Russland nutzt offenbar weiterhin Starlink in militärischen Drohnen
Trotz wiederholter Zusicherungen der USA, den Missbrauch von Starlink-Systemen zu unterbinden, greift das russische Militär weiterhin auf diese zu. Kleine Terminals finden sich auf Angriffsdrohnen, mit denen die ukrainische Zivilbevölkerung terrorisiert wird.
Bei der Konstruktion handelt es sich offenbar um eine improvisierte, aber funktionierende Lösung: Ein handelsübliches Terminal wurde nachträglich auf dem UAV montiert und in die Bordstromversorgung eingebunden. Die äußeren Merkmale des Fluggeräts lassen auf einen russischen Ursprung schließen. Die Molnija-Reihe gilt als günstige, modular aufgebaute Drohnenfamilie, die sich leicht an unterschiedliche Einsatzprofile anpassen lässt.
Bereits Anfang 2024 hatten ukrainische Einheiten erstmals öffentlich darauf hingewiesen, dass russische Truppen Starlink-Terminals in ihren Drohnen nutzen. Seitdem wurden immer wieder entsprechende Funde dokumentiert, unter anderem an Kamikaze-Drohnen vom Typ Schahed-136 sowie an größeren UAV-Modellen wie der RD-8, die Berichten zufolge sogar mehrere sogenannte Loitering-Munitions gleichzeitig steuern kann.
Militärexperten warnen, dass die Nutzung von Satelliteninternet die Reichweite und Steuerbarkeit dieser Systeme erheblich steigert. Dank stabiler Verbindung jenseits der Funkreichweite könnten russische Drohnen weiter ins ukrainische Hinterland eindringen, Ziele im Flug nachjustieren und Aufklärungsdaten nahezu in Echtzeit übertragen. Für Angriffsdrohnen würde dies eine deutlich höhere Präzision bedeuten.
Gleichzeitig sucht die Ukraine verstärkt nach europäischen Alternativen, um sich technologisch weniger abhängig zu machen. Denn trotz Sanktionen scheint Russland über graue Märkte weiterhin an Starlink-Hardware zu gelangen, laut früheren Recherchen der Washington Post sogar in größerem Umfang, um Angriffe besser zu koordinieren und Artillerieschläge zu präzisieren.
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Module gefunden
Neue Aufnahmen, die das ukrainische Portal Defense Express nun veröffentlichte, zeigen demnach eine russische Drohne des Typs "Molnija", an deren Rumpf ein kompaktes Starlink-Modul befestigt sein soll. Das Gerät wurde dem Bericht zufolge im Raum Pokrovsk im Osten der Ukraine gesichtet.Bei der Konstruktion handelt es sich offenbar um eine improvisierte, aber funktionierende Lösung: Ein handelsübliches Terminal wurde nachträglich auf dem UAV montiert und in die Bordstromversorgung eingebunden. Die äußeren Merkmale des Fluggeräts lassen auf einen russischen Ursprung schließen. Die Molnija-Reihe gilt als günstige, modular aufgebaute Drohnenfamilie, die sich leicht an unterschiedliche Einsatzprofile anpassen lässt.
Bereits Anfang 2024 hatten ukrainische Einheiten erstmals öffentlich darauf hingewiesen, dass russische Truppen Starlink-Terminals in ihren Drohnen nutzen. Seitdem wurden immer wieder entsprechende Funde dokumentiert, unter anderem an Kamikaze-Drohnen vom Typ Schahed-136 sowie an größeren UAV-Modellen wie der RD-8, die Berichten zufolge sogar mehrere sogenannte Loitering-Munitions gleichzeitig steuern kann.
Militärexperten warnen, dass die Nutzung von Satelliteninternet die Reichweite und Steuerbarkeit dieser Systeme erheblich steigert. Dank stabiler Verbindung jenseits der Funkreichweite könnten russische Drohnen weiter ins ukrainische Hinterland eindringen, Ziele im Flug nachjustieren und Aufklärungsdaten nahezu in Echtzeit übertragen. Für Angriffsdrohnen würde dies eine deutlich höhere Präzision bedeuten.
Zusagen ohne Wert
Die USA hatten im Mai erklärt, an technischen Maßnahmen zu arbeiten, um die unerlaubte Starlink-Nutzung zu verhindern. Diskutiert wurde unter anderem eine Art Whitelist, die nur registrierten Terminals aus der Ukraine und verbündeten Gebieten Zugang gewähren soll. Bereits im Juni meldete das Pentagon, mehrere hundert unautorisierte Geräte in russischer Hand deaktiviert zu haben.Gleichzeitig sucht die Ukraine verstärkt nach europäischen Alternativen, um sich technologisch weniger abhängig zu machen. Denn trotz Sanktionen scheint Russland über graue Märkte weiterhin an Starlink-Hardware zu gelangen, laut früheren Recherchen der Washington Post sogar in größerem Umfang, um Angriffe besser zu koordinieren und Artillerieschläge zu präzisieren.
Zusammenfassung
- Russisches Militär nutzt trotz US-Zusicherungen weiterhin Starlink-Systeme
- Ukrainisches Portal zeigt Bilder einer russischen Drohne mit Starlink-Modul
- Improvisierte Lösung: Handelsübliches Terminal auf der Drohne montiert
- Seit Anfang 2024 wurden mehrere Fälle von Starlink in russischen Drohnen belegt
- Satellitentechnik erhöht Reichweite und Präzision der russischen Angriffe
- USA arbeiteten an technischen Gegenmaßnahmen und deaktivierten Terminals
- Ukraine sucht nach europäischen Alternativen zu Starlink-Systemen
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