J-36: China testet erfolgreich dritten Prototyp des Stealth-Kampfjets
Chinas J-36 soll als Nurflügler für minimale Radarsignatur sorgen, macht die Steuerung aber extrem komplex. Trotz dieser Hürden nähert sich das Projekt der Serie. Experten sehen im dritten Prototypen eine direkte Herausforderung für die US-Luftwaffe.
Das Projekt gilt als Chinas direkte Antwort auf das "Next Generation Air Dominance"-Programm (NGAD) der US-Air Force. Experten werten die Sichtung als Beleg dafür, dass China die Phase der reinen Konzeptstudien verlassen hat und aktive Flugerprobungen durchführt, um eine Einsatzfähigkeit bis Mitte der 2030er Jahre zu gewährleisten.
Der J-36 ist primär für Luftüberlegenheitsmissionen und Langstreckeneinsätze im pazifischen Raum konzipiert. Sein Design verzichtet vollständig auf ein herkömmliches Leitwerk, was die Radarsignatur drastisch minimiert und die aerodynamische Effizienz im Überschallbereich erhöht. Diese Bauweise stellt jedoch extreme Anforderungen an die digitale Flugsteuerung, da die natürliche Stabilität fehlt.
Das Flugzeug soll künftig als fliegende Kommandozentrale fungieren und mittels künstlicher Intelligenz Schwärme von Begleitdrohnen, sogenannte "Loyal Wingmen", koordinieren. Parallel dazu arbeitet China an der Variante J-50 für den Trägereinsatz, die über verstärkte Fahrwerke und Klappflügel für den Betrieb auf der Fujian verfügen soll.
Das Entfernen dieses sogenannten Pitot-Rohrs legt nahe, dass die grundlegende aerodynamische Kalibrierung abgeschlossen ist und sich das Design der Serienkonfiguration annähert. Experten heben zudem die Verwendung von 2D-Schubvektorsteuerungsdüsen hervor. Diese dienen bei einem Nurflügler weniger der extremen Manövrierbarkeit im Nahkampf, sondern primär der Reduzierung der Infrarot-Signatur zur thermischen Tarnung.
Ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit der sechsten Generation ist die Antriebstechnik. Es existieren Hinweise darauf, dass China Bodentests für ein adaptives Zyklustriebwerk (ACE) erfolgreich beendet hat. Diese Technologie nutzt einen dritten Luftstrom, um variabel zwischen maximalem Schub für Kampfsituationen und höchster Treibstoffeffizienz für den Reiseflug zu wechseln. Das würde die Reichweite des J-36 signifikant steigern, ohne auf externe Tanks angewiesen zu sein, die das Radarprofil verschlechtern würden.
Die Strategie Pekings unterscheidet sich dabei deutlich von westlichen Ansätzen. Während die USA ihre Projekte oft als komplexe "Systemfamilien" definieren, setzt China auf schnelle Iterationen der Hardware. Mit nunmehr fünf bekannten Next-Gen-Plattformen im Teststadium zielt die chinesische Rüstungsindustrie darauf ab, Entwicklungszyklen durch parallele Erprobung massiv zu verkürzen.
Haltet ihr das Entwicklungstempo der chinesischen Luftfahrtindustrie für eine ernsthafte Herausforderung der westlichen Technologieführerschaft? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Dritter J-36-Prototyp im Testflug
Die chinesische Luftfahrtindustrie treibt die Modernisierung ihrer Streitkräfte weiter voran und hält dabei an einem straffen Zeitplan fest. Am 25. Dezember 2025 absolvierte der dritte Prototyp des als J-36 bezeichneten Tarnkappenjets einen Testflug über den Anlagen der Chengdu Aircraft Corporation (CAC). Begleitet (zur Absicherung) wurde der Nurflügler, der exakt ein Jahr nach der ersten Sichtung des Modells abhob, von einem J-10C-Jagdflugzeug.Das Projekt gilt als Chinas direkte Antwort auf das "Next Generation Air Dominance"-Programm (NGAD) der US-Air Force. Experten werten die Sichtung als Beleg dafür, dass China die Phase der reinen Konzeptstudien verlassen hat und aktive Flugerprobungen durchführt, um eine Einsatzfähigkeit bis Mitte der 2030er Jahre zu gewährleisten.
