Ryzen 9 9950X3D2: Amazon-Vorverkaufspreis lässt Schlimmes erahnen

Am 22. April startet der Verkauf des neuen High-End-Prozessors von AMD. Amazon nahm nun bereits Vorbestellungen entgegen, verlangte jedoch einen Preis weit über der offiziellen Empfehlung des Herstellers. Dennoch griffen womöglich erste Käufer zu.
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AMD

Früher Verkaufsstart mit Aufpreis

Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 startet am 22. April offiziell in den Handel. Nachdem bereits Benchmarks durchgesickert waren, tauchte nun auch ein erstes Angebot für das neue Desktop-Flaggschiff beim Online-Versandhändler Amazon auf. Anstatt den vom Hersteller kommunizierten und bereits stolzen Preis von 899 US-Dollar (etwa 827 Euro) rief die Plattform noch einmal 100 Dollar (etwa 92 Euro) mehr für die CPU auf.

Mittlerweile hat Amazon die Möglichkeit zur Vorbestellung wieder deaktiviert und den Status auf "derzeit nicht verfügbar" gesetzt. Das könnte bedeuten, dass etliche Kunden den Vorbesteller-Button trotz des erhöhten Preises genutzt haben. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Amazon den Vorverkauf versehentlich gestartet und nun wieder gestoppt hat.

Ryzen 9 9950X3D2: AMD zeigt neue Top-CPU mit doppeltem 3D V-Cache

So oder so dürfte der Vorfall jedoch einen Vorgeschmack auf die Preise geben, die Kunden für den Prozessor tatsächlich zahlen müssen. Die CPU könnte demnach die 1.000-Dollar-Marke (etwa 920 Euro) knacken. Da die Preise in den USA in der Regel deutlich günstiger sind als hierzulande, dürfte auch für deutsche Kunden ein vierstelliger Betrag fällig werden.

Technik für Enthusiasten

Wie Wccftech berichtet, positioniert AMD das Modell als reines Nischenprodukt für Enthusiasten. Da das Unternehmen in dem speziellen Leistungsbereich derzeit kaum Konkurrenz fürchten muss, können die Preise entsprechend frei diktiert werden. Der Prozessor richtet sich vor allem an Anwender, die maximale Leistung für komplexe Berechnungen benötigen.

Der Ryzen 9 9950X3D2 ist dabei der erste Prozessor für Endkunden, der auf beiden Chiplets mit zusätzlichem 3D-V-Cache ausgestattet ist. Die Technologie wurde entwickelt, um den Datenzugriff zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher zu beschleunigen. Das Modell bietet 16 Zen-5-Kerne mit 32 Threads, einen Basistakt von 4,3 Gigahertz und einen Boost bis 5,6 Gigahertz. Insgesamt sind 192 Megabyte L3-Cache integriert.

Höhere Leistung, höherer Verbrauch

Bisherige Prozessoren der Serie nutzten den schnellen Speicherbaustein nur auf einem der beiden Chiplets. Das machte eine Zuweisung von Programmen über das Betriebssystem erforderlich. Ein großer Vorteil der neuen Architektur ist, dass dieser Schritt nun überflüssig wird. Ein Nachteil ist neben den hohen Anschaffungskosten jedoch der Stromverbrauch und die dadurch entstehende Abwärme. Die Standard-Leistungsaufnahme liegt bei 200 Watt. Das reguläre Modell ohne doppelten Cache kommt hingegen mit 170 Watt aus.

Für reine Videospieler lohnt sich die hohe Investition in der Regel aber wohl kaum. Günstigere Modelle aus der gleichen Ryzen-Prozessorfamilie stellen hier oft deutlich bessere Optionen dar. Wer jedoch maximale Leistung bei der Nutzung professioneller Software sucht, findet eine leistungsstarke Option zu einem vermutlich enormen Preis.

Werdet ihr euch den neuen Prozessor trotz des hohen Preises zulegen oder wartet ihr auf günstigere Alternativen? Teilt eure Meinung gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Verkauf des Ryzen 9 9950X3D2 startet offiziell am 22. April
  • Amazon bot Vorbestellungen kurzzeitig an, jedoch rund 100 Dollar (etwa 92 Euro) über UVP
  • Der Vorverkauf wurde gestoppt, Status steht auf 'derzeit nicht verfügbar'
  • Vorfall gibt Vorgeschmack auf mögliche Ladenpreise zum Marktstart
  • Neu sind 16 Zen-5-Kerne, 32 Threads und 192 Megabyte L3-Cache insgesamt
  • Doppelter 3D-V-Cache steigert Leistung, erhöht Verbrauch aber auf 200 Watt

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