Grafikkarten mit 16 GB VRAM könnten bald zu rarem Luxusgut werden
Erste japanische Händler haben jetzt damit begonnen, Grafikkarten mit 16 GB Videospeicher oder mehr zu rationieren. Die globale Speicherknappheit erreicht damit auch den Endkundenmarkt für GPUs. Experten sehen für 2026 eine weitere Verschärfung.
So hat in Tokio, dessen Hardware-Markt in Akihabara oft als Frühindikator für globale Trends gilt, der renommierte PC-Spezialist Tsukumo eX. den Verkauf bestimmter Grafikkarten-Modelle eingeschränkt. Derzeit ist die Abgabe mancher Ausführungen auf ein Exemplar pro Kunde oder Käufergruppe beschränkt. Zwar dürfte das 'normale' Nutzer kaum einschränken, da diese ohnehin in den meisten Fällen nur ein Exemplar kaufen, verdeutlicht aber die angespannte Lage.
Im Fokus der Maßnahme stehen vor allem Mittelklasse- und High-End-Modelle der Serien GeForce RTX 5060 Ti sowie Radeon RX 9000 und höher, sofern diese mit 16 Gigabyte VRAM oder mehr ausgestattet sind. Dieser Schritt ist die direkte Konsequenz eines Dominoeffekts in der Fertigung. Denn die großen Speicherhersteller wie SK Hynix und Micron haben ihre Produktionskapazitäten massiv zugunsten von HBM (High Bandwidth Memory) verschoben, der zwingend für KI-Beschleuniger in Rechenzentren benötigt wird. Daher fehlt es an VRAM.
Ein weiteres Problem für die Preisgestaltung im Jahr 2026 ist der signifikante Zeitversatz bei der Preisanpassung. Aktuell profitieren Kunden in Europa bei Grafikkarten oft noch von Lagerware, die zu alten Konditionen eingekauft wurde. Sobald diese Bestände jedoch abverkauft sind, müssen Händler neue Ware zu den aktuell diktierten Spotmarkt-Preisen ordern. Marktbeobachter gehen daher von folgenden Entwicklungen aus:
Habt ihr für eure Systeme schon Hardware auf Vorrat gekauft oder wartet ihr ab? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen zur Marktlage in den Kommentaren!
Siehe auch:
Engpässe bei Grafikspeicher
Während aufgrund der Speicherkrise die Hardwarepreise steigen und die Ausstattung von Geräten schlechter wird, sind selbst gebrauchte Komponenten mittlerweile keine Schnäppchen mehr. Während bislang jedoch vor allem der Markt für Arbeitsspeicher und SSDs von dieser Entwicklung betroffen war, greift die Problematik nun auch direkt auf den Grafikkartenmarkt über. Erste Einzelhändler sehen sich bereits zu ungewöhnlichen Maßnahmen gezwungen.So hat in Tokio, dessen Hardware-Markt in Akihabara oft als Frühindikator für globale Trends gilt, der renommierte PC-Spezialist Tsukumo eX. den Verkauf bestimmter Grafikkarten-Modelle eingeschränkt. Derzeit ist die Abgabe mancher Ausführungen auf ein Exemplar pro Kunde oder Käufergruppe beschränkt. Zwar dürfte das 'normale' Nutzer kaum einschränken, da diese ohnehin in den meisten Fällen nur ein Exemplar kaufen, verdeutlicht aber die angespannte Lage.
Im Fokus der Maßnahme stehen vor allem Mittelklasse- und High-End-Modelle der Serien GeForce RTX 5060 Ti sowie Radeon RX 9000 und höher, sofern diese mit 16 Gigabyte VRAM oder mehr ausgestattet sind. Dieser Schritt ist die direkte Konsequenz eines Dominoeffekts in der Fertigung. Denn die großen Speicherhersteller wie SK Hynix und Micron haben ihre Produktionskapazitäten massiv zugunsten von HBM (High Bandwidth Memory) verschoben, der zwingend für KI-Beschleuniger in Rechenzentren benötigt wird. Daher fehlt es an VRAM.
Ungewisse Liefersituation im Handel
Die Planungssicherheit für Händler und Distributoren ist daher derzeit kaum gegeben. Wie ITMedia (via WccfTech) unter Berufung auf aktuelle japanische Marktberichte ausführt, gestaltet sich die Beschaffung von Karten mit Speicher von 16 GB oder mehr zunehmend schwierig. Händler sprechen davon, dass zwar noch gewisse Restbestände in den Lagern vorhanden seien, jedoch völlige Unklarheit darüber herrsche, wann neue Lieferungen eintreffen und ob die bestellten Mengen überhaupt vollständig geliefert werden.Ein weiteres Problem für die Preisgestaltung im Jahr 2026 ist der signifikante Zeitversatz bei der Preisanpassung. Aktuell profitieren Kunden in Europa bei Grafikkarten oft noch von Lagerware, die zu alten Konditionen eingekauft wurde. Sobald diese Bestände jedoch abverkauft sind, müssen Händler neue Ware zu den aktuell diktierten Spotmarkt-Preisen ordern. Marktbeobachter gehen daher von folgenden Entwicklungen aus:
- Die Preise für GPUs mit 16 Gigabyte VRAM werden sprunghaft ansteigen.
- Die Verfügbarkeit im ersten Quartal 2026 wird weiter abnehmen.
- Komplett-PC-Hersteller werden ihre Preise anpassen.
Düstere Aussichten für 2026
Für Endkunden zeichnet sich daher ein schwieriges Jahr ab. Analysten erwarten keine kurzfristige Entspannung, da der Aufbau neuer Fertigungskapazitäten für Speicherchips Jahre in Anspruch nimmt. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht nur Rechenzentren, sondern auch lokale KI-Anwendungen auf Consumer-Hardware immer mehr VRAM fordern, was die Nachfrage nach 16-Gigabyte-GPUs zusätzlich anheizt. Wer aktuell eine Aufrüstung plant, sollte die Marktlage genau beobachten und gegebenenfalls Kaufentscheidungen vorziehen, bevor die Welle der Preissteigerungen den europäischen Markt in voller Härte trifft.Habt ihr für eure Systeme schon Hardware auf Vorrat gekauft oder wartet ihr ab? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen zur Marktlage in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Speicherkrise erreicht Grafikkartenmarkt nach SSDs und Arbeitsspeicher
- Japanische Händler schränken Verkauf von GPUs mit 16 GB+ VRAM ein
- Händler haben keine Planungssicherheit bei Liefermengen und Terminen
- Experten erwarten höhere Preise und geringere Verfügbarkeit ab 2026
- Steigende Nachfrage durch lokale KI-Anwendungen verschärft die Situation
Siehe auch:
- Speicherkrise: Preise für ältere AMD-Prozessoren schießen in die Höhe
- Speicher-Knappheit: Das sagt Asus über Gerücht zum RAM-Markteinstieg
- Explodierende RAM-Preise: SODIMM-Adapter als günstige Alternative
- Entspannung in der Speicherkrise? Samsung verlängert DDR4-Fertigung
- Speicher-Betrug: Amazon verkauft Kunden gefälschten DDR5-RAM
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