Metaverse nur Milliardengrab? Facebook-Konzern will VR-Budget kürzen
Das von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg als nächstes großes Ding beworbene "Metaverse" entwickelt sich wohl nicht wie erhofft, sondern eher zum nächsten großen Flop. Der Mutterkonzern hinter Facebook, WhatsApp, Instagram und Threads kürzt seine Ausgaben daher wohl um ein Drittel.
Zuletzt schwenkte Meta wie die anderen großen US-Technologiekonzerne aber doch eher in Richtung "Künstlicher Intelligenz", also Betrieb und Entwicklung von Large Language Models (LLMs). Das interne Interesse scheint dabei auch aus finanzieller Sicht inzwischen auf dem Thema KI zu liegen, denn nach Angaben des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg prüft die Spitze des Konzerns derzeit, eine drastische Kürzung der Ausgaben für das "Metaverse".
Laut dem Bloomberg-Bericht will das Management von Meta die Ausgaben für "Metaverse"-Entwicklungen um bis zu 30 Prozent senken, wobei derartige Kostensenkungen auch zu einer gewissen Zahl von Entlassungen führen sollen. Stattdessen dürfte man verstärkt auf Brillen mit integrierten KI-Diensten setzen, um darüber - wie eigentlich bei allen Meta-Produkten - langfristig auf die eine oder andere Art Werbung zu vermarkten.
An der Börse kommen die derzeit diskutierten Pläne für geringere Ausgaben rund um das "Metaverse" beim "Meta"-Konzern offenbar recht gut an, denn der Aktienkurs legte nach Bekanntwerden der Prüfung einer Kursänderung etwas zu. Gleichzeitig sorgt man sich in der Finanzwelt aber auch zunehmend, dass die Ausgaben für den Ausbau der KI-Kapazitäten bei Meta zu hoch sein könnten.
Siehe auch:
- Zuckerbergs Metaverse-Projekt wird zum Flop statt zum nächsten großen Ding
- Meta-Konzern plant Budgetkürzung für VR-Projekte um bis zu 30 Prozent
- Milliardenschwere Metaverse-Investitionen bringen nicht die erhofften Einnahmen
- Strategiewechsel von Virtual Reality hin zu KI und Augmented-Reality-Brillen
- Horizon Worlds und Meta Quest-Headsets stoßen auf wenig Kundeninteresse
- Geplante Kostensenkungen könnten zu Entlassungen im VR-Bereich führen
- Börse reagiert positiv auf angekündigte Einsparungen beim Metaverse-Projekt
Zuckerberg benannte Meta sogar nach dem Metaverse
Mark Zuckerberg ist immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, die Aktionäre von Meta mit steigenden Einnahmen zufrieden zu stellen. Vor dem KI-Boom und dem steigenden Interesse des Facebook-Gründers an Augmented-Reality-Brillen ging es darum, eine virtuelle Parallelwelt rund um eine Flotte aus Virtual-Reality-Headsets zu schaffen, das sogenannte "Metaverse" bzw. "Metaversum". Zuckerberg ging sogar so weit, den Mutterkonzern seiner großen Online-Plattformen "Meta" zu nennen.Zuletzt schwenkte Meta wie die anderen großen US-Technologiekonzerne aber doch eher in Richtung "Künstlicher Intelligenz", also Betrieb und Entwicklung von Large Language Models (LLMs). Das interne Interesse scheint dabei auch aus finanzieller Sicht inzwischen auf dem Thema KI zu liegen, denn nach Angaben des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg prüft die Spitze des Konzerns derzeit, eine drastische Kürzung der Ausgaben für das "Metaverse".
Kundeninteresse dauerhaft gering
Die entsprechenden Initiativen des Unternehmens verschlingen schließlich seit Jahren in jedem Quartal Milliardensummen, ohne große Einnahmen zu bringen. Die VR-Plattform Horizon Worlds und die damit verbundenen VR-Headsets der Meta Quest-Serie sorgen offenbar nicht nur in der gesamten Tech-Branche nicht für das erhoffte Interesse, sondern auch bei den Endkunden, die sie nutzen sollten.Laut dem Bloomberg-Bericht will das Management von Meta die Ausgaben für "Metaverse"-Entwicklungen um bis zu 30 Prozent senken, wobei derartige Kostensenkungen auch zu einer gewissen Zahl von Entlassungen führen sollen. Stattdessen dürfte man verstärkt auf Brillen mit integrierten KI-Diensten setzen, um darüber - wie eigentlich bei allen Meta-Produkten - langfristig auf die eine oder andere Art Werbung zu vermarkten.
An der Börse kommen die derzeit diskutierten Pläne für geringere Ausgaben rund um das "Metaverse" beim "Meta"-Konzern offenbar recht gut an, denn der Aktienkurs legte nach Bekanntwerden der Prüfung einer Kursänderung etwas zu. Gleichzeitig sorgt man sich in der Finanzwelt aber auch zunehmend, dass die Ausgaben für den Ausbau der KI-Kapazitäten bei Meta zu hoch sein könnten.
Siehe auch:
- Meta zeigt versehentlich die neuen Ray-Ban Smart Glasses mit Display
- VR-Fiasko: Meta setzt aktuell Milliarden mit Metaverse in den Sand
- Läuft bei Meta(verse) - Nicht! Reality Labs mit Milliardenverlusten
- Metaverse: EU startet interaktive Party - nur sechs Leute erscheinen
- Tuvalu: Staat möchte sich vor dem Versinken ins Metaverse kopieren
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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