Intoxalock-Cyberangriff:
Alkohol-Wegfahrsperren blockieren Pkws
Ein Cyberangriff auf den US-Anbieter Intoxalock legt aktuell Tausende Alkohol-Testsysteme lahm - mit der Folge, dass betroffene Autofahrer ihre Wagen trotz gültiger Fahrerlaubnis nicht mehr starten können.
Das Unternehmen verkauft Atemalkohol-Tester, die fest ins Auto eingebaut werden und vor dem Start eine Probe verlangen - ein System, das in vielen US-Bundesstaaten nach Trunkenheitsfahrten vorgeschrieben ist.
Wie TechCrunch berichtet, wurde Intoxalock am 14. März Ziel eines Angriffs, der zentrale Systeme lahmgelegt hat. Betroffen ist vor allem die vorgeschriebene Kalibrierung der Geräte, die in regelmäßigen Abständen erfolgen muss.
Kommt diese Kalibrierung nicht zustande, blockiert die Elektronik aus Sicherheitsgründen die Zündung - auch dann, wenn der Fahrer nüchtern ist. Nutzer klagen seit rund einer Woche in Foren wie Reddit darüber, dass sie ohne eigenes Zutun vor einem gesperrten Auto stehen und teils nicht mehr zur Arbeit oder zu Terminen kommen.
Auf einer Statusseite bestätigt Intoxalock die technischen Probleme und spricht von "Downtime" nach einem Cyberangriff. Um die Lage zu entschärfen, gewährt das Unternehmen den Betroffenen einen Aufschub von zehn Tagen für fällige Kalibrierungen. In manchen US-Bundesstaaten wird diese Verlängerung laut Berichten jedoch nicht akzeptiert, weil dort strengere Vorgaben gelten.
TechCrunch zitiert eine Sprecherin, der zufolge Intoxalock Teile der Infrastruktur aus Vorsicht heruntergefahren hat. Welche Art von Angriff genau vorliegt - etwa Ransomware oder eine andere Form von Erpressung - ist bislang unklar. Der Dienst wird nach Firmenangaben in 46 US-Bundesstaaten eingesetzt und betrifft rund 150.000 Fahrer pro Jahr.
Der Vorfall zeigt, wie abhängig sicherheitskritische Systeme von stabilen Online-Diensten sind: Fällt die zentrale Infrastruktur aus, stehen Betroffene im wahrsten Sinne des Wortes still.
Ab 2026 rücken bei neuen Nutzfahrzeugen auch in der EU Interlock-Schnittstelle in den Fokus - aber es geht um eine Vorbereitung, nicht um eine generelle Alkohol-Wegfahrsperre.
Wie stehst du zu solchen vernetzten Sicherheitssystemen im Auto - sinnvolle Schutzmaßnahme oder zu hohes Risiko, wenn etwas schiefgeht? Schreib deine Meinung in die Kommentare oder antworte direkt auf diesen Beitrag.
Intoxalock gehackt
Ein Cyberangriff auf den US-Anbieter Intoxalock hat dafür gesorgt, dass zahlreiche Autofahrer ihre Fahrzeuge derzeit nicht starten können.Das Unternehmen verkauft Atemalkohol-Tester, die fest ins Auto eingebaut werden und vor dem Start eine Probe verlangen - ein System, das in vielen US-Bundesstaaten nach Trunkenheitsfahrten vorgeschrieben ist.
Wie TechCrunch berichtet, wurde Intoxalock am 14. März Ziel eines Angriffs, der zentrale Systeme lahmgelegt hat. Betroffen ist vor allem die vorgeschriebene Kalibrierung der Geräte, die in regelmäßigen Abständen erfolgen muss.
Kommt diese Kalibrierung nicht zustande, blockiert die Elektronik aus Sicherheitsgründen die Zündung - auch dann, wenn der Fahrer nüchtern ist. Nutzer klagen seit rund einer Woche in Foren wie Reddit darüber, dass sie ohne eigenes Zutun vor einem gesperrten Auto stehen und teils nicht mehr zur Arbeit oder zu Terminen kommen.
Auf einer Statusseite bestätigt Intoxalock die technischen Probleme und spricht von "Downtime" nach einem Cyberangriff. Um die Lage zu entschärfen, gewährt das Unternehmen den Betroffenen einen Aufschub von zehn Tagen für fällige Kalibrierungen. In manchen US-Bundesstaaten wird diese Verlängerung laut Berichten jedoch nicht akzeptiert, weil dort strengere Vorgaben gelten.
TechCrunch zitiert eine Sprecherin, der zufolge Intoxalock Teile der Infrastruktur aus Vorsicht heruntergefahren hat. Welche Art von Angriff genau vorliegt - etwa Ransomware oder eine andere Form von Erpressung - ist bislang unklar. Der Dienst wird nach Firmenangaben in 46 US-Bundesstaaten eingesetzt und betrifft rund 150.000 Fahrer pro Jahr.
Der Vorfall zeigt, wie abhängig sicherheitskritische Systeme von stabilen Online-Diensten sind: Fällt die zentrale Infrastruktur aus, stehen Betroffene im wahrsten Sinne des Wortes still.
Ab 2026 rücken bei neuen Nutzfahrzeugen auch in der EU Interlock-Schnittstelle in den Fokus - aber es geht um eine Vorbereitung, nicht um eine generelle Alkohol-Wegfahrsperre.
Wie stehst du zu solchen vernetzten Sicherheitssystemen im Auto - sinnvolle Schutzmaßnahme oder zu hohes Risiko, wenn etwas schiefgeht? Schreib deine Meinung in die Kommentare oder antworte direkt auf diesen Beitrag.
Zusammenfassung
- Cyberangriff auf US-Anbieter Intoxalock legt Alkohol-Testsysteme lahm
- Atemalkohol-Tester im Auto blockieren die Zündung ohne Kalibrierung
- Der Angriff erfolgte am 14. März und betrifft zentrale IT-Systeme
- Nüchterne Fahrer können ihre Fahrzeuge trotzdem nicht mehr starten
- Intoxalock gewährt zehn Tage Aufschub für fällige Kalibrierungen
- Rund 150000 Fahrer pro Jahr nutzen den Dienst in 46 Bundesstaaten
- Der Vorfall zeigt die Risiken vernetzter sicherheitskritischer Systeme
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