Mieten statt kaufen: HP bietet Hardware-Abo für Gaming-Laptops

HP startet ein Mietprogramm für Gaming-Laptops, das Modelle der Omen- und Victus-Reihe gegen eine monatliche Gebühr anbietet. Das Paket umfasst Support und Hardware-Upgrades, macht den Nutzer aber dauerhaft zum Mieter ohne Eigentum.
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Hardware-Abo statt Eigentum

Der Besitz von digitalen Inhalten schwindet seit Jahren. Musik streamen wir über Spotify, Filme über Netflix und Spiele kommen aus dem Game Pass. HP versucht schon seit einiger Zeit, dieses Geschäftsmodell auch für Hardware zu etablieren. Nun zielt das Unternehmen mit einem Laptop-Abo auch auf Gamer. Gegen eine monatliche Gebühr erhalten US-Nutzer Zugriff auf aktuelle High-End-Hardware, ohne die hohen Anschaffungskosten auf einen Schlag leisten zu müssen.

Das Programm unterscheidet sich wesentlich von klassischen Ratenzahlungen oder Finanzierungen. Denn der Kunde mietet das Gerät lediglich. Selbst wenn die Summe der monatlichen Zahlungen den Verkaufspreis des Laptops irgendwann übersteigt, geht das Eigentum niemals auf den Nutzer über.

Im Gegenzug beinhaltet das Paket einen erweiterten Support und die Option, die Hardware jedes Jahr gegen ein neueres Modell auszutauschen. Gerade in Zeiten, in denen Gaming-Hardware aufgrund der aktuellen Speicherkrise immer teurer wird, hofft HP vermutlich, dass ein Mietmodell für Nutzer immer attraktiver wird.


Wie der Hersteller auf seiner Webseite verrät, staffelt sich das Angebot in verschiedene Leistungsstufen. Der Einstieg beginnt bei 50 Dollar (etwa 42 Euro) pro Monat für einen HP Victus 15 mit einer Nvidia GeForce RTX 4050. Am oberen Ende der Skala steht der Omen Max 16 für monatlich 130 Dollar (etwa 109 Euro). Letzterer ist mit einem Intel Core Ultra 9 Prozessor und einer Nvidia GeForce RTX 5080 Laptop-GPU ausgestattet.

Teure Flexibilität im Kleingedruckten

Ein genauerer Blick auf die Konditionen offenbart jedoch finanzielle Risiken für unentschlossene Kunden. Wer das Abonnement abschließt, bindet sich faktisch für mindestens ein Jahr. Zwar gibt es eine kurze Testphase, doch wer danach kündigen will, muss tief in die Tasche greifen. Eine vorzeitige Vertragsauflösung im zweiten Monat kostet beim High-End-Modell etwa 1430 Dollar (rund 1200 Euro) Strafe. Das Gerät muss trotzdem zurückgegeben werden. Erst nach zwölf Monaten entfallen die Stornierungsgebühren, was das Modell eher zu einem Jahresleasing als zu einem flexiblen Abo macht.

Zusätzlich können Peripheriegeräte wie Headsets oder Mikrofone der Marke HyperX für kleine monatliche Beträge hinzugebucht werden. Aber auch hier gilt, dass die Geräte Eigentum von HP bleiben. Rechnet man die monatlichen Raten gegen den aktuellen Kaufpreis, ist der Punkt, an dem die Miete den Kaufpreis übersteigt, oft nach etwa 16 bis 20 Monaten erreicht. HP argumentiert in den eigenen FAQs, dass das Abo den traditionellen Upgrade-Zyklus durchbricht. Ob sich dieses Modell angesichts der Gesamtkosten am Markt jdoch durchsetzen wird und ob das Modell irgendwann auch nach Deutschland kommt, bleibt abzuwarten.

Was haltet ihr von diesem Mietmodell für Gaming-Hardware? Würdet ihr monatlich zahlen, um immer die neueste Technik zu haben, oder ist euch das Eigentum am Gerät letztlich wichtiger? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • HP bietet Mietprogramm für Gaming-Laptops mit monatlichen Gebühren an
  • US-Nutzer erhalten Zugriff auf aktuelle Hardware ohne hohe Anschaffungskosten
  • Anders als bei Ratenkauf bleibt HP stets Eigentümer der Hardware
  • Preise reichen von 50 bis 130 Dollar monatlich je nach Leistungsklasse
  • Vorzeitige Kündigung ist mit hohen Strafzahlungen verbunden
  • Nach 16-20 Monaten übersteigen die Mietkosten meist den Kaufpreis

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