Unendlich Geld: GameStop stoppt Infinite Money Glitch bei Switch 2
GameStop musste einen kritischen Fehler in seinem Kassensystem beheben, der Kunden quasi unendlich Guthaben verschaffte. Durch einen Trick beim Kauf und Eintausch der Nintendo Switch 2 entstand ein Gewinn von 57 Dollar pro Durchlauf, bis ein Update folgte.
Das Prinzip hinter dem Exploit basierte auf einer fehlerhaften Kalkulation bei der Kombination verschiedener Werbeaktionen. Kunden kauften zunächst eine Nintendo Switch 2 zum regulären Listenpreis von 414,99 Dollar. Durch eine laufende Promotion, die einen Bonus von 25 Prozent auf eingetauschte Hardware gewährte, stieg der Ankaufswert der Konsole bei der sofortigen Rückgabe jedoch drastisch an.
Das System erkannte nicht, dass es sich um Neuware handelte, die gerade erst über den Tresen gegangen war, und bewertete die Konsole höher als den Verkaufspreis. Bei der Rückgabe schrieb die Kasse dem Kunden insgesamt 472,50 Dollar. Das resultierte in einem Reingewinn von gut 57 Dollar (etwa 49 Euro) an Guthaben pro Durchlauf. Da der Prozess theoretisch beliebig oft wiederholt werden konnte, sprach die Community schnell von einem Infinite Money Glitch.
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Wie IGN schreibt, war es nicht nur das virale Video, das die Zentrale von GameStop alarmierte. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber dem Magazin, dass ein anonymer Hinweisgeber eine E-Mail direkt an das Unternehmen sendete, um auf die Lücke aufmerksam zu machen.
Der Sprecher merkte an, dass das Szenario durchaus eine gewisse Ironie beinhalte. In Online-Foren werfe man dem Händler oft vor, miserable Ankaufspreise zu bieten. In diesem kurzen Zeitfenster bewertete das System den gebrauchten Gegenstand jedoch signifikant höher als die versiegelte Neuware.
Bei Bedarf stornierten sie die Reservierung einfach und ließen sich das Geld wieder auszahlen. Das aktuelle Szenario unterscheidet sich jedoch fundamental von diesen historischen Anekdoten: Während die "Bank of GameStop" dem Unternehmen lediglich zinslose Liquidität lieh, sorgte der Switch-Fehler für einen direkten finanziellen Verlust beim Händler.
GameStop nahm den Vorfall in einer Stellungnahme mit Humor, stellte aber klar, dass die Filialen nicht als Gelddruckmaschinen konzipiert seien. Man applaudierte der Kreativität der Kundschaft, habe aber die "einfache Arithmetik" im System wiederhergestellt. Das Timing des Fehlers ist für das Unternehmen indes heikel. Berichten zufolge plant der Konzern die Schließung von rund 400 Filialen, um dem anhaltenden wirtschaftlichen Druck entgegenzuwirken.
Was meint ihr dazu?
Hättet ihr diesen Fehler im System auch ausgenutzt, wenn ihr die Gelegenheit dazu gehabt hättet, oder empfindet ihr solche Exploits als moralisch fragwürdig? Wir sind gespannt auf eure Ansichten in den Kommentaren!
Siehe auch:
GameStop stoppt lukrativen Switch-Fehler
Der US-amerikanische Videospielhändler GameStop hat einen Exploit behoben, der es nicht nur theoretisch ermöglichte, durch eine simple Transaktionskette beinahe unendlich viel Ladenguthaben zu generieren. Das Unternehmen bestätigte, dass der sogenannte "Infinite Money Glitch" nach Bekanntwerden umgehend durch ein Software-Update entfernt wurde. Der Fehler trat spezifisch in Verbindung mit der Nintendo Switch 2 und einer parallel laufenden Eintausch-Aktion auf. GameStop reagierte damit auf einen YouTuber namens RJCmedia, der die Sicherheitslücke detailliert vorgeführt hat.Das Prinzip hinter dem Exploit basierte auf einer fehlerhaften Kalkulation bei der Kombination verschiedener Werbeaktionen. Kunden kauften zunächst eine Nintendo Switch 2 zum regulären Listenpreis von 414,99 Dollar. Durch eine laufende Promotion, die einen Bonus von 25 Prozent auf eingetauschte Hardware gewährte, stieg der Ankaufswert der Konsole bei der sofortigen Rückgabe jedoch drastisch an.
