Google-Dokument enthüllt Datum für endgültiges Aus von Chrome OS
Google bereitet hinter den Kulissen den Abschied von Chrome OS vor. Interne Dokumente enthüllen nun ein konkretes Ablaufdatum für das Betriebssystem und geben Einblick in den Zeitplan für Aluminium OS, den Android-basierten Nachfolger.
So wird das Jahr 2034 als endgültiger Termin für die Einstellung von Chrome OS genannt. Bislang gingen Marktbeobachter davon aus, dass erste Geräte mit Aluminium OS bereits im laufenden Jahr 2026 breit verfügbar sein würden. Die nun aufgetauchten Unterlagen korrigieren diesen Zeitplan jedoch deutlich nach hinten. Zwar soll eine Version für kommerzielle Tester tatsächlich Ende 2026 bereitstehen, der volle Marktstart ist jedoch erst für das Jahr 2028 vorgesehen. Das bedeutet dennoch eine jahrelange Koexistenz beider Systeme.
Daraus ergibt sich folgender voraussichtlicher Zeitplan für die kommenden Jahre:
Nicht alle aktuellen Chromebooks werden jedoch auf das neue Aluminium OS aktualisiert werden können. Während neuere Modelle technisch für eine Migration infrage kommen, werden ältere Geräte bis zum Ende ihres Lebenszyklus auf Chrome OS verbleiben müssen. Das bestätigt auch eine Aussage von John Maletis, Vizepräsident für Produktmanagement bei Chrome OS, der bereits im Januar andeutete, dass Hardwareinkompatibilitäten eine simple Umstellung für die gesamte Flotte verhindern. Ein zentrales Problem sind hierbei die unterschiedlichen Kernel-Strukturen und Treiber-Modelle von klassischem Linux bei Chrome OS und dem Android-Unterbau von Aluminium OS.
Richter Amit Mehta folgte dieser Argumentation teilweise und schloss Geräte mit Chrome OS oder dessen Nachfolger vorerst von bestimmten Sanktionen aus. Das erlaubt Google weiterhin, den eigenen Browser und den Play Store auf Aluminium OS zu bevorzugen, ohne direkt gegen Auflagen zu verstoßen, die für klassische Android-Smartphones gelten könnten.
Technisch wird Aluminium OS voraussichtlich auf einem stark angepassten Android-Stack basieren, der für Laptops optimiert ist. Erwartet werden ein vollwertiges Fenstermanagement, das über den bisherigen "Desktop-Modus" von Android weit hinausgeht, sowie eine tiefere Integration von Maus- und Tastatursteuerung, die bisher bei Android-Tablets oft noch Wünsche offenließ.
Glaubt ihr, dass Android auf dem Desktop in Form von Aluminium OS eine echte Alternative zu Windows oder MacOS werden kann? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Das Ende von Chrome OS ist besiegelt
Schon Ende 2024 gab es erste Gerüchte, dass Google Chrome OS und Android zu einer Plattform verschmelzen könnten. Im Sommer 2025 bestätigte der Konzern dann das Vorhaben. Seither ist mit Aluminium OS zudem der Desktop-Nachfolger bekannt, der sich bereits in einem Leak zeigte. Aus Gerichtsdokumenten geht jetzt hervor, wann der Stecker bei Chrome OS gezogen werden soll.So wird das Jahr 2034 als endgültiger Termin für die Einstellung von Chrome OS genannt. Bislang gingen Marktbeobachter davon aus, dass erste Geräte mit Aluminium OS bereits im laufenden Jahr 2026 breit verfügbar sein würden. Die nun aufgetauchten Unterlagen korrigieren diesen Zeitplan jedoch deutlich nach hinten. Zwar soll eine Version für kommerzielle Tester tatsächlich Ende 2026 bereitstehen, der volle Marktstart ist jedoch erst für das Jahr 2028 vorgesehen. Das bedeutet dennoch eine jahrelange Koexistenz beider Systeme.
