US-Militär testet wieder Railguns, erwägt sie für Trump-Klasse-Schiffe
Die Railgun der US-Navy verspricht Geschwindigkeiten von über 7000 Kilometern pro Stunde ganz ohne Schießpulver. Enorme Hürden beim Verschleiß stoppten das Projekt jedoch vor Jahren. Jetzt nimmt das Militär die Materialtests wieder auf.
Die aktuellen Tests dienen primär der Datengewinnung für das Joint Hypersonics Transition Office. Der Fokus liegt auf der Analyse von Hochgeschwindigkeitsstarts und den dabei auftretenden physikalischen Belastungen. Das ursprüngliche Ziel war es, die Railgun schnell auf Kriegsschiffen zu stationieren. Das Vorhaben wurde jedoch vor einigen Jahren wegen technischer Hürden pausiert. Dennoch behält die Technologie eine hohe strategische Relevanz für zukünftige Abwehrsysteme und den Bereich des Hyperschallflugs.
Wie Defense Blog berichtet, fanden die dreitägigen Versuche in enger Zusammenarbeit zwischen dem White Sands Detachment und dem Naval Surface Warfare Center Dahlgren Division aus Virginia statt. Die Dahlgren Division gilt seit Jahrzehnten als wichtiges Forschungszentrum für US-Marinewaffen. Bereits im Jahr 2005 begannen dort die ersten grundlegenden Studien zur elektromagnetischen Beschleunigung. Die nun gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die Leistung der Waffe neu zu bewerten.
Frühere Prototypen erreichten Mündungsgeschwindigkeiten von über 7000 Kilometern pro Stunde, was etwa Mach 6 entspricht. Die kinetische Energie eines solchen Einschlags ist so hoch, dass auf Sprengköpfe im Geschoss komplett verzichtet werden kann. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn das verringert das Risiko von Munitionsexplosionen an Bord von Kriegsschiffen drastisch. Zudem sind die reinen Metallprojektile deutlich günstiger und platzsparender als herkömmliche Lenkflugkörper, wodurch Schiffe wesentlich mehr Munition mitführen könnten.
Das erneute Interesse der USA ist auch im Kontext globaler Entwicklungen zu sehen: Sowohl China als auch Japan arbeiten an eigenen elektromagnetischen Startsystemen. Japan hat bereits erste Prototypen auf See getestet, während China laut Satellitenbildern spezielle Schiffe für Versuche modifiziert hat. Die Daten aus New Mexico sollen sicherstellen, dass die US-Streitkräfte den Anschluss an diese Technologie nicht verlieren, falls Materialforschungen das System verbessern - ob eines der Länder das Verschleißproblem nachhaltig lösen kann, ist aber dennoch fraglich.
Seht ihr in der Railgun eine sinnvolle Technologie für die Marine oder ist das Konzept eine Sackgasse? Diskutiert mit uns in den Kommentaren über die Zukunft der Waffensysteme!
Siehe auch:
US-Navy reaktiviert Railgun-Tests
Die United States Navy hat im Februar 2025 ihre Versuchsreihen mit elektromagnetischen Schienenkanonen, den sogenannten Railguns, wieder aufgenommen. Auf dem Testgelände der White Sands Missile Range im US-Bundesstaat New Mexico führten Ingenieure der Marine umfangreiche Feuertests durch. Das Ziel war es, neue Daten zum Verhalten von Projektilen bei extremen Geschwindigkeiten zu sammeln. Das Wiederaufleben des Programms erfolgt nach einer mehrjährigen Pause. Zuvor war die Entwicklung zugunsten anderer Waffensysteme zurückgefahren worden, man hat dieser Waffenklasse damals schlichtweg keine große Zukunft gegeben.Die aktuellen Tests dienen primär der Datengewinnung für das Joint Hypersonics Transition Office. Der Fokus liegt auf der Analyse von Hochgeschwindigkeitsstarts und den dabei auftretenden physikalischen Belastungen. Das ursprüngliche Ziel war es, die Railgun schnell auf Kriegsschiffen zu stationieren. Das Vorhaben wurde jedoch vor einigen Jahren wegen technischer Hürden pausiert. Dennoch behält die Technologie eine hohe strategische Relevanz für zukünftige Abwehrsysteme und den Bereich des Hyperschallflugs.
