Anti-Spam-Bug: Der nächste Mega-Fail in Exchange, Links sind kaputt
Microsoft kämpft aktuell mit einem ungewöhnlichen Problem in seinen Cloud-Diensten: Ein Fehler in der Anti-Spam-Technologie blockiert seit dem 5. September vermeintlich gefährliche Links in Exchange Online und Microsoft Teams.
Zudem wurde inzwischen ein Fix bereitgestellt, doch die vollständige Fehlerbehebung dauert an, da sich weitere Untergruppen fehlerhaft blockierter Links herausgestellt haben. In einer weiteren Meldung teilte Microsoft mit, dass der Großteil der Einschränkungen erkannt und inzwischen behoben sei.
Man habe Maßnahmen ergriffen, damit die Quarantäne-Sperren nicht länger greifen. Gleichzeitig prüfe man weiter, wie es zu der Fehlkonfiguration kommen konnte. Betroffene Kunden sollen nach und nach sicher auf die zurückgehaltenen Inhalte zugreifen können.
Wieviele Unternehmen und Nutzer diesmal konkret betroffen sind, verriet Microsoft bislang nicht. Fest steht jedoch: Die fehlerhafte Filterung sorgt für sichtbare Einschränkungen im Arbeitsalltag und ist deswegen als offizieller Vorfall eingestuft worden.
Habt ihr das Problem auch bemerkt oder kämpft ihr noch mit den Begleiterscheinungen? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
Blockade kann nicht aufgehoben werden
Diese Blockade hält selbst dann an, wenn die Links längst überprüft und als sicher eingestuft waren. Für viele Nutzer bedeutet das, dass sich Links nicht öffnen lassen. Nachrichten landen daher vielfach fälschlicherweise in der Quarantäne.Fehlalarm durch fehlerhafte Erkennung
Auslöser ist ein Modul in der Spam-Filter-Engine, das sogenannte verschachtelte URLs missinterpretiert. Anstatt legitime Links durchzulassen, stufte das System sie als verdächtig ein. Administratoren erhielten in Folge irreführende Meldungen wie "A potentially malicious URL click was detected involving one user", also "Ein potenziell bösartiger URL-Klick wurde bei einem Benutzer festgestellt", obwohl kein Sicherheitsrisiko bestand.Teilweise Entwarnung, aber noch Nachwirkungen
Microsoft bestätigte in einer Servicemeldung, dass daran gearbeitet wird, die fälschlich blockierten Links freizugeben und irrtümlich blockierte Nachrichten nachträglich auszuliefern.Zudem wurde inzwischen ein Fix bereitgestellt, doch die vollständige Fehlerbehebung dauert an, da sich weitere Untergruppen fehlerhaft blockierter Links herausgestellt haben. In einer weiteren Meldung teilte Microsoft mit, dass der Großteil der Einschränkungen erkannt und inzwischen behoben sei.
Man habe Maßnahmen ergriffen, damit die Quarantäne-Sperren nicht länger greifen. Gleichzeitig prüfe man weiter, wie es zu der Fehlkonfiguration kommen konnte. Betroffene Kunden sollen nach und nach sicher auf die zurückgehaltenen Inhalte zugreifen können.
Wiederholte Probleme mit Spam-Filtern
Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Microsoft mit Fehlalarmen seiner Systeme zu kämpfen hat. Bereits im Frühjahr wurden E-Mails von Gmail und Adobe grundlos in Exchange Online blockiert. Auch im März war es zu Quarantäne-Vorgängen gekommen, bei denen Nachrichten als potenzielle Bedrohung eingestuft wurden.Wieviele Unternehmen und Nutzer diesmal konkret betroffen sind, verriet Microsoft bislang nicht. Fest steht jedoch: Die fehlerhafte Filterung sorgt für sichtbare Einschränkungen im Arbeitsalltag und ist deswegen als offizieller Vorfall eingestuft worden.
Habt ihr das Problem auch bemerkt oder kämpft ihr noch mit den Begleiterscheinungen? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Anti-Spam-Bug in Exchange blockiert seit dem 5. September Links fälschlich
- Fehler in der Spam-Filter-Engine interpretiert verschachtelte URLs falsch
- Sichere Links werden als verdächtig eingestuft und landen in der Quarantäne
- Microsoft arbeitet an Behebung und hat bereits einen Fix bereitgestellt
- Großteil der Einschränkungen wurde erkannt und inzwischen behoben
- Betroffene Kunden sollen nach und nach Zugriff auf zurückgehaltene Inhalte erhalten
- Microsoft hatte bereits im Frühjahr ähnliche Probleme mit Fehlalarmen
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