Verzögerung durch Support-Garantien
Die Gründe für diese ungewöhnlich lange Übergangsphase sind technischer und juristischer Natur. Wie The Verge unter Berufung auf die Gerichtsdokumente berichtet, garantiert Google für Chromebooks einen Support-Zeitraum von zehn Jahren. Dieser Zeitraum beginnt nicht mit dem individuellen Kaufdatum, sondern mit der Veröffentlichung der zugrunde liegenden Hardware-Plattform. Da die aktuelle Plattform erst 2023 eingeführt wurde, ist Google vertraglich verpflichtet, Chrome OS bis mindestens 2033 zu pflegen und mit Sicherheitsupdates zu versorgen.Daraus ergibt sich folgender voraussichtlicher Zeitplan für die kommenden Jahre:
- Ende 2026: Erste Verfügbarkeit von Aluminium OS für ausgewählte Tester und Pilotprojekte
- 2028: Vollständiger Marktstart, inklusive Lösungen für Enterprise-Kunden und Schulen
- Bis 2033: Parallelbetrieb und Support-Garantie für bestehende Chrome-OS-Hardware
- 2034: Endgültige Einstellung von Chrome OS
Nicht alle aktuellen Chromebooks werden jedoch auf das neue Aluminium OS aktualisiert werden können. Während neuere Modelle technisch für eine Migration infrage kommen, werden ältere Geräte bis zum Ende ihres Lebenszyklus auf Chrome OS verbleiben müssen. Das bestätigt auch eine Aussage von John Maletis, Vizepräsident für Produktmanagement bei Chrome OS, der bereits im Januar andeutete, dass Hardwareinkompatibilitäten eine simple Umstellung für die gesamte Flotte verhindern. Ein zentrales Problem sind hierbei die unterschiedlichen Kernel-Strukturen und Treiber-Modelle von klassischem Linux bei Chrome OS und dem Android-Unterbau von Aluminium OS.
Hintergründe des Kartellverfahrens
Die detaillierten Informationen stammen aus dem laufenden Kartellverfahren der US-Regierung gegen Google. Die Anwälte des Konzerns nutzten die hier angesprochene Roadmap argumentativ, um eine Zerschlagung des Unternehmens abzuwenden. Die Strategie zielt darauf ab, zu beweisen, dass der Chrome-Browser untrennbar mit dem Betriebssystem verbunden ist und eine erzwungene Abspaltung den Support für Millionen von Geräten gefährden würde. Google versucht darzulegen, dass eine Trennung von Browser und OS die Sicherheit und Funktionalität der geplanten Aluminium-Plattform massiv beeinträchtigen würde.Richter Amit Mehta folgte dieser Argumentation teilweise und schloss Geräte mit Chrome OS oder dessen Nachfolger vorerst von bestimmten Sanktionen aus. Das erlaubt Google weiterhin, den eigenen Browser und den Play Store auf Aluminium OS zu bevorzugen, ohne direkt gegen Auflagen zu verstoßen, die für klassische Android-Smartphones gelten könnten.
Technisch wird Aluminium OS voraussichtlich auf einem stark angepassten Android-Stack basieren, der für Laptops optimiert ist. Erwartet werden ein vollwertiges Fenstermanagement, das über den bisherigen "Desktop-Modus" von Android weit hinausgeht, sowie eine tiefere Integration von Maus- und Tastatursteuerung, die bisher bei Android-Tablets oft noch Wünsche offenließ.
Glaubt ihr, dass Android auf dem Desktop in Form von Aluminium OS eine echte Alternative zu Windows oder MacOS werden kann? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Google plant Chrome OS bis 2034 einzustellen und durch Aluminium OS zu ersetzen
- Aluminium OS wird für kommerzielle Tester Ende 2026 verfügbar sein
- Der vollständige Marktstart des Android-basierten Nachfolgers ist für 2028 geplant
- Bis 2033 garantiert Google Support für bestehende Chrome-OS-Geräte
- Nicht alle aktuellen Chromebooks werden auf Aluminium OS aktualisierbar sein
- Die Informationen stammen aus Gerichtsdokumenten im US-Kartellverfahren
- Aluminium OS wird ein verbessertes Fenstermanagement für Laptops bieten
Siehe auch:
- Chrome streicht Support für die nächste macOS-Version ab Juli 2026
- Support-Ende für Chrome: Google lässt Apple MacOS 11 Big Sur fallen
- Google bestätigt erstmals die Fusion von Chrome OS und Android
- Chromebooks mit Snapdragon X: ARM-Laptops bald auch mit Linux-OS?
- Chrome abgehängt: Microsoft Edge führt Erweiterungen für Android ein
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