Fehlender Markt? Volkswagen schickt ID.5 früher als gedacht in Rente

Volkswagen plant eine radikale Neuausrichtung seiner Elektroflotte: Der ID.5 steht vor dem Aus. Das SUV-Coupé fristet bisher ein Schat­ten­dasein und verschwindet 2026 mit der großen ID.4-Über­ar­bei­tung. Ein großer Erfolg war der ID.5 nie.
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Volkswagen

VW streicht ID.5 aus dem Programm

Volkswagen plant laut Insider-Informationen eine neue E-Auto-Strategie. Das Duo VW ID.4/ID.5 war mit 182.000 Einheiten bislang dabei die erfolgreichste Elektro-Baureihe des Konzerns im Jahr 2024, doch künftig soll der ID.4 allein diese Aufgabe übernehmen. Der ID.5 steht vor dem Aus; eine Entscheidung, die nicht unbedingt überraschend kommt.

Volkswagen verzeichnete in den ersten Monaten von 2024 deutlich schwächere Absatzzahlen in Europa. Während der ID.4 als eigenständiges Modell durchaus erfolgreich ist, hat der ID.5 als SUV-Coupé nie den erhofften Durchbruch geschafft.


Warum der ID.5 scheiterte

Wie das britische Fachmagazin Autocar (via Merkur) berichtet, plant Volkswagen die Einstellung des ID.5 im Zuge der umfassenden ID.4-Überarbeitung für 2026. Diese Entscheidung markiert das Ende eines ambitionierten, aber letztendlich erfolglosen Experiments im Elektro-SUV-Segment.

Das SUV-Coupé war von Anfang an ein Nisch­ensegment. Während klassische SUVs wie der ID.4 auf Prakti­kabi­lität setzen, spricht die Coupé-Variante primär designorientierte Käufer an. Diese Ziel­gruppe erwies sich als zu klein, um die Entwicklungs­kosten zu recht­fertigen. Der ID.5 teilte sich zwar die MEB-Plattform mit dem ID.4, benötigte aber eigene Karosserie­teile, spezielle Produktions­linien und natürlich auch separate Marketing­kampagnen.

Hinzu kommt die Konkurrenz im eigenen Konzern: Der erfolgreiche ID.7 bedient ähnliche Kundenwünsche nach Eleganz und Prestige, ohne die kontroversen Designelemente des ID.5. Die abfallende Dachlinie des ID.5 reduzierte zudem den Innenraum erheblich - ein entscheidender Nachteil gegenüber dem praktischeren ID.4.

Auch die Positionierung war problematisch: Mit einem Aufpreis von etwa 2.000 Euro gegenüber dem ID.4 bot der ID.5 weniger Nutzen bei höheren Kosten. Viele potenzielle Käufer entschieden sich daher für den günstigeren und praktischeren ID.4 oder griffen gleich zum großen ID.7.

Der neue ID.4 als elektrischer Tiguan

Für 2026 plant Volkswagen eine fundamentale Überarbeitung des ID.4. Die Wolfsburger beabsichtigen, das Elektro-SUV näher an den erfolgreichen Tiguan heranzurücken - sowohl optisch als auch konzeptionell. Diese Strategie ist nachvollziehbar, denn der Tiguan ist seit Jahren eines der erfolgreichsten SUV-Modelle in Europa.

Fokussierung auf erfolgreiche Modelle

Die Entscheidung gegen den ID.5 ist Teil der neuen Konzernstrategie. Volkswagen konzentriert sich künftig auf bewährte Konzepte und streicht erfolglose Nischen.

Was meint ihr zu Volkswagens Entscheidung? Ist es richtig, den ID.5 zu streichen, oder hätte das SUV-Coupé eine Chance verdient? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • VW plant radikale Neuausrichtung und stellt ID.5 im Jahr 2026 ein
  • SUV-Coupé ID.5 konnte sich als Nischenmodell nie richtig durchsetzen
  • Der Preisaufschlag von 2000 Euro zum ID.4 bot zu wenig Mehrwert
  • ID.4 wird 2026 grundlegend überarbeitet und dem Tiguan angenähert
  • Neue MEB+-Plattform soll Reichweite auf über 600 Kilometer steigern
  • VW kehrt zu physischen Bedienelementen nach Kritik an Touch-Bedienung zurück
  • Der Konzern fokussiert sich künftig auf Volumenmodelle statt Nischensegmente

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