Tesla Robotaxis crashen viermal häufiger als menschliche Fahrer
Tesla verzeichnet mit seinem Robotaxi-Dienst in Texas eine ernüchternde Bilanz. Die autonomen Fahrzeuge verursachen statistisch gesehen viermal häufiger Unfälle als Menschen, obwohl meistens noch Sicherheitsfahrer zur Überwachung an Bord sind.
Bei diesen jüngsten Ereignissen waren stets Fahrzeuge vom Typ Model Y involviert, deren autonomes Fahrsystem zum Zeitpunkt der Kollision aktiv war. Die Art der Unfälle variiert dabei von Kollisionen mit feststehenden Objekten bei niedrigen Geschwindigkeiten bis hin zu einem Zusammenstoß mit einem Bus, während das Tesla-Fahrzeug stand. Auffällig ist, dass diese Fahrzeuge in der Regel noch mit Sicherheitsfahrern besetzt sind, die im Notfall eingreifen sollten.
Besonders im Vergleich zur menschlichen Fahrleistung werfen die Zahlen Fragen auf. Basierend auf Teslas Bericht zum vierten Quartal 2025 kann geschätzt werden, dass die Flotte bis Mitte Januar etwa 800.000 Meilen zurückgelegt hat. Das entspricht rechnerisch einem Unfall alle 57.000 Meilen. Das steht in einem ungünstigen Verhältnis zu den eigenen Benchmarks des Unternehmens sowie den allgemeinen Verkehrsdaten.
Laut dem Vehicle Safety Report des Konzerns ist der durchschnittliche Autofahrer in den USA nur alle 229.000 Meilen in einen kleineren Unfall mit Sachschaden verwickelt. Damit verursacht das Robotaxi - und das eben trotz der Anwesenheit eines menschlichen Überwachers - statistisch gesehen viermal häufiger einen Unfall als ein rein menschlicher Fahrer.
Der Konzern beruft sich dabei pauschal auf vertrauliche Geschäftsinformationen. Diese Praxis verhindert eine unabhängige Bewertung der technischen Ursachen, etwa ob Phantombremsungen oder Wahrnehmungsfehler zu den Kollisionen führten.
Zudem deckte die Analyse auf, dass Tesla einen Unfallbericht vom Juli 2025 nachträglich korrigieren musste, was Zweifel an der Zuverlässigkeit der Erstberichterstattung weckt. Ursprünglich als reiner Sachschaden gemeldet, wurde der Status Monate später auf "Leichtverletzt mit Krankenhausaufenthalt" aktualisiert. Das deutet darauf hin, dass die ursprünglichen Meldungen die Schwere der Vorfälle womöglich unterschätzt haben. Für die geplante Einführung des Cybercab, das gänzlich ohne Lenkrad und Pedale auskommen soll, sind solche Datenpunkte kritisch, da dort kein menschlicher Eingriff mehr möglich sein wird.
Auch ein Vorfall in Santa Monica, bei dem ein Waymo-Fahrzeug ein Kind anfuhr, sorgte für Aufsehen und eine Untersuchung durch die Behörden. Allerdings legt Waymo im Gegensatz zu Tesla vollständige Berichte vor und hat bereits über 127 Millionen Meilen rein fahrerlos absolviert.
Die absolute Zahl der Vorfälle bei Waymo relativiert sich durch diese enorme Laufleistung deutlich. Während Tesla seine Testflotte noch mit Sicherheitsfahrern betreibt und dennoch eine hohe Unfallfrequenz aufweist, agiert Waymo in mehreren Städten bereits im echten Robotaxi-Betrieb ohne Personal an Bord.
Glaubt ihr, dass Tesla die Unfallrate bis zur weiteren Expansion in den Griff bekommt oder ist der Zeitplan zu ambitioniert? Was meint ihr dazu? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Siehe auch:
Ernüchternde Bilanz in Texas
Seit dem offiziellen Start des Robotaxi-Dienstes in Austin im Juni 2025 verzeichnet der Elektroautobauer Tesla insgesamt 14 Unfälle mit seiner autonomen Flotte. Das geht aus aktuellen Daten hervor, die der Hersteller an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA übermitteln musste. Allein in den Monaten Dezember 2025 und Januar 2026 kamen fünf neue Vorfälle hinzu.Bei diesen jüngsten Ereignissen waren stets Fahrzeuge vom Typ Model Y involviert, deren autonomes Fahrsystem zum Zeitpunkt der Kollision aktiv war. Die Art der Unfälle variiert dabei von Kollisionen mit feststehenden Objekten bei niedrigen Geschwindigkeiten bis hin zu einem Zusammenstoß mit einem Bus, während das Tesla-Fahrzeug stand. Auffällig ist, dass diese Fahrzeuge in der Regel noch mit Sicherheitsfahrern besetzt sind, die im Notfall eingreifen sollten.