Der J-36 ist primär für Luftüberlegenheitsmissionen und Langstreckeneinsätze im pazifischen Raum konzipiert. Sein Design verzichtet vollständig auf ein herkömmliches Leitwerk, was die Radarsignatur drastisch minimiert und die aerodynamische Effizienz im Überschallbereich erhöht. Diese Bauweise stellt jedoch extreme Anforderungen an die digitale Flugsteuerung, da die natürliche Stabilität fehlt.
Das Flugzeug soll künftig als fliegende Kommandozentrale fungieren und mittels künstlicher Intelligenz Schwärme von Begleitdrohnen, sogenannte "Loyal Wingmen", koordinieren. Parallel dazu arbeitet China an der Variante J-50 für den Trägereinsatz, die über verstärkte Fahrwerke und Klappflügel für den Betrieb auf der Fujian verfügen soll.
Details zur Sensorik und Tarnung
Bei der Analyse der jüngsten Flugaufnahmen fallen technische Modifikationen ins Auge, die auf einen fortgeschrittenen Entwicklungsstatus hindeuten. Wie The Aviationist berichtet, fehlt beim dritten Prototypen die markante Flugdatensonde an der Nase, die bei den ersten beiden Modellen noch deutlich sichtbar war.Das Entfernen dieses sogenannten Pitot-Rohrs legt nahe, dass die grundlegende aerodynamische Kalibrierung abgeschlossen ist und sich das Design der Serienkonfiguration annähert. Experten heben zudem die Verwendung von 2D-Schubvektorsteuerungsdüsen hervor. Diese dienen bei einem Nurflügler weniger der extremen Manövrierbarkeit im Nahkampf, sondern primär der Reduzierung der Infrarot-Signatur zur thermischen Tarnung.
Ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit der sechsten Generation ist die Antriebstechnik. Es existieren Hinweise darauf, dass China Bodentests für ein adaptives Zyklustriebwerk (ACE) erfolgreich beendet hat. Diese Technologie nutzt einen dritten Luftstrom, um variabel zwischen maximalem Schub für Kampfsituationen und höchster Treibstoffeffizienz für den Reiseflug zu wechseln. Das würde die Reichweite des J-36 signifikant steigern, ohne auf externe Tanks angewiesen zu sein, die das Radarprofil verschlechtern würden.
Die Strategie Pekings unterscheidet sich dabei deutlich von westlichen Ansätzen. Während die USA ihre Projekte oft als komplexe "Systemfamilien" definieren, setzt China auf schnelle Iterationen der Hardware. Mit nunmehr fünf bekannten Next-Gen-Plattformen im Teststadium zielt die chinesische Rüstungsindustrie darauf ab, Entwicklungszyklen durch parallele Erprobung massiv zu verkürzen.
Haltet ihr das Entwicklungstempo der chinesischen Luftfahrtindustrie für eine ernsthafte Herausforderung der westlichen Technologieführerschaft? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Dritter Prototyp des chinesischen Stealth-Jets J-36 am 25. Dezember 2025 getestet
- Nurflügler-Design ohne Leitwerk für minimale Radarsignatur konzipiert
- Als direkte Antwort auf das NGAD-Programm der US-Luftwaffe entwickelt
- Soll bis Mitte der 2030er Jahre einsatzfähig sein und Drohnenschwärme koordinieren
- Technische Modifikationen zeigen fortgeschrittenen Entwicklungsstatus des Projekts
- China arbeitet parallel an J-50-Variante für den Trägereinsatz
- Adaptives Zyklustriebwerk soll Reichweite ohne externe Tanks signifikant steigern
Siehe auch:
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