MWC 2026: 1&1 konkretisiert die Pläne für das vierte Handynetz
Das vierte deutsche Mobilfunknetz wächst weiter: Auf dem Mobile World Congress hat der Netzbetreiber ambitionierte Ziele für 2026 verkündet. Bis zu 40 Prozent der Haushalte sollen bald erreicht werden - doch das hängt von einem entscheidenden Faktor ab.
Nach Unternehmensangaben ist ein wichtiger Schritt bereits geschafft. Die Migration der Bestandskunden ins eigene Netz wurde 2025 abgeschlossen. Seit November tritt 1&1 nicht mehr nur als Wiederverkäufer fremder Netze auf. Aktuell erreicht das 1&1-Netz rund 27 Prozent der deutschen Haushalte. Das ist im Übrigen schon mehr, als die Bundesnetzagentur ursprünglich als Mindestziel vorgegeben hatte.
Wie 1&1 am Rande der Messe mitteilte, will der Konzern bis Ende 2026 mindestens 35 Prozent der Haushalte in Deutschland mit dem eigenen Netz versorgen. Eine Abdeckung von bis zu 40 Prozent hält das Unternehmen für möglich, knüpft dieses Ziel aber an eine Bedingung: den Zugang zu sogenannten Low-Band-Frequenzen im Bereich von 700, 800 und 900 Megahertz.
Gut zu wissen: Überall dort, wo das eigenständige 1&1 5G-Netz (noch) nicht verfügbar ist, greift bei 1&1-Kunden das "National Roaming". Hierbei funken Kunden dann über die Antennen und Frequenzen des Partnernetzes Vodafone.
Diese langwelligen Frequenzen sind entscheidend für die Fläche. Sie reichen weiter und dringen deutlich besser durch Gebäudewände als die aktuell von 1&1 genutzten Spektren bei 2100, 2600 und 3500 Megahertz. Genau hier liegt der Streitpunkt. Nach Darstellung von 1&1 habe bislang keiner der drei etablierten Netzbetreiber Frequenzblöcke im Low-Band zur Mitnutzung oder Überlassung angeboten, und das obwohl die Bundesnetzagentur diese Möglichkeit als Bedingung ins Spiel gebracht hatte, um auf eine neue teure Frequenzauktion zu verzichten.
Nutzt ihr bereits das neue Netz von 1&1 oder seid ihr noch skeptisch gegenüber dem vierten Anbieter? Schreibt uns eure Erfahrungen zur Netzabdeckung und Geschwindigkeit gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
1&1 zeigt wo das "vierte Netz" aktuell steht
Der deutsche Mobilfunkmarkt galt lange als Dreikampf zwischen Telekom, Vodafone und Telefónica. Mit 1&1 mischt nun ein vierter Netzbetreiber mit eigener Infrastruktur mit und der nutzt den Mobile World Congress 2026 in Barcelona, um zu zeigen, wie weit der Aufbau des Netzes tatsächlich ist (via Connect).Nach Unternehmensangaben ist ein wichtiger Schritt bereits geschafft. Die Migration der Bestandskunden ins eigene Netz wurde 2025 abgeschlossen. Seit November tritt 1&1 nicht mehr nur als Wiederverkäufer fremder Netze auf. Aktuell erreicht das 1&1-Netz rund 27 Prozent der deutschen Haushalte. Das ist im Übrigen schon mehr, als die Bundesnetzagentur ursprünglich als Mindestziel vorgegeben hatte.
Ausbauziele und die Low-Band-Frage
Auf dem MWC erläuterte Michael Martin, CEO der 1&1 Mobilfunk GmbH, die technische Basis der Strategie. Das Unternehmen setzt durchgängig auf Open-RAN-Technologie, bei der Hard- und Software im Zugangsnetz entkoppelt werden. So lassen sich Komponenten verschiedener Hersteller kombinieren, was die Abhängigkeit von einzelnen Ausrüstern verringern soll. Laut Martin spannt 1&1 so mit "hunderten dezentralen Rechenzentren" eine private Cloud über Deutschland, was besonders kurze Reaktionszeiten ermöglichen soll.Wie 1&1 am Rande der Messe mitteilte, will der Konzern bis Ende 2026 mindestens 35 Prozent der Haushalte in Deutschland mit dem eigenen Netz versorgen. Eine Abdeckung von bis zu 40 Prozent hält das Unternehmen für möglich, knüpft dieses Ziel aber an eine Bedingung: den Zugang zu sogenannten Low-Band-Frequenzen im Bereich von 700, 800 und 900 Megahertz.
Gut zu wissen: Überall dort, wo das eigenständige 1&1 5G-Netz (noch) nicht verfügbar ist, greift bei 1&1-Kunden das "National Roaming". Hierbei funken Kunden dann über die Antennen und Frequenzen des Partnernetzes Vodafone.
Diese langwelligen Frequenzen sind entscheidend für die Fläche. Sie reichen weiter und dringen deutlich besser durch Gebäudewände als die aktuell von 1&1 genutzten Spektren bei 2100, 2600 und 3500 Megahertz. Genau hier liegt der Streitpunkt. Nach Darstellung von 1&1 habe bislang keiner der drei etablierten Netzbetreiber Frequenzblöcke im Low-Band zur Mitnutzung oder Überlassung angeboten, und das obwohl die Bundesnetzagentur diese Möglichkeit als Bedingung ins Spiel gebracht hatte, um auf eine neue teure Frequenzauktion zu verzichten.
Nutzt ihr bereits das neue Netz von 1&1 oder seid ihr noch skeptisch gegenüber dem vierten Anbieter? Schreibt uns eure Erfahrungen zur Netzabdeckung und Geschwindigkeit gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- 1&1 präsentierte konkrete Netzausbau-Zahlen auf dem MWC in Barcelona
- Das Netz erreicht aktuell rund 27 Prozent der deutschen Haushalte
- Bis Ende 2026 sollen mindestens 35 Prozent der Haushalte versorgt sein
- Das Unternehmen setzt konsequent auf die Open-RAN-Technologie im Netz
- Low-Band-Frequenzen sind für flächendeckende Versorgung essenziell
- Im aktuellen Netztest von connect erhielt das 1&1-Netz die Note sehr gut
- Ohne Einigung beim Low Band bleibt der ländliche Raum auf Roaming angewiesen
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