Explosion im All: Starlink-Satellit außer Kontrolle trudelt auf Erde zu
Ein Starlink-Satellit von SpaceX hat im Orbit eine Explosion erlitten und Trümmerteile freigesetzt. Der erst kürzlich gestartete Flugkörper ist jetzt außer Kontrolle. Er wird voraussichtlich in den nächsten Wochen in der Erdatmosphäre verglühen.
So hat einer der Starlink-Satelliten eine massive Funktionsstörung erlitten, die zum vollständigen Verlust der Kontrolle über den Flugkörper führte. Nach aktuellen Erkenntnissen kam es allem Anschein nach zu einer internen Explosion, durch die sich mehrere Bauteile vom Hauptkörper lösten. Betroffen ist der Satellit mit der Kennung 35956, der erst vor wenigen Wochen am 23. November ins All gebracht worden war und sich bis zu dem Vorfall noch in der Phase des Aufstiegs zu seiner operativen Umlaufbahn befand.
Wie SpaceX auf X bestätigte, führte die Anomalie zur Freisetzung einer "kleinen Anzahl verfolgbarer Objekte mit relativ geringer Geschwindigkeit". Das Unternehmen arbeitet eng mit der NASA und dem 18. Space Defense Squadron der US Space Force zusammen, um die Überreste präzise zu überwachen. Auch der private Tracking-Dienstleister LeoLabs analysierte den Vorfall und geht von Problemen mit einer internen Energiequelle als Ursache aus. Eine Kollision mit bestehendem Weltraumschrott oder einem Mikrometeoriten kann demnach als Auslöser weitgehend ausgeschlossen werden.
Der Satellit ist zwar in seiner Hauptstruktur noch größtenteils intakt, wird aber voraussichtlich in den kommenden Wochen vollständig in die Erdatmosphäre eintreten. Aufgrund der Restatmosphäre in dieser niedrigen Umlaufbahn ist der Luftwiderstand hoch genug, um ein schnelles Verglühen des Aluminiums und der Verbundwerkstoffe zu gewährleisten. Um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, verteilt SpaceX derzeit präventiv Software-Updates für die restliche Flotte. Die sollen die Diagnosefunktionen der Triebwerke verbessern und Schutzmechanismen gegen vergleichbare Anomalien bieten.
Mit mittlerweile fast 9300 aktiven Einheiten stellt die Starlink-Konstellation rund 65 Prozent aller operativen Raumfahrzeuge dar. Das langfristige Ziel von SpaceX umfasst den Aufbau einer Mega-Konstellation mit bis zu 42.000 Satelliten. Allein in diesem Jahr wuchs die Flotte durch 121 Falcon-9-Missionen um über 3.000 weitere Satelliten an. Diese enorme Dichte erhöht statistisch zwangsläufig das Risiko für technische Ausfälle und Kollisionen. Selbst bei einer sehr geringen Ausfallquote im Promillebereich bedeutet das in absoluten Zahlen eine relevante Menge an defekten Einheiten, die sicher entsorgt werden müssen.
Was haltet ihr von der zunehmenden Dichte im Orbit? Seht ihr die Ausfallquote bei dieser Menge an Satelliten als kritisch an oder ist das für euch ein akzeptables Risiko für weltweite Vernetzung? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
Siehe auch:
Explosion an Starlink-Satellit
Das Starlink-Netzwerk von Elon Musks Firma SpaceX wächst immer weiter. Zuletzt warnten Experten jedoch vor immer schneller sterbenden Satelliten, die infolge auf die Erde hinabstürzen. Jetzt kommt es nach einem schwerwiegenden Vorfall im erdnahen Orbit demnächst wohl zu einem weiteren ungeplanten Absturz.So hat einer der Starlink-Satelliten eine massive Funktionsstörung erlitten, die zum vollständigen Verlust der Kontrolle über den Flugkörper führte. Nach aktuellen Erkenntnissen kam es allem Anschein nach zu einer internen Explosion, durch die sich mehrere Bauteile vom Hauptkörper lösten. Betroffen ist der Satellit mit der Kennung 35956, der erst vor wenigen Wochen am 23. November ins All gebracht worden war und sich bis zu dem Vorfall noch in der Phase des Aufstiegs zu seiner operativen Umlaufbahn befand.
