Lockheed will mit neuartigen Hyperschall-Gleitkörper Kosten senken
Bisherige Hyperschallwaffen verschlingen pro Stück bis zu 40 Millionen Dollar. Mit dem neuen Gleiter NXGB verspricht der US-Konzern Lockheed Martin nun ein radikal günstigeres System, das für einen Bruchteil des Preises fliegen soll.
Bisherige amerikanische Programme wie die Long-Range-Hypersonic-Weapon kämpfen mit extrem hohen Stückkosten. Ein einzelner Flugkörper des älteren Designs kostet rund 35 bis 40 Millionen Dollar (etwa 31 bis 35 Millionen Euro). Da das US-Militär sein Budget effizienter einsetzen muss, fordert die Regierung nun deutlich günstigere Alternativen. Ziel ist ein Stückpreis von unter 1,5 Millionen Dollar (etwa 1,3 Millionen Euro) bis zum Jahr 2029.
Wie Lockheed Martin in einer Mitteilung erklärt (via Defense Blog), verfolgen die Ingenieure beim NXGB einen fertigungsorientierten Ansatz. Das keilförmige Design soll aerodynamisch effizienter sein als die bisherigen konischen Formen. Zudem setzt der Konzern auf eine modulare Architektur. Dadurch lassen sich Komponenten wie Sucher oder Sprengköpfe künftig austauschen, ohne das gesamte Waffensystem neu konzipieren zu müssen.
Eine Herausforderung für das Programm ist die Einhaltung der finanziellen Vorgaben in der Praxis. Bei komplexen Rüstungsprojekten treten oft Budgetüberschreitungen auf. Zudem erhöht sich der Wettbewerb durch private Start-up-Unternehmen, die ebenfalls an günstigen Hyperschallwaffen arbeiten. Der etablierte Konzern muss belegen, dass die neuen Fertigungsanlagen die geforderten Stückzahlen zuverlässig liefern können.
Glaubt ihr, dass solche Hightech-Waffen jemals wirklich günstig in Masse produziert werden können, oder bleiben das Wunschvorstellungen? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neuer Ansatz für Hyperschall
Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat ein Konzept für einen neuen Hyperschall-Gleitflugkörper vorgestellt. Das als Next Generation Glide Body (NXGB) bezeichnete System soll Geschwindigkeiten von über Mach 5 erreichen. Im Gegensatz zu früheren Projekten steht bei der Entwicklung jedoch nicht die reine Leistung im Vordergrund, sondern eine kostengünstige und skalierbare Massenproduktion.Bisherige amerikanische Programme wie die Long-Range-Hypersonic-Weapon kämpfen mit extrem hohen Stückkosten. Ein einzelner Flugkörper des älteren Designs kostet rund 35 bis 40 Millionen Dollar (etwa 31 bis 35 Millionen Euro). Da das US-Militär sein Budget effizienter einsetzen muss, fordert die Regierung nun deutlich günstigere Alternativen. Ziel ist ein Stückpreis von unter 1,5 Millionen Dollar (etwa 1,3 Millionen Euro) bis zum Jahr 2029.
Wie Lockheed Martin in einer Mitteilung erklärt (via Defense Blog), verfolgen die Ingenieure beim NXGB einen fertigungsorientierten Ansatz. Das keilförmige Design soll aerodynamisch effizienter sein als die bisherigen konischen Formen. Zudem setzt der Konzern auf eine modulare Architektur. Dadurch lassen sich Komponenten wie Sucher oder Sprengköpfe künftig austauschen, ohne das gesamte Waffensystem neu konzipieren zu müssen.
Flexibilität und Herausforderungen
Ein weiterer Vorteil des NXGB-Konzepts ist die geplante Kompatibilität mit verschiedenen Plattformen. Der Gleiter soll von landgestützten Anlagen, Schiffen, U-Booten oder Flugzeugen aus starten können. Das erschwert es gegnerischen Abwehrsystemen, sich auf eine bestimmte Bedrohung einzustellen. Gleichzeitig mindert das die Risiken für die eigenen Streitkräfte im Einsatzgebiet.Eine Herausforderung für das Programm ist die Einhaltung der finanziellen Vorgaben in der Praxis. Bei komplexen Rüstungsprojekten treten oft Budgetüberschreitungen auf. Zudem erhöht sich der Wettbewerb durch private Start-up-Unternehmen, die ebenfalls an günstigen Hyperschallwaffen arbeiten. Der etablierte Konzern muss belegen, dass die neuen Fertigungsanlagen die geforderten Stückzahlen zuverlässig liefern können.
Erster Testflug für 2027 geplant
Das Projekt hat kürzlich die vorläufige Entwurfsprüfung bestanden. Der Meilenstein bestätigt auf dem Papier, dass das Design die Anforderungen an Leistung und Produzierbarkeit erfüllt. Für das Jahr 2027 ist ein erster realer Testflug angesetzt. Er wird zeigen, ob das aerodynamische Konzept den extremen Bedingungen eines Hyperschallfluges standhält.Glaubt ihr, dass solche Hightech-Waffen jemals wirklich günstig in Masse produziert werden können, oder bleiben das Wunschvorstellungen? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Lockheed Martin entwickelt den günstigen Hyperschallgleiter namens NXGB
- Das System soll Kosten durch eine skalierbare Massenfertigung massiv senken
- Ein Stückpreis von unter 1,5 Millionen Dollar wird bis 2029 als Ziel gesetzt
- Durch modulares Design lassen sich Komponenten zukünftig sehr leicht tauschen
- Der Gleiter soll flexibel von Schiffen, U-Booten oder Flugzeugen starten können
- Erste reale Testflüge des neuen Flugkörpers sind für das Jahr 2027 geplant
Siehe auch:
- Mach 5: Japan testet neues Triebwerk für zivile Hyperschall-Flüge
- Mit Mach 10 unterwegs: Indien enthüllt Hyperschallrakete LR-AShM
- Russische Hyperschallrakete verbaut Komponenten aus Gagarin-Zeiten
- China startet erfolgreich neue Hyperschallrakete von Superzerstörer
- Nordkorea zeigt Hyperschallrakete, soll US-Patriot-Systeme überwinden
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