Mit Mach 10 unterwegs: Indien enthüllt Hyperschallrakete LR-AShM
Indien hat mit der LR-AShM seine erste angebliche Langstrecken-Hyperschallrakete enthüllt. Das System soll maritime Ziele auf 1.500 Kilometer Distanz ausschalten können, wirft aber aufgrund seiner ungewöhnlichen Bauweise Fragen auf.
Die LR-AShM ist speziell für den Einsatz gegen strategisch wertvolle Ziele konzipiert, wobei Flugzeugträgerverbände im Fokus stehen. Technisch hebt sich das System deutlich von konventionellen ballistischen Raketen ab. Nach dem Start durch einen leistungsstarken Feststoffbooster beschleunigt der Flugkörper auf Geschwindigkeiten, die laut indischen Angaben in der Spitze Mach 10 erreichen. Der entscheidende Vorteil dieser Technologie ist die Manövrierfähigkeit innerhalb der Atmosphäre. Durch die extreme Geschwindigkeit entsteht um den Flugkörper zudem eine Plasmahülle, die Radarwellen absorbiert.
Bei diesem Flugprofil führt der Flugkörper sogenannte "Skip"-Manöver aus. Er springt sozusagen auf den dichteren Atmosphärenschichten, um seine Reichweite zu verlängern und den Kurs unvorhersehbar zu ändern. Diese Flugbahn stellt radargestützte Abwehrsysteme vor komplexe mathematische Probleme. Da der Anflugvektor im Gegensatz zu einer berechenbaren Parabelbahn stetig variiert, wird die Vorwarnzeit für das Ziel drastisch reduziert.
Indien betont, dass die LR-AShM nach erfolgreichen Tests im November 2024 bereits eine hohe technische Reife erlangt habe. Dennoch gehen einige unabhängige Beobachter davon aus, dass bis zur vollen operativen Einsatzbereitschaft und vollständigen Massenproduktion der Hyperschallrakete noch einige weitere Tests notwendig sind.
Indien schließt mit dieser Technik vermeintlich zu Großmächten auf. Haltet ihr Hyperschallwaffen für einen stabilisierenden Faktor durch Abschreckung oder seht ihr darin eher eine weitere Gefahr? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Premiere am Tag der Republik
Am 26. Januar 2026 nutzte Indien den feierlichen Rahmen seines "Republic Day" in Neu-Delhi, um erstmals öffentlich seine neue Long Range Anti-Ship Missile, kurz LR-AShM, zu präsentieren. Das Waffensystem, das auf einem massiven mobilen 12 x 12 Trägerfahrzeug montiert ist, soll in der Lage sein, maritime Ziele in einer Entfernung von bis zu 1.500 Kilometern zu bekämpfen. Damit reiht sich Indien vermeintlich in den exklusiven Kreis der Nationen ein, die über Hyperschallwaffen verfügen. Bisher war das ein strategisches Feld, das primär von Russland und China dominiert wurde.Die LR-AShM ist speziell für den Einsatz gegen strategisch wertvolle Ziele konzipiert, wobei Flugzeugträgerverbände im Fokus stehen. Technisch hebt sich das System deutlich von konventionellen ballistischen Raketen ab. Nach dem Start durch einen leistungsstarken Feststoffbooster beschleunigt der Flugkörper auf Geschwindigkeiten, die laut indischen Angaben in der Spitze Mach 10 erreichen. Der entscheidende Vorteil dieser Technologie ist die Manövrierfähigkeit innerhalb der Atmosphäre. Durch die extreme Geschwindigkeit entsteht um den Flugkörper zudem eine Plasmahülle, die Radarwellen absorbiert.
Gleiter oder quasi-ballistisch?
Fachleute debattieren derzeit intensiv über die genaue Klassifizierung des Systems. Wie TWZ in einer detaillierten Analyse hervorhebt, weisen die Bilder der LR-AShM von der Parade auf signifikante technische Besonderheiten hin. Während Indien offiziell von einem Hypersonic Glide Vehicle (HGV) spricht, fehlt dem gezeigten Flugkörper die für Gleiter typische flache Keilform. Stattdessen verfügt die Rakete über einen zylindrischen Rumpf mit kleinen Stummelflügeln. Das deutet laut den Fachleuten eher auf einen manövrierfähigen Wiedereintrittskörper (MaRV) mit einer quasi-ballistischen Flugbahn hin.Bei diesem Flugprofil führt der Flugkörper sogenannte "Skip"-Manöver aus. Er springt sozusagen auf den dichteren Atmosphärenschichten, um seine Reichweite zu verlängern und den Kurs unvorhersehbar zu ändern. Diese Flugbahn stellt radargestützte Abwehrsysteme vor komplexe mathematische Probleme. Da der Anflugvektor im Gegensatz zu einer berechenbaren Parabelbahn stetig variiert, wird die Vorwarnzeit für das Ziel drastisch reduziert.
Globales Wettrüsten und Entwicklungsstand
Die Enthüllung erfolgt vor dem Hintergrund massiver globaler Investitionen in Hyperschalltechnologie und Indiens Bestreben nach militärischer Stärke. Während Russland Systeme wie "Kinzhal" bereits operativ einsetzt und China mit der DF-17 über einsatzbereite Gleiter verfügt, kämpfen die USA mit Verzögerungen. Trotz Investitionen in diesem Sektor, die umgerechnet bereits die 10-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten, haben die Vereinigten Staaten Schwierigkeiten, eigene Systeme wie das "Dark Eagle"-Programm zeitnah zur Serienreife zu bringen.Indien betont, dass die LR-AShM nach erfolgreichen Tests im November 2024 bereits eine hohe technische Reife erlangt habe. Dennoch gehen einige unabhängige Beobachter davon aus, dass bis zur vollen operativen Einsatzbereitschaft und vollständigen Massenproduktion der Hyperschallrakete noch einige weitere Tests notwendig sind.
Indien schließt mit dieser Technik vermeintlich zu Großmächten auf. Haltet ihr Hyperschallwaffen für einen stabilisierenden Faktor durch Abschreckung oder seht ihr darin eher eine weitere Gefahr? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Indien präsentiert erstmals seine Hyperschallrakete LR-AShM
- Die Langstreckenrakete soll maritime Ziele bis zu 1.500 Kilometer entfernt treffen
- Nach dem Start beschleunigt der Flugkörper auf Geschwindigkeiten bis zu Mach 10
- Die Rakete führt sogenannte Skip-Manöver aus, die die Abwehr erschweren
- Experten diskutieren, ob es sich um ein Hypersonic Glide Vehicle oder MaRV handelt
- Die Entwicklung erfolgt im Kontext globaler Investitionen in Hyperschalltechnik
- Nach Tests im November 2024 wird die Waffe als technisch ausgereift dargestellt
Siehe auch:
- Wolf im Schafspelz: Südkorea baut Zivil-Jets zu Radar-Killern um
- M1E3 Abrams: Army zeigt ganzen Prototyp des Next-Gen-Panzers
- Panzer auf Temu bestellt: Scharfe Kritik an Chinas Export-Panzer
- Atom-U-Boot enthüllt: Nordkorea zeigt das 8700 Tonnen schwere Schiff
- J-36: China testet erfolgreich dritten Prototyp des Stealth-Kampfjets
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!




Alle Kommentare zu dieser News anzeigen