Zwei Links pro Monat: Facebook testet Link-Limit für bestimmte Seiten

Meta experimentiert mit drastischen Einschränkungen für externe Verweise auf Facebook. Nutzer im Professional-Modus sollen künftig nur noch zwei Links pro Monat gratis teilen dürfen. Wer häufiger Traffic auf eigene Seiten leiten will, muss ein Abo abschließen.
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Facebook testet Link-Schranke

Meta experimentiert mit einer fundamentalen Änderung auf Facebook, die tiefgreifende Auswirkungen auf die Content-Distribution haben könnte. Wer ein Profil im sogenannten "Professional-Modus" betreibt, wird künftig möglicherweise stark eingeschränkt, wenn es um das Teilen von Links geht. Ein aktueller Test deckelt die Anzahl der erlaubten externen Verweise auf gerade einmal zwei pro Monat - es sei denn, der Nutzer schließt ein kostenpflichtiges Abonnement ab. Das Unternehmen scheint damit ernst zu machen, die organische Reichweite externer Inhalte weiter zu drosseln.

Der Social-Media-Konzern zielt dabei direkt auf das "Meta Verified"-Abo ab. Wer mehr als die zwei inkludierten Links posten möchte, soll zur Kasse gebeten werden. Die Preise für das Abonnement beginnen im Web bei 11,99 Dollar, mobil werden in der Regel 14,99 Dollar fällig. Betroffen sind laut aktuellen Berichten vorerst Creator und Marken, die den Professional-Modus nutzen, um erweiterte Analysen zu erhalten. Klassische Nachrichten-Publisher scheinen derzeit noch von diesem Testlauf ausgenommen zu sein, könnten aber in einer späteren Phase folgen.

Wie der Social-Media-Experte Matt Navarra berichtet, erhalten betroffene Nutzer bereits entsprechende Warnhinweise in der App. Meta bestätigte diesen Testlauf gegenüber TechCrunch und gab an, man wolle prüfen, ob eine erhöhte Frequenz von Link-Posts einen Mehrwert für verifizierte Abonnenten darstellt. Das Unternehmen betonte, dass es sich um einen limitierten Test handele, um das Nutzerverhalten zu analysieren, bevor über einen breiten Rollout entschieden wird.


Hintergrund zum Profi-Modus

Der Professional-Modus wurde ursprünglich eingeführt, um privaten Profilen Werkzeuge an die Hand zu geben, die zuvor nur klassischen "Pages" vorbehalten waren. Dazu gehören detaillierte Statistiken über die Zielgruppe und Monetarisierungsoptionen wie "Sterne" oder Anzeigen in Reels. Dass nun ausgerechnet dieses Werkzeug, das Wachstum fördern soll, durch eine Paywall für Basisfunktionen beschnitten wird, wirkt auf viele Beobachter kontraproduktiv.

Für Content Creator, die Facebook primär als Traffic-Quelle für eigene Blogs, YouTube-Kanäle oder Online-Shops nutzen, wäre eine flächendeckende Einführung dieser Regelung ein Problem. Das Unternehmen versucht offensichtlich, ein geschlossenes Ökosystem zu erzwingen. Externe Links führen aus der App heraus, was die Verweildauer auf Facebook verkürzt und somit die Werbeeinnahmen potenziell schmälert.

Strategie und Datenlage

Ein Blick auf die Daten relativiert die Aufregung jedoch etwas: Links im Newsfeed haben ohnehin massiv an Bedeutung verloren. Laut Metas Transparenzbericht für das dritte Quartal entfallen über 98 Prozent der Feed-Ansichten in den USA auf Beiträge ohne Links. Der Algorithmus bevorzugt bereits seit Jahren native Inhalte wie Texte, Bilder und vor allem Videos.

Kritiker sehen in dem Vorstoß den Versuch, eine bisherige Grundfunktion des offenen Internets - den Hyperlink - zu monetarisieren. Befürworter könnten argumentieren, dass eine solche Hürde Spam und Clickbait im Feed reduziert, da sich massenhaftes Link-Schleudern von Content-Farmen ohne finanzielle Investition nicht mehr lohnt.

Nutzt ihr Facebook noch aktiv zur Traffic-Generierung für eure Projekte oder habt ihr das Netzwerk längst abgeschrieben? Schreibt uns eure Meinung und Strategien gerne unten in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Meta testet Begrenzung auf nur zwei externe Links pro Monat bei Facebook
  • Professional-Modus-Nutzer müssen für mehr Links ein Meta Verified-Abo kaufen
  • Preise für das Abonnement beginnen bei 11,99 Dollar im Web und 14,99 mobil
  • Testphase betrifft aktuell nur Creator und Marken im Professional-Modus
  • Klassische Nachrichtenwebseiten sind derzeit noch vom Test ausgenommen
  • 98 Prozent der Feed-Ansichten in den USA entfallen auf Beiträge ohne Links
  • Kritiker sehen darin eine Monetarisierung einer Grundfunktion des Internets

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