NASA: Freiwillige Amateure sollen Artemis-2-Flug zum Mond tracken

Die NASA sucht freiwillige Helfer, um die bemannte Artemis-2-Mission zum Mond zu verfolgen. Funkbegeisterte und Organisationen können sich bis zum 27. Oktober bewerben, um das Orion-Raumschiff auf seinem zehntägigen Flug zu überwachen.

Erste bemannte Mondmission seit 1972

Die erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren benötigt freiwillige Helfer, und zwar auf der Erde. Die US-Raumfahrtbehörde sucht nämlich Organisationen und Privatpersonen, die das Artemis-2-Raumschiff Orion bei seiner etwa zehntägigen Reise um den Mond verfolgen können. Die Mission soll spätestens im April 2026 starten und vier Astronauten ins All bringen. Diese stehen auch schon fest: Es sind die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen.

Artemis 2: So soll die Test-Mission zum Mond aussehen

Das Artemis-Programm markiert die Rückkehr der Menschheit zum Mond, zuletzt war das im Zuge der letzten Apollo-Mission im Jahr 1972 der Fall. Während Apollo 17 mit Eugene Cernan und Harrison Schmitt endete, soll Artemis 2 den Grundstein für eine dauerhafte Präsenz auf dem Erdtrabanten legen. Die Mission wird deshalb als entscheidender Test für die Systeme und Hardware dienen, die für die tiefe Weltraumerkundung benötigt werden.

Indem wir diese Möglichkeit der breiteren Luft- und Raumfahrtgemeinschaft anbieten, können wir verfügbare Tracking-Möglichkeiten außerhalb der Regierung identifizieren. Diese Daten werden uns beim Übergang zu einem kommerziellen Ansatz helfen und letztlich die Infrastruktur stärken, die wir zur Unterstützung der Artemis-Missionen und unserer langfristigen Mond-Mars-Ziele benötigen.
Kevin Coggins, stellvertretender Administrator von NASAs Kommunikations- und Navigationsprogramm
Laut NASA können sich internationale Raumfahrtagenturen, akademische Einrichtungen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Privatpersonen bewerben.

Hohe technische Anforderungen

Die Teilnahme erfordert allerdings spezielle Ausrüstung (darunter eine neun Meter große Antennenschüssel) und Fachkenntnisse. Freiwillige müssen über gut ausgerüstete Bodenstationen verfügen und Erfahrung im Empfang und der kontinuierlichen Überwachung von Orion-Signalen oder ähnlichen S-Band-Signalen haben. Zusätzlich wird die Fähigkeit benötigt, einseitige Doppler-Tracking-Daten zu generieren und zu dokumentieren.

Bei der unbemannten Artemis-1-Mission 2022 verfolgten bereits zehn Freiwillige erfolgreich das Orion-Raumschiff auf seiner 25-tägigen Reise zum Mond und zurück. Darunter befanden sich auch zwei Amateurfunker, was zeigt, dass nicht nur große Institutionen, sondern auch engagierte Privatpersonen wertvolle Beiträge leisten können.

Habt ihr schon mal daran gedacht, bei so einem Weltraumprojekt mitzuhelfen? Teilt eure Gedanken zu diesem spannenden Bürgerwissenschaftsprojekt mit uns!

Zusammenfassung
  • NASA sucht Freiwillige zur Verfolgung der bemannten Artemis-2-Mission
  • Bewerbungen von Funkbegeisterten und Organisationen bis 27. Oktober möglich
  • Erste bemannte Mondmission seit Apollo 17 im Jahr 1972 startet bis April 2026
  • Teilnehmer benötigen spezielle Ausrüstung wie eine neun Meter große Antenne
  • Bei Artemis 1 haben bereits zehn Freiwillige das Raumschiff erfolgreich verfolgt
  • Das Artemis-Programm soll eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond ermöglichen
  • Die Mission dient als Test für Systeme zur tiefen Weltraumerkundung

Siehe auch:


Bresser National Geographic
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