Auf zum Mond: Artemis 2 absolviert ihren Betankungstest erfolgreich

Die NASA hat mit einem erfolgreichen Betankungstest der SLS-Ra­ke­te einen entscheidenden Meilenstein für die Mondmission Artemis 2 erreicht. Rund 2,76 Millionen Liter Treibstoff flossen ohne kritische Lecks, was den Weg für den Start im März 2026 ebnet.
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NASA/John Kraus

Raketentest in Florida geglückt

Am Donnerstagabend um 22:16 Uhr Ortszeit beendeten Ingenieure am Kennedy Space Center in Florida den zweiten Betankungstest der Schwerlastrakete Space Launch System, kurz SLS. Im Vorfeld der geplanten Mondmission Artemis 2 füllten die Teams das Startsystem erfolgreich mit rund 2,76 Millionen Litern flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff. Das Manöver ebnet den Weg für den geplanten Start.

Der sogenannte kryogene Demonstrationstest verlief weitgehend nach Plan. Das Verfahren dient dazu, den Fluss der Treibstoffe unter realen Bedingungen zu prüfen und mögliche Lecks in den Zuleitungen frühzeitig zu erkennen. Gerade bei der Vorgängermission Artemis 1 hatten undichte Ventile immer wieder für Verzögerungen gesorgt. Die Entwickler überwachten die Druckverhältnisse genau, um die Sicherheit der vierköpfigen Besatzung zu gewährleisten.

Wie die NASA berichtet, wurden alle primären Testziele erreicht. Zwar traten während der Befüllung kleinere Probleme an der Bodeninfrastruktur auf, diese konnten jedoch zügig behoben werden. Die Raumfahrtbehörde wertet nun die gesammelten Daten aus, um den Zeitplan für den Start im März 2026 final zu bestätigen.

Technische Hürden überwunden

Die SLS-Rakete gilt als das stärkste Trägersystem, das die US-Behörde bislang gebaut hat. Sie erzeugt beim Start rund 15 Prozent mehr Schub als die legendäre Saturn V der Apollo-Ära. Für die Mission Artemis 2 ist eine Umrundung des Mondes geplant. Die Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen werden dabei weiter ins All vordringen als jeder Mensch zuvor.


Das Programm steht aufgrund der immensen Kosten unter Beobachtung. Ein einziger Start der SLS-Rakete kostet schätzungsweise 4,1 Milliarden Dollar (etwa 3,5 Milliarden Euro). Kritiker bemängeln, dass das System nicht wiederverwendbar ist. Dennoch hält die Regierung an der Technologie fest, um langfristig eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond zu etablieren und spätere Flüge zum Mars vorzubereiten.

In den kommenden Wochen werden die Techniker die Rakete und das Orion-Raumschiff für die finale Integration vorbereiten. Sollten bei der Datenanalyse keine unerwarteten Anomalien auftreten, beginnt der Countdown für die erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren. Das Startfenster im März bietet günstige Bedingungen für die komplexe Flugbahn zum Erdtrabanten.

Freut ihr euch auf die Rückkehr der Menschheit zum Mond oder seht ihr die hohen Kosten der SLS-Rakete kritisch? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • NASA absolvierte den Betankungstest der SLS-Rakete erfolgreich
  • Rund 2,76 Millionen Liter Treibstoff flossen ohne kritische Lecks
  • Der kryogene Demonstrationstest verlief weitgehend nach dem Plan
  • Alle primären Testziele wurden laut NASA vollständig erreicht
  • Die SLS-Rakete erzeugt etwa 15 Prozent mehr Schub als die Saturn V
  • Vier Astronauten sollen den Mond umrunden und neue Rekorde setzen
  • Ein einzelner SLS-Start kostet schätzungsweise 4,1 Milliarden Dollar

Siehe auch:


Bresser National Geographic
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