Microsoft verkündet Abschalttermin von Exchange Web Services
Microsoft hat angekündigt, die Exchange Web Services (EWS) für Exchange Online demnächst endgültig abzuschalten. Anwendungen, die mit der Technologie arbeiten, müssen daher in den kommenden Monaten unbedingt umgebaut werden.
Der Abschaltprozess erfolgt schrittweise, wie Microsoft mitteilte: Ab dem 1. Oktober 2026 wird EWS in Exchange Online standardmäßig blockiert. Administratoren können den Zugriff zunächst noch über eine spezielle White List weiterhin erlauben. Organisationen, die bis Ende August 2026 entsprechende Einstellungen vornehmen, sind von der automatischen Sperre im Oktober ausgenommen. Ab September 2026 will Microsoft für Unternehmen ohne eigene Konfiguration automatisch Listen erstellen, basierend auf deren Nutzungsdaten. Die vollständige Abschaltung ist schließlich für den 1. April 2027 vorgesehen. Ausnahmen soll es nicht geben.
Zusätzlich plant Microsoft sogenannte "Scream Tests", bei denen EWS zeitweise deaktiviert wird, um versteckte Abhängigkeiten in IT-Systemen aufzudecken. Administratoren sollen regelmäßig über das Message Center informiert werden und dort auch individuelle Nutzungsübersichten erhalten.
Die aktuelle Ankündigung folgt auf frühere Schritte: Schon 2018 hatte Microsoft signalisiert, EWS künftig nicht mehr funktional auszubauen. 2021 wurden zudem wenig genutzte EWS-Funktionen als veraltet eingestuft und 2022 aus Sicherheitsgründen entfernt.
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Ende nach 20 Jahren
EWS ermöglichte seit nunmehr zwei Jahrzehnten plattformübergreifend den Zugriff auf Daten aus verschiedenen Exchange-Umgebungen, darunter Exchange Online sowie lokale Serverinstallationen seit Exchange Server 2007. Zukünftig will Microsoft jedoch stärker auf modernere Schnittstellen setzen, die höhere Anforderungen an Sicherheit, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit erfüllen.Der Abschaltprozess erfolgt schrittweise, wie Microsoft mitteilte: Ab dem 1. Oktober 2026 wird EWS in Exchange Online standardmäßig blockiert. Administratoren können den Zugriff zunächst noch über eine spezielle White List weiterhin erlauben. Organisationen, die bis Ende August 2026 entsprechende Einstellungen vornehmen, sind von der automatischen Sperre im Oktober ausgenommen. Ab September 2026 will Microsoft für Unternehmen ohne eigene Konfiguration automatisch Listen erstellen, basierend auf deren Nutzungsdaten. Die vollständige Abschaltung ist schließlich für den 1. April 2027 vorgesehen. Ausnahmen soll es nicht geben.
Zusätzlich plant Microsoft sogenannte "Scream Tests", bei denen EWS zeitweise deaktiviert wird, um versteckte Abhängigkeiten in IT-Systemen aufzudecken. Administratoren sollen regelmäßig über das Message Center informiert werden und dort auch individuelle Nutzungsübersichten erhalten.
Alternative: Microsoft Graph
Wichtig ist laut Microsoft, dass die Änderungen ausschließlich Microsoft-365- und Exchange-Online-Umgebungen betreffen. In lokalen Exchange-Server-Installationen bleibt EWS weiterhin verfügbar. Für hybride Szenarien gilt: Cloud-Postfächer müssen künftig über das Microsoft-Graph-API angesprochen werden, während lokale Postfächer EWS weiterhin nutzen können. Entwickler werden daher bereits jetzt aufgefordert, ihre Anwendungen auf Microsoft Graph umzustellen, da diese Schnittstelle inzwischen einen Großteil der bisherigen Funktionen abdeckt.Die aktuelle Ankündigung folgt auf frühere Schritte: Schon 2018 hatte Microsoft signalisiert, EWS künftig nicht mehr funktional auszubauen. 2021 wurden zudem wenig genutzte EWS-Funktionen als veraltet eingestuft und 2022 aus Sicherheitsgründen entfernt.
Zusammenfassung
- Microsoft wird Exchange Web Services für Exchange Online stufenweise abstellen
- Ab 1. Oktober 2026 wird EWS in Exchange Online standardmäßig blockiert
- Vollständige Abschaltung der Dienste ist für den 1. April 2027 geplant
- Sogenannte Scream Tests sollen versteckte Abhängigkeiten in Systemen aufdecken
- Lokale Exchange-Server-Installationen können EWS weiterhin verwenden
- Entwickler sollen ihre Anwendungen auf Microsoft Graph API umstellen
- Die ersten Schritte zur Abschaltung wurden bereits 2018 eingeleitet
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