Krise der US-Cybersicherheit:
CISA soll in katastrophalem Zustand sein

Die US-Behörde CISA hat gut ein Jahr nach Trumps Rückkehr rund ein Drittel ihres Personals verloren. Ganze Abteilungen wurden geschlossen, während wichtige Programme zur Ransomware-Abwehr brachliegen. Experten fürchten nun massive Sicherheitslücken.
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CISA

Krise der US-Behörde CISA unter Trump

Die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) in den USA durchlebt derzeit stürmische Zeiten. Gut ein Jahr nach dem (zweiten) Amtsantritt von Donald Trump hat die Behörde rund ein Drittel ihres Personals verloren. Ganze Abteilungen wurden geschlossen oder in ihrer Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt. Das weckt bei Experten und in der Industrie erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit kritischer Infrastrukturen.

Die Gründe für den Niedergang sind komplex. Trump hegt seit der damals gegen Joe Biden verlorenen Wahl 2020 einen Groll gegen die Behörde, da sie damals seinen Behauptungen über Wahlbetrug widersprach. In der Folge wurde die CISA innerhalb der Regierung zuletzt stark depriorisiert. Zusätzlich wurden zahlreiche Mitarbeiter im Rahmen einer strikteren Einwanderungspolitik in andere Bereiche des Heimatschutzministeriums (DHS) versetzt, um dort administrative Aufgaben zu übernehmen.

Aktuell wird die Behörde nur kommissarisch von Madhu Gottumukkala geleitet. Ihm werden laut einem Bericht von CyberScoop fachliche Defizite und Sicherheitsverstöße vorgeworfen. So soll er bei einem Lügendetektortest durchgefallen sein und sensible Vertragsdaten auf ChatGPT hochgeladen haben. Der vom Weißen Haus nominierte permanente Direktor Sean Plankey wartet derweil noch immer auf seine Bestätigung durch den Senat.

Auswirkungen auf IT-Sicherheit

Die operativen Konsequenzen dieser internen Turbulenzen sind weitreichend. Programme zur Abwehr von Ransomware und Initiativen für sichere Softwareentwicklung leiden unter dem akuten Fachkräftemangel. Ehemalige Industriepartner, die früher eng mit der CISA kooperierten, berichten von abbrechenden Kontakten. Hilfeersuchen bleiben oft unbeantwortet, da schlicht das Personal fehlt, um die Anfragen zeitnah zu bearbeiten.

Kritiker wie der demokratische Abgeordnete Bennie Thompson warnen, dass die Nation durch den Personalmangel verwundbarer sei. Es gibt jedoch auch Verteidiger der Maßnahmen, die in der CISA Redundanzen sahen, die abgebaut werden mussten. Gottumukkala erklärte gegenüber TechCrunch, die Behörde verfolge ihre Mission weiterhin fokussiert und konzentriere sich auf den Schutz von Bundesnetzwerken.

Republikanische Politiker wie Andrew Garbarino hoffen, dass eine baldige Bestätigung von Sean Plankey die Behörde wieder auf Kurs bringt. Plankey ist kein Unbekannter: Er war früher Cyber-Missionsdirektor im Energieministerium und leitete offensive Cyberoperationen bei der Küstenwache. Bis er jedoch das Ruder übernehmen kann, bleibt die CISA in ihrer Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt.

Haltet ihr die politische Einflussnahme auf Sicherheitsbehörden für ein unterschätztes Risiko? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen. Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Die CISA hat rund ein Drittel ihres Personals seit Trumps Amtsantritt verloren
  • Ganze Abteilungen wurden geschlossen oder in ihrer Leistung eingeschränkt
  • Trump hegt seit der verlorenen Wahl 2020 einen Groll gegen die US-Behörde
  • Kommissarischer Leiter Gottumukkala steht wegen Sicherheitsverstößen in Kritik
  • Programme zur Ransomware-Abwehr leiden unter akutem Fachkräftemangel
  • Hilfeersuchen von Industriepartnern bleiben häufig ohne jede Antwort
  • Sean Plankey wartet als nominierter Direktor auf Bestätigung durch den Senat

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