Besonders im Vergleich zur menschlichen Fahrleistung werfen die Zahlen Fragen auf. Basierend auf Teslas Bericht zum vierten Quartal 2025 kann geschätzt werden, dass die Flotte bis Mitte Januar etwa 800.000 Meilen zurückgelegt hat. Das entspricht rechnerisch einem Unfall alle 57.000 Meilen. Das steht in einem ungünstigen Verhältnis zu den eigenen Benchmarks des Unternehmens sowie den allgemeinen Verkehrsdaten.
Laut dem Vehicle Safety Report des Konzerns ist der durchschnittliche Autofahrer in den USA nur alle 229.000 Meilen in einen kleineren Unfall mit Sachschaden verwickelt. Damit verursacht das Robotaxi - und das eben trotz der Anwesenheit eines menschlichen Überwachers - statistisch gesehen viermal häufiger einen Unfall als ein rein menschlicher Fahrer.
Geheimhaltung bei Unfallberichten
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Umgang mit den Datensätzen und die offensichtliche Intransparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Wie Electrek in einer Analyse der NHTSA-Daten aufzeigt, schwärzt Tesla im Gegensatz zur Konkurrenz die Beschreibungen des Unfallhergangs in den sogenannten "Crash Narratives" fast vollständig.Der Konzern beruft sich dabei pauschal auf vertrauliche Geschäftsinformationen. Diese Praxis verhindert eine unabhängige Bewertung der technischen Ursachen, etwa ob Phantombremsungen oder Wahrnehmungsfehler zu den Kollisionen führten.
Zudem deckte die Analyse auf, dass Tesla einen Unfallbericht vom Juli 2025 nachträglich korrigieren musste, was Zweifel an der Zuverlässigkeit der Erstberichterstattung weckt. Ursprünglich als reiner Sachschaden gemeldet, wurde der Status Monate später auf "Leichtverletzt mit Krankenhausaufenthalt" aktualisiert. Das deutet darauf hin, dass die ursprünglichen Meldungen die Schwere der Vorfälle womöglich unterschätzt haben. Für die geplante Einführung des Cybercab, das gänzlich ohne Lenkrad und Pedale auskommen soll, sind solche Datenpunkte kritisch, da dort kein menschlicher Eingriff mehr möglich sein wird.
Waymo im direkten Vergleich
Natürlich operiert Tesla nicht in einem Vakuum; auch Wettbewerber kämpfen mit technischen Hürden, gehen damit aber anders um. Die Google-Tochter Waymo musste im vergangenen Jahr 1200 fahrerlose Autos zurückrufen, nachdem Softwarefehler zu Kollisionen mit Pfosten und Toren geführt hatten.Auch ein Vorfall in Santa Monica, bei dem ein Waymo-Fahrzeug ein Kind anfuhr, sorgte für Aufsehen und eine Untersuchung durch die Behörden. Allerdings legt Waymo im Gegensatz zu Tesla vollständige Berichte vor und hat bereits über 127 Millionen Meilen rein fahrerlos absolviert.
Die absolute Zahl der Vorfälle bei Waymo relativiert sich durch diese enorme Laufleistung deutlich. Während Tesla seine Testflotte noch mit Sicherheitsfahrern betreibt und dennoch eine hohe Unfallfrequenz aufweist, agiert Waymo in mehreren Städten bereits im echten Robotaxi-Betrieb ohne Personal an Bord.
Glaubt ihr, dass Tesla die Unfallrate bis zur weiteren Expansion in den Griff bekommt oder ist der Zeitplan zu ambitioniert? Was meint ihr dazu? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Tesla Robotaxis verursachen viermal häufiger Unfälle als menschliche Fahrer
- 14 Unfälle seit Start des Dienstes in Austin im Juni 2025 registriert
- Unfall alle 57.000 Meilen trotz Anwesenheit von Sicherheitsfahrern
- Tesla schwärzt Unfallberichte und beruft sich auf vertrauliche Daten
- Konkurrent Waymo hat bereits 127 Millionen Meilen fahrerlos zurückgelegt
- Nachträgliche Korrektur eines Unfallberichts weckt Zweifel an Zuverlässigkeit
- Cybercab ohne Lenkrad und Pedale geplant trotz hoher Unfallzahlen
Siehe auch:
- Nach Tesla-Türgriffen sagt China nun Halblenkrädern den Kampf an
- Tesla-Knaller: Model Y durch neuen Rabatt zum historischen Tiefstpreis
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- Tesla Semi: Finale Specs für das Serienmodell offiziell enthüllt
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Themen:
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