Wie Defense Blog berichtet, fanden die dreitägigen Versuche in enger Zusammenarbeit zwischen dem White Sands Detachment und dem Naval Surface Warfare Center Dahlgren Division aus Virginia statt. Die Dahlgren Division gilt seit Jahrzehnten als wichtiges Forschungszentrum für US-Marinewaffen. Bereits im Jahr 2005 begannen dort die ersten grundlegenden Studien zur elektromagnetischen Beschleunigung. Die nun gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die Leistung der Waffe neu zu bewerten.
Antrieb durch starke Magnetfelder
Physikalisch unterscheidet sich die Railgun grundlegend von konventioneller Artillerie. Anstatt chemische Treibladungen wie Schießpulver zu nutzen, verwendet das System gewaltige Stromstöße. Das System speichert Energie in riesigen Kondensatorbänken und entlädt sie über zwei leitfähige Schienen. Durch den enormen Stromfluss entsteht ein starkes Magnetfeld, das Lorentzkräfte generiert. Das Projektil wird dadurch auf Hyperschallgeschwindigkeit beschleunigt und verlässt sich im Ziel rein auf seine enorme kinetische Energie.Die japanische Militärbehörde ATLA zeigt, wie Railguns funktionieren
Frühere Prototypen erreichten Mündungsgeschwindigkeiten von über 7000 Kilometern pro Stunde, was etwa Mach 6 entspricht. Die kinetische Energie eines solchen Einschlags ist so hoch, dass auf Sprengköpfe im Geschoss komplett verzichtet werden kann. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn das verringert das Risiko von Munitionsexplosionen an Bord von Kriegsschiffen drastisch. Zudem sind die reinen Metallprojektile deutlich günstiger und platzsparender als herkömmliche Lenkflugkörper, wodurch Schiffe wesentlich mehr Munition mitführen könnten.
Verschleiß und globale Konkurrenz
Trotz des Konzepts kämpft die Technologie mit erheblichen Herausforderungen. Die extremen Ströme und die Reibungshitze führen zu einem schnellen Verschleiß der Leitschienen. Das schränkt die Lebensdauer des Laufs auf oft nur wenige Dutzend Schuss ein. Zudem benötigen die Systeme eine enorme Energieversorgung.Das erneute Interesse der USA ist auch im Kontext globaler Entwicklungen zu sehen: Sowohl China als auch Japan arbeiten an eigenen elektromagnetischen Startsystemen. Japan hat bereits erste Prototypen auf See getestet, während China laut Satellitenbildern spezielle Schiffe für Versuche modifiziert hat. Die Daten aus New Mexico sollen sicherstellen, dass die US-Streitkräfte den Anschluss an diese Technologie nicht verlieren, falls Materialforschungen das System verbessern - ob eines der Länder das Verschleißproblem nachhaltig lösen kann, ist aber dennoch fraglich.
Seht ihr in der Railgun eine sinnvolle Technologie für die Marine oder ist das Konzept eine Sackgasse? Diskutiert mit uns in den Kommentaren über die Zukunft der Waffensysteme!
Zusammenfassung
- Die US-Navy hat im Februar 2025 Railgun-Tests wieder aufgenommen
- Tests fanden auf der White Sands Missile Range in New Mexico statt
- Railguns nutzen Stromstöße statt Schießpulver zur Beschleunigung
- Projektile erreichen über 7000 Kilometer pro Stunde, etwa Mach 6
- Sprengköpfe sind unnötig, da die kinetische Energie ausreicht
- Extremer Verschleiß der Leitschienen begrenzt die Schusszahl stark
- Auch China und Japan arbeiten an eigenen elektromagnetischen Systemen
Siehe auch:
- Jahre nach dem US-Aus wird die Railgun-Technologie wiederbelebt
- Weltpremiere: Japan testet erfolgreich seine schiffsgestützte Railgun
- Japan testet seine Hyperschall-Railgun: Neue Bilder zeigen Prototyp
- Antwort auf Chinas Hyperschallraketen: Japan zeigt seine Railgun
- Railgun: US-Militär gibt Entwicklung der futuristischen Kanone auf
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen