'Letzter Ausweg': ChatGPT führt Werbung ein - auch für zahlende Nutzer
Nach monatelangen Spekulationen ist es offiziell: ChatGPT führt Werbung ein. Das betrifft nicht nur Gratis-Nutzer, sondern auch einige zahlende Abonnenten. Wir zeigen, wie die Anzeigen aussehen, wer verschont bleibt und welche Daten OpenAI dafür nutzt.
In den kommenden Wochen startet zunächst in den USA eine Testphase, in der gesponserte Inhalte direkt innerhalb der Benutzeroberfläche angezeigt werden. OpenAI begründet diesen Schritt mit den immensen Kosten für den Betrieb und das Training der KI-Modelle, die sich allein durch Premium-Abonnements offenbar nicht mehr decken lassen.
Wie OpenAI in seiner offiziellen Ankündigung bestätigt, betrifft die Änderung primär Nutzer der kostenlosen Version. Parallel dazu führt das Unternehmen global den neuen Tarif "ChatGPT Go" ein. Dieses Abonnement kostet acht Euro pro Monat. Es bietet zwar höhere Limits für Nachrichten und Dateiuploads als die Gratis-Version, enthält jedoch ebenfalls Werbung. Wer weiterhin eine komplett werbefreie Erfahrung wünscht, muss zu den teureren Plus- oder Pro-Tarifen greifen, die bei 23 Euro starten.
Werbung in ChatGPT wird unter der normalen Unterhaltung eingeblendet
Die Einführung von Werbung markiert eine klare Abkehr von früheren Aussagen Sam Altmans. Noch im Jahr 2024 bezeichnete der CEO Werbung als "letzten Ausweg" und äußerte Bedenken hinsichtlich des Nutzervertrauens. Angesichts erwarteter Verluste in Milliardenhöhe, die für das Jahr 2026 prognostiziert wurden, scheint dieser Ausweg nun unvermeidbar geworden zu sein. Der massive Bedarf an Rechenleistung und der Energiehunger der Rechenzentren fordern wohl ihren Tribut.
Werbung in KI-Tools: Ein notwendiges Übel oder ein No-Go für euch? Nutzt ihr bereits Bezahl-Abos, um Anzeigen zu entgehen? Wir sind gespannt auf eure Perspektive in den Kommentaren.
Siehe auch:
Werbung in ChatGPT startet
Nachdem es bereits seit Monaten Gerüchte und entsprechende Dementis rund um die Einführung von kommerziellen Anzeigen in ChatGPT gegeben hatte, ist es nun so weit. Das Unternehmen hinter CEO Sam Altman führt nach Vorbereitungen zum Ende des vergangenen Jahres jetzt Werbung in seinem Chatbot ein.In den kommenden Wochen startet zunächst in den USA eine Testphase, in der gesponserte Inhalte direkt innerhalb der Benutzeroberfläche angezeigt werden. OpenAI begründet diesen Schritt mit den immensen Kosten für den Betrieb und das Training der KI-Modelle, die sich allein durch Premium-Abonnements offenbar nicht mehr decken lassen.
Anzeigen klar erkennbar
Die Anzeigen sollen laut den Entwicklern klar als solche gekennzeichnet sein und erscheinen räumlich getrennt unterhalb der generierten Antworten des Chatbots. Das Unternehmen betont, dass die eigentlichen Antworten der KI nicht von Werbetreibenden beeinflusst werden. Die Inhalte der organischen Antwort bleiben also unverändert, während passend zum Kontext der Konversation ein relevantes Werbebanner eingeblendet wird. Sensible Themenbereiche wie Politik oder Gesundheit sowie Nutzer unter achtzehn Jahren sind von der Werbeausspielung ausgenommen.Wie OpenAI in seiner offiziellen Ankündigung bestätigt, betrifft die Änderung primär Nutzer der kostenlosen Version. Parallel dazu führt das Unternehmen global den neuen Tarif "ChatGPT Go" ein. Dieses Abonnement kostet acht Euro pro Monat. Es bietet zwar höhere Limits für Nachrichten und Dateiuploads als die Gratis-Version, enthält jedoch ebenfalls Werbung. Wer weiterhin eine komplett werbefreie Erfahrung wünscht, muss zu den teureren Plus- oder Pro-Tarifen greifen, die bei 23 Euro starten.
Werbung in ChatGPT wird unter der normalen Unterhaltung eingeblendet
Datenschutz und Widerspruch
Ein kritischer Punkt für viele Anwender ist die Verwendung von Nutzerdaten. OpenAI versichert, keine Daten an Werbetreibende zu verkaufen oder Chat-Verläufe direkt weiterzugeben. Stattdessen erhalten Werbepartner lediglich aggregierte Leistungsdaten, wie etwa Klickraten. Allerdings nutzt das System die Inhalte der Konversationen und, sofern aktiviert, gespeicherte Erinnerungen ("Memory"), um thematisch passende Werbung auszuspielen. Nutzer haben jedoch die Möglichkeit, die Personalisierung der Werbung in den Einstellungen zu deaktivieren, ohne dabei auf Funktionen des Chatbots verzichten zu müssen.Die Einführung von Werbung markiert eine klare Abkehr von früheren Aussagen Sam Altmans. Noch im Jahr 2024 bezeichnete der CEO Werbung als "letzten Ausweg" und äußerte Bedenken hinsichtlich des Nutzervertrauens. Angesichts erwarteter Verluste in Milliardenhöhe, die für das Jahr 2026 prognostiziert wurden, scheint dieser Ausweg nun unvermeidbar geworden zu sein. Der massive Bedarf an Rechenleistung und der Energiehunger der Rechenzentren fordern wohl ihren Tribut.
Interaktive Formate und Wettbewerb
OpenAI plant zudem, die Werbeformate künftig interaktiver zu gestalten. So könnten Nutzer künftig direkt Fragen an eine Anzeige stellen, um Kaufentscheidungen zu treffen. Damit folgt das Unternehmen dem Trend anderer Anbieter wie Perplexity oder Google, die ebenfalls Werbemittel tief in ihre KI-gestützten Suchergebnisse integrieren. Ob und wann die Werbeeinblendungen auch Nutzer in Deutschland erreichen, ist derzeit nicht sicher, dürfte aber von den Ergebnissen des US-Tests abhängen.Werbung in KI-Tools: Ein notwendiges Übel oder ein No-Go für euch? Nutzt ihr bereits Bezahl-Abos, um Anzeigen zu entgehen? Wir sind gespannt auf eure Perspektive in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- OpenAI führt Werbung in ChatGPT ein, zunächst als Testphase in den USA
- Anzeigen erscheinen unter den ChatGPT-Antworten und werden klar gekennzeichnet
- Kostenlose Version und neues ChatGPT Go-Abo (8 Euro) enthalten Werbung
- Nur die teureren Plus- und Pro-Tarife ab 23 Euro bleiben komplett werbefrei
- Nutzerkonversationen können zur Personalisierung verwendet werden
- Sam Altman hatte Werbung noch 2024 als 'letzten Ausweg' bezeichnet
- Finanzielle Verluste und hohe Betriebskosten machen Werbeeinnahmen notwendig
Siehe auch:
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