Pete Hines: Bethesda ist unter Microsoft "beschädigt und misshandelt"
Der ehemalige Bethesda-Manager Pete Hines erhebt nach seinem Ausstieg schwere Vorwürfe gegen Microsoft. Er kritisiert eine toxische Firmenkultur und gebrochene Versprechen nach der Übernahme. Die Belastung zwang ihn letztlich zur Kündigung.
Nach der Übernahme des Mutterkonzerns ZeniMax im Jahr 2021 für 7,5 Milliarden Dollar (etwa 6,4 Milliarden Euro) hoffte Hines zunächst auf eine positive Zusammenarbeit. Er fühlte sich jedoch zunehmend machtlos, die Mitarbeiter und die effizienten Strukturen des Entwicklers zu schützen. Die Situation habe seine mentale Gesundheit stark belastet, da das Studio vor seinen Augen zerbrochen sei.
Zusagen seien oft direkt nach Besprechungen vergessen worden, was im starken Kontrast zur bisherigen Arbeitsweise bei Bethesda gestanden habe. Ein zentraler Kritikpunkt war die Strategie der Exklusivtitel, die auch während eines Gerichtsverfahrens der US-Wettbewerbsbehörde FTC thematisiert wurde. Während Microsoft hauseigene Spiele wie Call of Duty auf mehreren Plattformen beließ, wurden Bethesda-Titel zunächst strikt auf die Konsole Xbox beschränkt.
Obwohl Hines die fehlende Aufrichtigkeit des neuen Eigentümers kritisiert, räumte er ein, dass auch Bethesda in der Vergangenheit nicht immer alle Versprechen einhalten konnte. Dennoch sei stets die Absicht vorhanden gewesen, authentisch zu handeln. Für Microsoft stellen die offenen Worte eines Branchenveteranen eine öffentliche Kritik dar, die gleichzeitig einen Blick auf die internen Abläufe nach großen Übernahmen in der IT-Branche ermöglicht.
Was meint ihr zu den Aussagen des Ex-Managers? Könnt ihr die Kritik an der Unternehmenskultur nachvollziehen? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
Abrechnung mit Microsoft
Pete Hines, als ehemaliger Leiter für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit einst ein wichtiges Aushängeschild von Bethesda, hat in einem aktuellen Interview schwere Vorwürfe gegen Microsoft erhoben. Der Manager verließ das Studio im Jahr 2023 kurz nach der Veröffentlichung des Rollenspiels Starfield. Als Grund nannte er nun die aus seiner Sicht schädliche Unternehmenskultur des neuen Mutterkonzerns, die ihn letztlich zum Rücktritt bewog.Nach der Übernahme des Mutterkonzerns ZeniMax im Jahr 2021 für 7,5 Milliarden Dollar (etwa 6,4 Milliarden Euro) hoffte Hines zunächst auf eine positive Zusammenarbeit. Er fühlte sich jedoch zunehmend machtlos, die Mitarbeiter und die effizienten Strukturen des Entwicklers zu schützen. Die Situation habe seine mentale Gesundheit stark belastet, da das Studio vor seinen Augen zerbrochen sei.
Als ich es nicht beschützen konnte und sah, wie es beschädigt und zerbrochen wurde und, offen gesagt, misshandelt, missbraucht - wie auch immer man es nennen mag -, sagte ich mir: Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie das direkt vor meinen Augen geschieht
Fehlende Authentizität
Wie Kotaku unter Berufung auf ein Interview mit Firezide Chat schreibt, bezeichnete Hines das Verhalten der neuen Führungsebene als wenig aufrichtig. Er habe zusehen müssen, wie das Studio beschädigt und schlecht behandelt worden sei. Die Übernahme brachte laut Hines erhebliche Nachteile mit sich. Er beklagte den Verlust der Unabhängigkeit bei der Plattformwahl, eine mangelnde Verbindlichkeit bei internen Absprachen sowie das wachsende Gefühl der Machtlosigkeit beim Schutz der eigenen Belegschaft.Zusagen seien oft direkt nach Besprechungen vergessen worden, was im starken Kontrast zur bisherigen Arbeitsweise bei Bethesda gestanden habe. Ein zentraler Kritikpunkt war die Strategie der Exklusivtitel, die auch während eines Gerichtsverfahrens der US-Wettbewerbsbehörde FTC thematisiert wurde. Während Microsoft hauseigene Spiele wie Call of Duty auf mehreren Plattformen beließ, wurden Bethesda-Titel zunächst strikt auf die Konsole Xbox beschränkt.
Unterstützung durch Kollegen
Hines betonte, dass er das Unternehmen eigentlich nicht verlassen wollte, da er die dortige Belegschaft sehr schätzte. Lediglich die Unterstützung durch Todd Howard, den leitenden Entwickler bei Bethesda, habe ihm geholfen, die mehrfachen Verschiebungen von Starfield durchzustehen. Howard war der einzige Kollege und Freund, der von den Rücktrittsplänen wusste.Obwohl Hines die fehlende Aufrichtigkeit des neuen Eigentümers kritisiert, räumte er ein, dass auch Bethesda in der Vergangenheit nicht immer alle Versprechen einhalten konnte. Dennoch sei stets die Absicht vorhanden gewesen, authentisch zu handeln. Für Microsoft stellen die offenen Worte eines Branchenveteranen eine öffentliche Kritik dar, die gleichzeitig einen Blick auf die internen Abläufe nach großen Übernahmen in der IT-Branche ermöglicht.
Was meint ihr zu den Aussagen des Ex-Managers? Könnt ihr die Kritik an der Unternehmenskultur nachvollziehen? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Pete Hines verließ Bethesda wegen der schädlichen Kultur bei Microsoft
- Der ZeniMax-Konzern wurde im Jahr 2021 für 7,5 Milliarden Dollar gekauft
- Interne Absprachen wurden laut Hines vom neuen Management oft missachtet
- Die Exklusivität von Bethesda-Spielen stand im Fokus der öffentlichen Kritik
- Todd Howard unterstützte Hines während der schwierigen Phase vor dem Abgang
- Hines sah seine psychische Gesundheit durch die Situation stark belastet
Siehe auch:
- Microsoft Gaming: Milliarden-Deals statt Xbox-Ende
- Microsoft übernimmt Bethesda & Co inkl. Doom, Quake, Elder Scrolls
- Microsoft: Einige Bethesda-Titel gibt es künftig nur für Xbox und PC
- Bethesda will PlayStation-Fans beruhigen - und scheitert wieder kläglich
- Microsoft: SEC gibt grünes Licht für ZeniMax-Übernahme
Thema:
Videos zum Thema Starfield
- Starfield: Die PS5-Version und ein Mega-Update erscheinen im April
- Starfield-Update: Neues Fahrzeug und Release von Shattered Space
- Starfield: Trailer zu Shattered Space & den Highlights im Juni-Update
- Spiele, Hardware & Shows: Ein Rückblick auf die Gamescom 2023
- Starfield: Atmosphärischer Live-Action-Trailer zum Weltraumepos
Starfield (PC) im Preisvergleich
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- The Witcher: CD Projekt plant angeblich neues Multiplayer-Spiel
- Forscher bauen aus alten Handys erstaunlich leistungsstarke Server
- Xbox-Exodus: Chef von Microsofts Spielestudios geht
- Galaxy A27: Samsung leakt sein neues Jedermann-Smartphone selbst
- Spiele als Dauerwerbesendung: EA plant Reklame 'direkt im Gameplay'
- Nutzen umstritten, UK bannt dennoch Social Media für Unter-16-Jährige
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen