Eclipsa Audio: LG-TVs unterstützen Dolby-Atmos-Alternative (nicht)
LG integriert in seine TV-Modelle für 2026 den neuesten 3D-Audio-Standard der Konkurrenz. Doch während die Technik einwandfrei funktioniert, wird der offizielle Name im Menü verbannt. Der Grund: Die Marke selbst gehört dem Rivalen Samsung.
Obwohl die Technik unter der Haube arbeitet, weigert sich LG beharrlich, den Namen zu verwenden. Das führt zu einer Art technischer Schizophrenie auf den Geräten. Spielt ein Nutzer beispielsweise über YouTube ein Video ab, das mit Eclipsa Audio beworben wird, dekodieren die LG-Fernseher den 3D-Sound korrekt. Im Einstellungsmenü oder der Infoleiste des Fernsehers wird jedoch lediglich das kryptische Kürzel IAMF angezeigt.
Anders verhält es sich mit dem verbraucherfreundlichen Namen Eclipsa Audio. Das ist eine gemeinsame Marke von Google und dem LG-Konkurrenten Samsung. Um das offizielle Logo und den Namen nutzen zu dürfen, müssen Hersteller ein Zertifizierungsprogramm durchlaufen. Hierfür müsste LG seine noch unveröffentlichten Prototypen zur Zertifizierung an Samsung senden. Dass LG neueste Entwicklungen vor Marktstart dem direkten Konkurrenten übergibt, ist aus strategischer Sicht undenkbar.
Daher entschied sich das Management für den Mittelweg. Es gibt die volle technische Unterstützung des IAMF-Containers, aber einen totalen Verzicht auf das Branding Eclipsa Audio. Betroffen von dem Update sind nicht nur die neuen 2026er OLED- und Mini-LED-Modelle. Auch für vier bekannte Gerätereihen aus dem Jahr 2025 wird die Funktion per Firmware-Update nachgereicht:
Technisch basiert IAMF auf einer szenenbasierten Audiodarstellung. Sie ermöglicht es, Klangelemente im dreidimensionalen Raum zu platzieren. Die Technik senkt die Einstiegshürden für Content Creator, da für die Erstellung keine teuren Lizenzen wie bei Dolby Atmos nötig sind. Während Netflix noch zögert, setzt YouTube bereits stark auf das Format. LG-Nutzer kommen also in den Genuss des Klangs, müssen sich aber an die nüchterne Bezeichnung auf dem Display gewöhnen.
Was meint ihr zu dem Streit auf dem Rücken der Nutzerfreundlichkeit? Ist euch der Name des Formats egal, solange der Klang stimmt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
LGs Umgang mit dem neuen 3D-Audio-Format
Käufer der kommenden LG-Fernseher des Modelljahres 2026 sowie Besitzer ausgewählter Modelle aus 2025 dürfen sich auf ein akustisches Upgrade freuen. Der koreanische Hersteller implementiert nämlich eine Unterstützung für den offenen 3D-Audio-Standard IAMF. Das Format tritt als lizenzfreie Alternative zu Dolby Atmos an und verspricht räumlichen Klang, der auch Höheninformationen beinhaltet. Doch Nutzer werden vergeblich nach dem offiziellen Marketingnamen Eclipsa Audio suchen.Obwohl die Technik unter der Haube arbeitet, weigert sich LG beharrlich, den Namen zu verwenden. Das führt zu einer Art technischer Schizophrenie auf den Geräten. Spielt ein Nutzer beispielsweise über YouTube ein Video ab, das mit Eclipsa Audio beworben wird, dekodieren die LG-Fernseher den 3D-Sound korrekt. Im Einstellungsmenü oder der Infoleiste des Fernsehers wird jedoch lediglich das kryptische Kürzel IAMF angezeigt.
Open Media Audio gibt per Video eine Einführung in Eclipsa Audio
Offener Standard und geschlossene Marke
Der Hintergrund der Entscheidung liegt in der komplexen Gemengelage aus Open-Source-Technologie und Markenrechten. Wie TechRadar unter Berufung auf FlatpanelsHD berichtet, ist die zugrundeliegende Technologie IAMF ein offener Standard, der von der Alliance for Open Media verabschiedet wurde. Jeder Hersteller kann den Code lizenzfrei implementieren.Anders verhält es sich mit dem verbraucherfreundlichen Namen Eclipsa Audio. Das ist eine gemeinsame Marke von Google und dem LG-Konkurrenten Samsung. Um das offizielle Logo und den Namen nutzen zu dürfen, müssen Hersteller ein Zertifizierungsprogramm durchlaufen. Hierfür müsste LG seine noch unveröffentlichten Prototypen zur Zertifizierung an Samsung senden. Dass LG neueste Entwicklungen vor Marktstart dem direkten Konkurrenten übergibt, ist aus strategischer Sicht undenkbar.
Daher entschied sich das Management für den Mittelweg. Es gibt die volle technische Unterstützung des IAMF-Containers, aber einen totalen Verzicht auf das Branding Eclipsa Audio. Betroffen von dem Update sind nicht nur die neuen 2026er OLED- und Mini-LED-Modelle. Auch für vier bekannte Gerätereihen aus dem Jahr 2025 wird die Funktion per Firmware-Update nachgereicht:
- LG OLED G5
- LG OLED C5
- LG OLED CS5
- LG QNED9M
Technisch basiert IAMF auf einer szenenbasierten Audiodarstellung. Sie ermöglicht es, Klangelemente im dreidimensionalen Raum zu platzieren. Die Technik senkt die Einstiegshürden für Content Creator, da für die Erstellung keine teuren Lizenzen wie bei Dolby Atmos nötig sind. Während Netflix noch zögert, setzt YouTube bereits stark auf das Format. LG-Nutzer kommen also in den Genuss des Klangs, müssen sich aber an die nüchterne Bezeichnung auf dem Display gewöhnen.
Was meint ihr zu dem Streit auf dem Rücken der Nutzerfreundlichkeit? Ist euch der Name des Formats egal, solange der Klang stimmt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- LG integriert den offenen 3D-Audio-Standard IAMF in seine TV-Modelle 2026
- IAMF ist eine lizenzfreie Alternative zum kostenpflichtigen Dolby Atmos
- Den Markennamen Eclipsa Audio verwendet LG aus strategischen Gründen nicht
- Eclipsa Audio ist eine gemeinsame Marke von Google und Konkurrent Samsung
- LG müsste Prototypen zur Zertifizierung an Samsung senden, was undenkbar ist
- Auch vier LG-Modellreihen aus dem Jahr 2025 erhalten IAMF per Update
- YouTube setzt bereits stark auf das Format, während Netflix noch zögert
Siehe auch:
- Ende des Stereo-Dreiecks: LG zeigt geniales Dolby-Atmos-Heimkino
- tvOS 18.5 Update ist da: Apple TV erhält besseren Dolby Atmos Sound
- 3D-Sound Eclipsa Audio: Samsung und Google greifen Dolby Atmos an
- Neues Xbox Wireless Headset: Neuauflage mit Dolby Atmos und mehr
- Mehr Geld: Apple will Musiker zu Aufnahmen in Dolby Atmos bewegen
Thema:
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