Microsoft sperrt Zugriff auf Exchange Online für veraltete Mobilgeräte
Microsoft verschärft die Regeln für mobile Zugriffe auf Exchange Online. Ab dem 1. März blockiert der Konzern Geräte, die sich über Exchange ActiveSync EAS in Versionen unter 16.1 verbinden. Der Zugriff auf Postfächer in der Cloud ist dann nicht mehr möglich.
Nutzer der Outlook-Mobile-App für iOS und Android sind nicht betroffen, da diese eine moderne Synchronisationsarchitektur nutzt. Lokale Installationen von Exchange Server bleiben vorerst unberührt. Wie Microsoft im TechCommunity-Blog mitteilt, wurde die Entscheidung in Abstimmung mit Geräte- und App-Herstellern getroffen.
Die Einführung von EAS 16.1 soll die Sicherheit erhöhen und moderne Verwaltungsfunktionen ermöglichen. Dazu gehört der "Account-Only Remote Wipe", mit dem IT-Abteilungen bei Geräteverlust nur geschäftliche Daten löschen können, ohne private Inhalte zu löschen.
Wer bis dahin keine Updates durchführt, verliert den Zugriff auf E-Mails, Kalender und Kontakte. Bei aktueller Softwareversion ist laut Microsoft nicht mit Einschränkungen zu rechnen. Die Frist soll Organisationen ermöglichen, Geräteflotten und Richtlinien rechtzeitig anzupassen.
Wie bereitet sich Ihr Unternehmen auf die Umstellung vor? Teilen Sie Erfahrungen und Strategien in den Kommentaren.
Siehe auch:
Frist für Exchange ActiveSync gesetzt
EAS 16.1 wurde bereits 2016 eingeführt, Hersteller und Anwender hatten somit mehrere Jahre Zeit für eine Umstellung. Betroffen sind vor allem ältere E-Mail-Apps auf Smartphones und Tablets, die direkt über EAS kommunizieren.Nutzer der Outlook-Mobile-App für iOS und Android sind nicht betroffen, da diese eine moderne Synchronisationsarchitektur nutzt. Lokale Installationen von Exchange Server bleiben vorerst unberührt. Wie Microsoft im TechCommunity-Blog mitteilt, wurde die Entscheidung in Abstimmung mit Geräte- und App-Herstellern getroffen.
Hintergründe und Umstellung
Ziel ist ein reibungsloser Übergang. Apple unterstützt das Protokoll 16.1 bereits seit iOS 10, Google und Samsung bereiten entsprechende Updates vor.Die Einführung von EAS 16.1 soll die Sicherheit erhöhen und moderne Verwaltungsfunktionen ermöglichen. Dazu gehört der "Account-Only Remote Wipe", mit dem IT-Abteilungen bei Geräteverlust nur geschäftliche Daten löschen können, ohne private Inhalte zu löschen.
Empfohlene Schritte
IT-Abteilungen sollten frühzeitig prüfen, welche Geräte noch ältere ActiveSync-Versionen nutzen, um Ausfälle zu vermeiden:- Analyse per PowerShell: Administratoren können über Exchange Online PowerShell Berichte generieren. Der Befehl `Get-MobileDevice` hilft in Kombination mit Filtern dabei, Geräte zu identifizieren, die noch Clients unter Version 16.1 nutzen. Ein Blick auf die Eigenschaft `DeviceAccessState` und die Protokollversion gibt Aufschluss über den Handlungsbedarf.
- Benutzerkommunikation: Betroffene Endanwender müssen informiert werden. Dies gilt insbesondere für Nutzer älterer Android-Smartphones oder Nischen-Apps von Drittanbietern, die seit Jahren keine Updates mehr erhalten haben.
- Updates und Migration: Wo möglich, sollten Updates für das Betriebssystem oder die Mail-App angestoßen werden. In vielen Fällen ist der Wechsel auf Outlook Mobile die sicherste und von Microsoft favorisierte Langzeitlösung.
Auswirkungen auf den Betrieb
ActiveSync ist in Exchange Online standardmäßig aktiviert, weshalb viele Unternehmen mehr betroffene Geräte haben als erwartet. Besonders im "Bring-Your-Own-Device"-Umfeld könnten ältere Smartphones und Tablets ab März 2026 keine Synchronisation mehr herstellen.Wer bis dahin keine Updates durchführt, verliert den Zugriff auf E-Mails, Kalender und Kontakte. Bei aktueller Softwareversion ist laut Microsoft nicht mit Einschränkungen zu rechnen. Die Frist soll Organisationen ermöglichen, Geräteflotten und Richtlinien rechtzeitig anzupassen.
Wie bereitet sich Ihr Unternehmen auf die Umstellung vor? Teilen Sie Erfahrungen und Strategien in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Microsoft blockiert ab 1. März 2026 Geräte mit Exchange ActiveSync unter 16.1
- Outlook Mobile App für iOS und Android ist von dieser Änderung ausgenommen
- Exchange Server On-Premises-Installationen bleiben von der Änderung unberührt
- Ältere Protokollversionen bieten nicht die gleiche Granularität bei Datenlöschung
- IT-Abteilungen sollten frühzeitig Bestandsaufnahme aller Geräte durchführen
- Mit PowerShell können Administratoren betroffene Geräte identifizieren
- Anwender müssen rechtzeitig über nötige Updates oder Wechsel informiert werden
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