Bitcoin ist anfälliger für Quantencomputer als bisher erwartet
Die Gefahr durch Quantencomputer für Kryptowährungen wie Bitcoin könnte größer sein als bislang angenommen. Es ist wohl deutlich weniger Rechenleistung nötig, um die Sicherheitsmechanismen von Bitcoin zu überwinden, als bisher vermutet wurde.
Quantencomputer unterscheiden sich grundlegend von klassischen Rechnern, da sie mit Qubits arbeiten und bestimmte Berechnungen erheblich schneller durchführen können. Dazu gehört auch das Knacken von Verschlüsselungen, die derzeit zum Schutz von Krypto-Wallets eingesetzt werden.
Besonders heikel ist laut Google die Möglichkeit eines Angriffs in Echtzeit. Wenn eine Bitcoin-Transaktion gesendet wird, wird kurzfristig ein öffentlicher Schlüssel sichtbar. Ein ausreichend schneller Quantencomputer könnte daraus den privaten Schlüssel berechnen und die Transaktion umleiten. Nach dem Modell der Forscher könnte ein solcher Angriff innerhalb von etwa neun Minuten abgeschlossen sein. Bei einer üblichen Bestätigungszeit für Transaktionen von rund zehn Minuten würde das eine Erfolgswahrscheinlichkeit von etwa 41 Prozent bedeuten.
Auch ein technisches Update von Bitcoin aus dem Jahr 2021 rückt in den Fokus: Taproot. Die Verbesserung sollte Transaktionen effizienter und privater machen, führt aber gleichzeitig dazu, dass öffentliche Schlüssel standardmäßig sichtbar sind. Das könnte die Zahl potenziell angreifbarer Wallets erhöhen.
Trotz der alarmierenden Ergebnisse betonen die Forscher, dass Quantencomputer noch nicht unmittelbar vor dem Durchbruch stehen. Dennoch deuten die neuen Erkenntnisse darauf hin, dass die Zeitspanne bis zu einer realen Bedrohung kürzer sein könnte als bislang angenommen und dass sich Investoren und Entwickler frühzeitig mit möglichen Gegenmaßnahmen befassen sollten. Bereits vor einiger Zeit hatten chinesische Forscher erste Quantencomputer-Attacken auf kryptografische Algorithmen demonstriert.
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Krypto leichter knackbar
Zu diesem Ergebnis kommt das Quantum-AI-Team Googles in einer aktuellen Untersuchung. Die Forscher gehen demnach davon aus, dass bereits weniger als 500.000 physische Quantenbits (Qubits) ausreichen könnten, um die Kryptografie hinter Bitcoin und Ethereum zu knacken. Frühere Schätzungen lagen oft im Millionenbereich. Diese Neubewertung deutet darauf hin, wie schnell reale Bedrohungen durch Quantencomputer entstehen könnten.Quantencomputer unterscheiden sich grundlegend von klassischen Rechnern, da sie mit Qubits arbeiten und bestimmte Berechnungen erheblich schneller durchführen können. Dazu gehört auch das Knacken von Verschlüsselungen, die derzeit zum Schutz von Krypto-Wallets eingesetzt werden.
Besonders heikel ist laut Google die Möglichkeit eines Angriffs in Echtzeit. Wenn eine Bitcoin-Transaktion gesendet wird, wird kurzfristig ein öffentlicher Schlüssel sichtbar. Ein ausreichend schneller Quantencomputer könnte daraus den privaten Schlüssel berechnen und die Transaktion umleiten. Nach dem Modell der Forscher könnte ein solcher Angriff innerhalb von etwa neun Minuten abgeschlossen sein. Bei einer üblichen Bestätigungszeit für Transaktionen von rund zehn Minuten würde das eine Erfolgswahrscheinlichkeit von etwa 41 Prozent bedeuten.
War Taproot ein Fehler?
Zudem schätzen die Wissenschaftler, dass bereits rund 6,9 Millionen Bitcoin, etwa ein Drittel des Gesamtbestands, in Wallets liegen, bei denen öffentliche Schlüssel offengelegt wurden. Auch das ist deutlich mehr als frühere Schätzungen.Auch ein technisches Update von Bitcoin aus dem Jahr 2021 rückt in den Fokus: Taproot. Die Verbesserung sollte Transaktionen effizienter und privater machen, führt aber gleichzeitig dazu, dass öffentliche Schlüssel standardmäßig sichtbar sind. Das könnte die Zahl potenziell angreifbarer Wallets erhöhen.
Trotz der alarmierenden Ergebnisse betonen die Forscher, dass Quantencomputer noch nicht unmittelbar vor dem Durchbruch stehen. Dennoch deuten die neuen Erkenntnisse darauf hin, dass die Zeitspanne bis zu einer realen Bedrohung kürzer sein könnte als bislang angenommen und dass sich Investoren und Entwickler frühzeitig mit möglichen Gegenmaßnahmen befassen sollten. Bereits vor einiger Zeit hatten chinesische Forscher erste Quantencomputer-Attacken auf kryptografische Algorithmen demonstriert.
Zusammenfassung
- Googles Quantum-AI-Team sieht Bitcoin anfälliger für Quantencomputer
- Bereits unter 500.000 Qubits könnten Bitcoins Kryptografie knacken
- Frühere Schätzungen lagen oft im Millionenbereich an nötigen Qubits
- Ein Echtzeitangriff könnte in etwa neun Minuten abgeschlossen sein
- Rund 6,9 Millionen Bitcoin liegen in potenziell angreifbaren Wallets
- Das Taproot-Update von 2021 macht öffentliche Schlüssel sichtbarer
- Entwickler und Investoren sollten sich frühzeitig mit Schutz befassen
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