HP Laptops: Fehlerhaftes BIOS-Update legt teure Rechner lahm

Ein fehlerhaftes BIOS-Update bereitet einigen Laptops von HP massive Probleme. Die verantwortliche Aktualisierung wird automatisch über Windows Update verteilt und führt unter anderem zu BSODs. Rollbacks sind laut Nutzern nicht ohne Weiteres möglich.
Logo, Hp, Hewlett Packard
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Kritischer Fehler bei HP

Seit mehreren Monaten klagen Besitzer von HP-Laptops schon über schwerwiegende Systemausfälle. Der Hardware-Hersteller lieferte fehlerhafte BIOS-Updates über die integrierte Windows-Aktualisierung aus. Da das Betriebssystem das Paket als kritisch einstufte, erfolgte die Installation oft im Hintergrund und ohne Zustimmung der Nutzer. Betroffen sind vor allem teure Notebooks wie das ZBook Ultra G1a und das EliteBook X G1a.

Nach der automatischen Aktualisierung frieren die betroffenen Geräte während des Startvorgangs ein oder geben durchgehend laute Lüftergeräusche von sich. Oftmals endet der Bootvorgang in einem BSOD, der auf einen kritischen Systemfehler hinweist. Beim ZBook Ultra G1a verursachen die BIOS-Versionen 01.04.03 und 01.04.05 die Ausfälle. Nutzer des EliteBook X G1a sollten die Versionen 01.03.11 und 01.05.00 dringend meiden.


Downgrade bereitet Probleme

Die Rückkehr zu einer älteren, funktionierenden Software-Version gestaltet sich äußerst kompliziert. Ein Netzwerk-Downgrade funktioniert laut Nutzerberichten oft nur mit einem speziellen Adapter des Herstellers von USB-C auf Ethernet. Wie The Register berichtet, arbeitet HP mittlerweile an einer Lösung. Das Unternehmen bestätigte, dass man die "angeblichen" Ausfälle untersuche. Betroffene Kunden sollten sich in der Zwischenzeit an den Support wenden.

Bereits im Jahr 2024 gab es bei HP einen ähnlichen Vorfall. Damals legte ein Update diverse ProBook-Laptops lahm. Kunden mussten Hardwarereparaturen teilweise selbst bezahlen. In vielen Fällen tauschte der Kundenservice die komplette Hauptplatine der Geräte aus.

Auffälliges Timing

Die aktuellen Probleme fallen in eine Zeit, in der Microsoft die Zuverlässigkeit seiner Update-Verteilung verbessern möchte. Gleichzeitig engagiert sich HP verstärkt im Open-Source-Bereich. Am 20. Mai gab das Projekt Linux Vendor Firmware Service bekannt, dass der Computerhersteller nun als Hauptsponsor auftritt. Das Projekt zielt darauf ab, die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Firmware-Updates zu verbessern. Dass HP nach längerer Zeit der Untätigkeit genau jetzt damit beginnt, an einem Fix für das Problem zu arbeiten, hat daher einen Beigeschmack.

In der Zwischenzeit können Anwender automatische BIOS-Updates im System deaktivieren, was jedoch nur im Vorfeld einer Installation schützt. Um weitere Schäden an den Laptops zu vermeiden, empfehlen Experten das vorübergehende Aussetzen der automatischen Treiber-Aktualisierungen unter Windows, was jedoch auch die üblichen Nachteile in Sachen Stabilität, Funktionalität und Sicherheit mit sich bringt.

Seid ihr von den aktuellen BIOS-Problemen bei HP betroffen? Oder hattet ihr bei anderen Herstellern schon einmal ähnliche Probleme? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen zu automatischen Firmware-Updates gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • HP liefert fehlerhaftes BIOS-Update über Windows Update aus
  • Das kritische Update installiert sich automatisch
  • Betroffene Modelle: ZBook Ultra G1a und EliteBook X G1a
  • Geräte frieren beim Booten ein oder zeigen Bluescreens
  • Downgrade oft nur mit HP-Adapter von USB-C auf Ethernet möglich
  • HP bestätigt die Ausfälle und arbeitet derzeit an einer Lösung

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