Überwachung der Überreste
Das Problem trat auf, während sich die Einheit auf einer Höhe von etwa 418 Kilometern bewegte. Laut vorliegenden Telemetriedaten kam es zu einem ungeplanten Ablassen des Treibstofftanks und einem schnellen Absinken der Umlaufbahn. Der Satellit taumelt nun unkontrolliert und reagiert nicht mehr auf Befehle der Bodenstationen. Experten werten das Ereignis als Totalverlust der Hardware.Wie SpaceX auf X bestätigte, führte die Anomalie zur Freisetzung einer "kleinen Anzahl verfolgbarer Objekte mit relativ geringer Geschwindigkeit". Das Unternehmen arbeitet eng mit der NASA und dem 18. Space Defense Squadron der US Space Force zusammen, um die Überreste präzise zu überwachen. Auch der private Tracking-Dienstleister LeoLabs analysierte den Vorfall und geht von Problemen mit einer internen Energiequelle als Ursache aus. Eine Kollision mit bestehendem Weltraumschrott oder einem Mikrometeoriten kann demnach als Auslöser weitgehend ausgeschlossen werden.
Keine Gefahr für die Raumstation
Trotz der Freisetzung von Trümmern besteht laut den Verantwortlichen keine unmittelbare Gefahr für die Internationale Raumstation ISS oder deren Besatzung. Da sich der Satellit auf einer Höhe von gut 418 Kilometern befand, liegt seine Flugbahn zwar in einer ähnlichen Region wie die der ISS, jedoch führen die aktuelle Bahnneigung und die schnellen Zerfallsprozesse in dieser Höhe zu keiner Bedrohung.Der Satellit ist zwar in seiner Hauptstruktur noch größtenteils intakt, wird aber voraussichtlich in den kommenden Wochen vollständig in die Erdatmosphäre eintreten. Aufgrund der Restatmosphäre in dieser niedrigen Umlaufbahn ist der Luftwiderstand hoch genug, um ein schnelles Verglühen des Aluminiums und der Verbundwerkstoffe zu gewährleisten. Um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, verteilt SpaceX derzeit präventiv Software-Updates für die restliche Flotte. Die sollen die Diagnosefunktionen der Triebwerke verbessern und Schutzmechanismen gegen vergleichbare Anomalien bieten.
Volle Umlaufbahnen
Der Vorfall ereignet sich in einer Zeit wachsender Herausforderungen bezüglich der Sicherheit im Orbit. Erst vergangene Woche entging ein anderer Starlink-Satellit nur knapp einer Kollision mit einem chinesischen Flugkörper des kommerziellen Anbieters CAS Space. Starlink-Vizepräsident Michael Nicholls führte das auf eine mangelnde Koordination beim Austausch von Bahndaten zurück. Solche Beinahe-Unfälle verdeutlichen die Komplexität des modernen Verkehrsmanagements im All.Mit mittlerweile fast 9300 aktiven Einheiten stellt die Starlink-Konstellation rund 65 Prozent aller operativen Raumfahrzeuge dar. Das langfristige Ziel von SpaceX umfasst den Aufbau einer Mega-Konstellation mit bis zu 42.000 Satelliten. Allein in diesem Jahr wuchs die Flotte durch 121 Falcon-9-Missionen um über 3.000 weitere Satelliten an. Diese enorme Dichte erhöht statistisch zwangsläufig das Risiko für technische Ausfälle und Kollisionen. Selbst bei einer sehr geringen Ausfallquote im Promillebereich bedeutet das in absoluten Zahlen eine relevante Menge an defekten Einheiten, die sicher entsorgt werden müssen.
Was haltet ihr von der zunehmenden Dichte im Orbit? Seht ihr die Ausfallquote bei dieser Menge an Satelliten als kritisch an oder ist das für euch ein akzeptables Risiko für weltweite Vernetzung? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Starlink-Satellit erlitt im Orbit Explosion und setzte Trümmerteile frei
- Satellit mit Kennung 35956 nach interner Explosion außer Kontrolle
- SpaceX arbeitet mit NASA und US Space Force an Überwachung der Überreste
- Keine unmittelbare Gefahr für die ISS trotz ähnlicher Flugbahnhöhe
- Satellit wird voraussichtlich in den kommenden Wochen in der Atmosphäre verglühen
- SpaceX verteilt präventiv Software-Updates für die restliche Satellitenflotte
- Starlink umfasst bereits 9300 aktive Einheiten mit geplantem Ausbau auf 42.000
Siehe auch:
- Beinahe-Kollision: Starlink und China-Satellit kommen auf 200m heran
- Russland nutzt offenbar weiterhin Starlink in militärischen Drohnen
- Machbar, aber schwierig: China simulierte Starlink-Blockade Taiwans
- Nimm das, Starlink: Amazon kündigt Leo Ultra mit Gigabit-Speed an
- SpaceX schaltet mit einem Schlag 2500 Starlink-Terminals auf Distanz ab
Thema:
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