Microsoft darf 15 neue Datenzentren in nur einem Dorf bauen
Die Gemeinde Mount Pleasant im US-Bundesstaat Wisconsin hat grünes Licht für eine massive Erweiterung der Rechenzentren Microsofts gegeben. Insgesamt darf der Konzern auf dem Gebiet des Ortes 15 neue Datenzentren bauen.
Hintergrund ist vor allem der Boom bei Anwendungen der generativen Künstlichen Intelligenz. Microsoft konkurriert dabei mit anderen Tech-Giganten wie Amazon, Google und Oracle um den schnellen Aufbau von Rechenzentren, die meist mit spezialisierten Nvidia-Chips ausgestattet sind.
Die Suche nach geeigneten Standorten gestaltet sich jedoch zunehmend schwierig. Häufig fehlen ausreichende Energiekapazitäten oder Wasserreserven, zudem wächst in vielen Regionen der Widerstand von Anwohnern gegen neue Großprojekte. In Mount Pleasant ist die Stimmung vergleichsweise positiv: Verwaltung und ein Großteil der Bevölkerung begrüßen die Investitionen des Konzerns. Die zuständigen lokalen Gremien stimmten den Plänen diese Woche einstimmig zu.
Das ist nicht selbstverständlich, denn die Gemeinde hat bereits eine problematische Erfahrung mit einem Großprojekt hinter sich. 2017 hatte der Elektronikhersteller Foxconn angekündigt, für rund zehn Milliarden Dollar eine Fabrik zu errichten und bis zu 13.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Staat und Kommune investierten massiv in Grundstücke und Infrastruktur. Die Versprechen erfüllten sich jedoch nicht: Jahre später beschäftigte Foxconn deutlich weniger Menschen als angekündigt, während Mount Pleasant auf hohen Schulden sitzen blieb.
Die neuen Bauvorhaben verteilen sich auf zwei Grundstücke nordwestlich des bestehenden Microsoft-Areals. Zusammen umfassen sie fast 84 Hektar Nutzfläche und sehen unter anderem auch den Bau von drei Umspannwerken vor. Der Gesamtwert der geplanten Anlagen wird mit über 13 Milliarden Dollar beziffert.
In einer öffentlichen Anhörung äußerten sich mehrere Bürger zustimmend, einige kritisierten jedoch die aus ihrer Sicht nur kurzfristigen Arbeitsplätze. Gemeindepräsident David DeGroot widersprach und betonte, dass Bau- und Ausbauarbeiten über etwa zehn Jahre hinweg Beschäftigung sichern würden. Nach der Zustimmung des Planungsausschusses kann Microsoft nun die finalen Baupläne einreichen und Baugenehmigungen beantragen.
Siehe auch:
Große Zustimmung
Microsoft betreibt in der Gemeinde bereits eine Anlage, die aktuell ausgebaut wird. In der Umgebung sollen nun also noch viele weitere entstehen. Mit der zusätzlichen Kapazität möchte Microsoft seine Infrastruktur deutlich ausbauen, um den stark wachsenden Bedarf an Rechenleistung zu decken, berichtete der US-Sender CNBC.Hintergrund ist vor allem der Boom bei Anwendungen der generativen Künstlichen Intelligenz. Microsoft konkurriert dabei mit anderen Tech-Giganten wie Amazon, Google und Oracle um den schnellen Aufbau von Rechenzentren, die meist mit spezialisierten Nvidia-Chips ausgestattet sind.
Die Suche nach geeigneten Standorten gestaltet sich jedoch zunehmend schwierig. Häufig fehlen ausreichende Energiekapazitäten oder Wasserreserven, zudem wächst in vielen Regionen der Widerstand von Anwohnern gegen neue Großprojekte. In Mount Pleasant ist die Stimmung vergleichsweise positiv: Verwaltung und ein Großteil der Bevölkerung begrüßen die Investitionen des Konzerns. Die zuständigen lokalen Gremien stimmten den Plänen diese Woche einstimmig zu.
Das ist nicht selbstverständlich, denn die Gemeinde hat bereits eine problematische Erfahrung mit einem Großprojekt hinter sich. 2017 hatte der Elektronikhersteller Foxconn angekündigt, für rund zehn Milliarden Dollar eine Fabrik zu errichten und bis zu 13.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Staat und Kommune investierten massiv in Grundstücke und Infrastruktur. Die Versprechen erfüllten sich jedoch nicht: Jahre später beschäftigte Foxconn deutlich weniger Menschen als angekündigt, während Mount Pleasant auf hohen Schulden sitzen blieb.
Andere wehren sich
Und im benachbarten Caledonia war der Widerstand gegen ein geplantes Microsoft-Rechenzentrum so groß, dass der Konzern das Vorhaben dort im vergangenen Herbst aufgab. Umso bemerkenswerter ist die breite Zustimmung in Mount Pleasant.Die neuen Bauvorhaben verteilen sich auf zwei Grundstücke nordwestlich des bestehenden Microsoft-Areals. Zusammen umfassen sie fast 84 Hektar Nutzfläche und sehen unter anderem auch den Bau von drei Umspannwerken vor. Der Gesamtwert der geplanten Anlagen wird mit über 13 Milliarden Dollar beziffert.
In einer öffentlichen Anhörung äußerten sich mehrere Bürger zustimmend, einige kritisierten jedoch die aus ihrer Sicht nur kurzfristigen Arbeitsplätze. Gemeindepräsident David DeGroot widersprach und betonte, dass Bau- und Ausbauarbeiten über etwa zehn Jahre hinweg Beschäftigung sichern würden. Nach der Zustimmung des Planungsausschusses kann Microsoft nun die finalen Baupläne einreichen und Baugenehmigungen beantragen.
Zusammenfassung
- Microsoft erhält Genehmigung für 15 neue Datenzentren in Mount Pleasant
- Gemeinde in Wisconsin stimmt Erweiterungsplänen im Wert von 13 Milliarden Dollar zu
- Massive Investition soll steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung decken
- Trotz früherer negativer Erfahrungen mit Foxconn findet Projekt breite Zustimmung
- Neue Anlagen entstehen auf 84 Hektar Land nahe bestehender Microsoft-Einrichtungen
- Bürgermeister betont langfristigen Nutzen durch Arbeitsplätze über zehn Jahre
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