP-1 steht für Glucagon-like Peptide-1, ein Hormon, das Sättigung signalisiert und den Blutzucker reguliert. Die Medikamente ahmen das Hormon nach und helfen so bei der Gewichtsreduktion. Ein Vorteil des neuen Programms sei die transparente Preisgestaltung für die Patienten, so Amazon.
Der Konzern nutzt für das neue Angebot seine bestehende Logistikinfrastruktur, um eine schnelle Zustellung der kühlpflichtigen Präparate zu gewährleisten. Die Integration in das System von Amazon Pharmacy ermöglicht es den Nutzern, den Status ihrer Bestellungen jederzeit in der App zu verfolgen. Das Angebot richtet sich nicht nur an bestehende Patienten von Amazon One Medical.
Auch externe Kunden können den Service für Rezeptverlängerungen nutzen. Das System umfasst drei wesentliche Kernfunktionen:
- Virtuelle und persönliche Arztbesuche
- Integrierte Überwachung von Herz-Kreislauf-Werten
- Lieferung am selben Tag in rund 3000 US-Städten
Auswirkungen auf den Markt
Die Ankündigung zeigte direkte Reaktionen an der Börse. Aktienkurse von konkurrierenden Anbietern wie Hims & Hers oder Weight Watchers gaben nach. Während Befürworter die Bündelung von Arzt und Apotheke loben, gibt es auch Einschränkungen. Das Angebot ist derzeit auf den US-Markt beschränkt. Zudem bleiben die Kosten für Patienten ohne entsprechende Versicherungspolice vergleichsweise hoch.Experten verweisen darauf, dass die langfristige Verfügbarkeit der Präparate eine Herausforderung bleiben könnte. Die Hersteller Novo Nordisk und Eli Lilly kämpfen seit Monaten mit Lieferengpässen aufgrund der hohen globalen Nachfrage. Amazon begegnet dem mit einer speziellen Bestandsverwaltung für seine Apothekenkunden. Der Dienst informiert Patienten automatisch, sobald ihr verordnetes Mittel wieder vorrätig ist.
Würdet ihr für medizinische Behandlungen und Medikamente auf einen Technologiekonzern vertrauen? Teilt eure Gedanken zu dieser Entwicklung gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Amazon startet in den USA ein Programm für das Gewichtsmanagement
- Der Konzern vereint hausärztliche Betreuung mit dem eigenen Versand
- Nutzer erhalten Zugang zu Präparaten von Novo Nordisk und Eli Lilly
- Die monatlichen Preise für Versicherte beginnen bei 25 US-Dollar (etwa 21 Euro)
- Eine spezielle Bestandsverwaltung soll Lieferengpässe überbrücken
- Aktienkurse konkurrierender Anbieter gaben nach der Bekanntgabe nach
- Arzneien werden in rund 3000 US-Städten noch am selben Tag zugestellt
Siehe auch:
- Amazon bietet Arzneimittel-Flatrate: Generika-Abo für fünf Dollar startet
- Amazon Halo: App vermisst Körper in 3D, Armband trackt die Fitness
- Amazon Gesundheits-Aktion: 20 Prozent auf Fitnesstracker & Co.
- Aufspaltung als Option: Amazon wird den Kartellbehörden zu groß
- Bilanzen bringen Börse in Fahrt: Microsoft bald wertvoller als Amazon?
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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