Das System erkannte nicht, dass es sich um Neuware handelte, die gerade erst über den Tresen gegangen war, und bewertete die Konsole höher als den Verkaufspreis. Bei der Rückgabe schrieb die Kasse dem Kunden insgesamt 472,50 Dollar. Das resultierte in einem Reingewinn von gut 57 Dollar (etwa 49 Euro) an Guthaben pro Durchlauf. Da der Prozess theoretisch beliebig oft wiederholt werden konnte, sprach die Community schnell von einem Infinite Money Glitch.
Auf YouTube ansehenWie IGN schreibt, war es nicht nur das virale Video, das die Zentrale von GameStop alarmierte. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber dem Magazin, dass ein anonymer Hinweisgeber eine E-Mail direkt an das Unternehmen sendete, um auf die Lücke aufmerksam zu machen.
Der Sprecher merkte an, dass das Szenario durchaus eine gewisse Ironie beinhalte. In Online-Foren werfe man dem Händler oft vor, miserable Ankaufspreise zu bieten. In diesem kurzen Zeitfenster bewertete das System den gebrauchten Gegenstand jedoch signifikant höher als die versiegelte Neuware.
Die "Bank of GameStop"
Das Ausnutzen von GameStop-Mechaniken für finanzielle Vorteile hat in der Gaming-Community eine lange Tradition und wird oft humorvoll diskutiert. Der aktuelle Vorfall erinnert an die legendäre Geschichte der "Bank of GameStop", die ihren Ursprung in einem 4Chan-Forum hatte. Damals nutzten User das Vorbestellersystem des Händlers als eine Art Bankkonto-Ersatz. Um Bankgebühren zu vermeiden oder Vermögenswerte kurzzeitig zu parken, zahlten sie Bargeld auf Vorbestellungen für Spiele ein, die erst in ferner Zukunft erscheinen sollten.Bei Bedarf stornierten sie die Reservierung einfach und ließen sich das Geld wieder auszahlen. Das aktuelle Szenario unterscheidet sich jedoch fundamental von diesen historischen Anekdoten: Während die "Bank of GameStop" dem Unternehmen lediglich zinslose Liquidität lieh, sorgte der Switch-Fehler für einen direkten finanziellen Verlust beim Händler.
GameStop nahm den Vorfall in einer Stellungnahme mit Humor, stellte aber klar, dass die Filialen nicht als Gelddruckmaschinen konzipiert seien. Man applaudierte der Kreativität der Kundschaft, habe aber die "einfache Arithmetik" im System wiederhergestellt. Das Timing des Fehlers ist für das Unternehmen indes heikel. Berichten zufolge plant der Konzern die Schließung von rund 400 Filialen, um dem anhaltenden wirtschaftlichen Druck entgegenzuwirken.
Was meint ihr dazu?
Hättet ihr diesen Fehler im System auch ausgenutzt, wenn ihr die Gelegenheit dazu gehabt hättet, oder empfindet ihr solche Exploits als moralisch fragwürdig? Wir sind gespannt auf eure Ansichten in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- GameStop behob kritischen Fehler im Kassensystem mit Switch 2-Exploit
- Kunden konnten durch Kauf und sofortige Rückgabe 57 Dollar Gewinn erzielen
- System erkannte Neuware nicht und bewertete zurückgegebene Konsolen zu hoch
- Unternehmen reagierte nach YouTuber-Video und anonymem Hinweis schnell
- Vorfall erinnert an frühere 'Bank of GameStop'-Praxis bei Vorbestellungen
- GameStop nahm Fehler mit Humor, plant aber Schließung von 400 Filialen
Siehe auch:
- GameStop schließt Hunderte Shops, damit CEO Milliarden erhalten kann
- Switch 2 und Tacker bei eBay: GameStop-Panne wird zur Goldgrube
- GameStop muss Geschäfte verkaufen, CEO jammert über "Wokeness"
- Schluss, aus, vorbei: Gamestop schließt in Kürze alle deutschen Filialen
- GameStop und AMC: Meme-Aktien sind zurück, schießen in die Höhe
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