Artemis-II-Crew kämpft mit Outlook und der Toilette
Am ersten Tag der zehntägigen Mondumrundung von Artemis II ist ein nicht erwartetes technisches Problem aufgetaucht. Auf einem Tablet, einem Microsoft Surface Pro, öffneten sich zwei Instanzen von Microsoft Outlook, von denen keine funktioniert.
COTS-Software (Commercial Off-The-Shelf) kommt dabei ergänzend zur strahlengeschützten Spezialhardware der Flugsteuerung zum Einsatz. Für E-Mails greift die Crew auf vertraute Betriebssysteme zurück, was die Bedienung erleichtert, zugleich aber die üblichen Fehlerrisiken mit sich bringt.
Die Flugkontrolle der NASA reagierte umgehend auf den Ausfall. Nach Medienberichten griffen IT-Fachleute per Fernzugriff auf das Gerät von Wiseman zu.
Nach etwa einer Stunde war Outlook wieder einsatzbereit. Die Software wurde im Offline-Modus gestartet, was nach Angaben der Ingenieure dem erwarteten Verhalten in einer Umgebung ohne direkte Internetverbindung entspricht.
Die Entwicklung der Anlage kostete rund 23 Millionen US-Dollar (etwa 20 Millionen Euro). Eine Warnleuchte zeigte an, dass der Urin-Absaugventilator blockiert war. Der Ventilator ist entscheidend, um Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit in Sammelbehälter zu leiten.
Die Besatzung konnte die Blockade selbst beheben und musste nicht auf bereitliegende Notfallbeutel ausweichen. Die Vorfälle verdeutlichen die Komplexität der Raumfahrt. Schon kleine Fehler können große Auswirkungen haben. Bei der unbemannten Mariner-1-Mission im Jahr 1962 führte ein Programmierfehler dazu, dass die Rakete zerstört werden musste. Der Schaden entsprach nach heutigem Wert rund 173 Millionen US-Dollar (etwa 150 Millionen Euro).
Nutzt ihr selbst Microsoft Outlook und hattet im Alltag schon ähnliche Fehler? Teilt eure Erfahrungen mit der Software gerne unten in den Kommentaren. Was meint ihr dazu?
Artemis-Programm So kehrt die Menschheit zum Mond zurück
Siehe auch:
IT-Panne auf dem Weg zum Mond
Die Mission ist der erste bemannte Flug zum Mond seit der Apollo-Ära und zeigt, dass auch bei komplexen Weltraumprojekten alltägliche Softwarefehler auftreten können. Die vier Astronauten an Bord der Orion-Kapsel nutzen für ihre täglichen Aufgaben sogenannte PCDs, handelsübliche "Personal Computing Devices" mit Standardsoftware.COTS-Software (Commercial Off-The-Shelf) kommt dabei ergänzend zur strahlengeschützten Spezialhardware der Flugsteuerung zum Einsatz. Für E-Mails greift die Crew auf vertraute Betriebssysteme zurück, was die Bedienung erleichtert, zugleich aber die üblichen Fehlerrisiken mit sich bringt.
Die Flugkontrolle der NASA reagierte umgehend auf den Ausfall. Nach Medienberichten griffen IT-Fachleute per Fernzugriff auf das Gerät von Wiseman zu.
Nach etwa einer Stunde war Outlook wieder einsatzbereit. Die Software wurde im Offline-Modus gestartet, was nach Angaben der Ingenieure dem erwarteten Verhalten in einer Umgebung ohne direkte Internetverbindung entspricht.
Probleme mit der Bordtoilette
Neben der Software bereitete auch Technik an Bord Schwierigkeiten. Missionsspezialistin Christina Koch meldete eine Störung am Universal Waste Management System, der Hightech-Toilette der Orion-Kapsel.Die Entwicklung der Anlage kostete rund 23 Millionen US-Dollar (etwa 20 Millionen Euro). Eine Warnleuchte zeigte an, dass der Urin-Absaugventilator blockiert war. Der Ventilator ist entscheidend, um Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit in Sammelbehälter zu leiten.
Die Besatzung konnte die Blockade selbst beheben und musste nicht auf bereitliegende Notfallbeutel ausweichen. Die Vorfälle verdeutlichen die Komplexität der Raumfahrt. Schon kleine Fehler können große Auswirkungen haben. Bei der unbemannten Mariner-1-Mission im Jahr 1962 führte ein Programmierfehler dazu, dass die Rakete zerstört werden musste. Der Schaden entsprach nach heutigem Wert rund 173 Millionen US-Dollar (etwa 150 Millionen Euro).
Nutzt ihr selbst Microsoft Outlook und hattet im Alltag schon ähnliche Fehler? Teilt eure Erfahrungen mit der Software gerne unten in den Kommentaren. Was meint ihr dazu?
Artemis-Programm So kehrt die Menschheit zum Mond zurück
Zusammenfassung
- Artemis II ist der erste bemannte Mondflug seit der Apollo-Ära
- Microsoft Outlook öffnete sich doppelt auf einem Surface-Tablet
- IT-Fachleute der NASA reparierten das Problem per Fernzugriff
- Handelsübliche Standardsoftware wird ergänzend im All eingesetzt
- Die Hightech-Toilette der Orion-Kapsel hatte eine Ventilatorblockade
- Entwicklungskosten des Toilettensystems lagen bei 23 Millionen US-Dollar
- Schon bei Mariner 1 im Jahr 1962 führte ein Softwarefehler zur Zerstörung
Siehe auch:
- Artemis II: NASA startet Mondmission trotz Mängeln am Hitzeschild
- Riesiges schwarzes Loch rast allein mit über 2 Mio. km/h durchs All
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