Android: Neue Funktion stoppt Reiseübelkeit bei Handynutzung im Auto
Google arbeitet an einer langersehnten Funktion gegen Reiseübelkeit. "Motion Assist" soll mit visuellen Bildschirmelementen helfen. Doch technische Hürden verzögern den Release wohl bis Android 17. Wir erklären, was dahintersteckt und warum es dauert.
Die technische Lösung sieht vor, dass sich am Bildschirmrand Punkte einblenden, die sich entgegen der Fahrzeugbewegung verschieben und so dem Gehirn die fehlende visuelle Bewegungsinformation liefern, ohne den eigentlichen Bildschirminhalt zu verdecken.
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In aktuellen Beta-Versionen der Google Play Services sind bereits umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten aufgetaucht, die über eine bloße Anzeige hinausgehen. Nutzer dürften voraussichtlich nicht nur das Verhalten der Punkte steuern, sondern auch deren Ästhetik anpassen. Zur Auswahl stehen laut Code-Analysen von Android Authority verschiedene Formen wie "Fisheye", Rauten sowie diverse Farbschemata, die sich dynamisch an der Systemoberfläche orientieren.
Auch eine intelligente Automatik ist geplant. So sollen Sensoren im Smartphone erkennen, ob sich das Gerät in einem fahrenden Auto befindet, den Modus selbstständig aktivieren und bei Stillstand pausieren, wie etwa an einer roten Ampel.
Obwohl die Funktion in den Google Play Services theoretisch einsatzbereit wirkt, steht eine breite Veröffentlichung noch aus. Denn bisherige Implementierungen nutzen eine Standard-Overlay-API, um die visuellen Punkte über andere Apps zu legen. Diese Methode stößt jedoch an harte Sicherheitsgrenzen. Android untersagt Apps aus Schutz vor Phishing und Clickjacking Darstellungen über sensible Systembereiche zu legen. Das Ergebnis wäre ein unruhiges Nutzungserlebnis, bei dem die Hilfspunkte ständig verschwinden, sobald der Nutzer systemkritische Bereiche wie die Einstellungen, den Sperrbildschirm oder Banking-Apps aufruft.
Google ist mit dieser Funktion jedoch keineswegs der Pionier im Android-Ökosystem. Drittanbieter-Apps wie "KineStop" bieten ähnliche Funktionalitäten bereits seit Jahren an, nutzen oft aber simplere Methoden wie einen künstlichen Horizont. Auch Smartphone-Hersteller wie OnePlus oder Oppo integrieren mittlerweile vergleichbare Lösungen in ihre Oberflächen.
Leidet ihr selbst unter Reiseübelkeit bei der Smartphone-Nutzung und würdet Motion Assist verwenden? Oder habt ihr bereits Erfahrungen mit Lösungen von Drittanbietern gemacht? Schreibt uns eure Meinung dazu direkt in die Kommentare!
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Funktionsweise der visuellen Hilfen
Alle, die unter Reisekrankheit leiden, kennen das unangenehme Gefühl, wenn man auf den Bildschirm des eigenen Smartphones während einer Auto- oder Zugfahrt schaut. Google entwickelt bereits seit Längerem eine systemweite Funktion, um die Nutzung in solchen Situationen angenehmer zu gestalten. Das Feature zielt darauf ab, Übelkeit zu bekämpfen, indem es visuelle Indikatoren auf dem Display einblendet. Diese sollen den sensorischen Konflikt im Gehirn auflösen, der entsteht, wenn das Auge einen statischen Bildschirm fixiert, während das Gleichgewichtsorgan im Innenohr die Beschleunigung und Kurvenfahrten eines Fahrzeugs registriert.Die technische Lösung sieht vor, dass sich am Bildschirmrand Punkte einblenden, die sich entgegen der Fahrzeugbewegung verschieben und so dem Gehirn die fehlende visuelle Bewegungsinformation liefern, ohne den eigentlichen Bildschirminhalt zu verdecken.
Auf YouTube ansehenIn aktuellen Beta-Versionen der Google Play Services sind bereits umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten aufgetaucht, die über eine bloße Anzeige hinausgehen. Nutzer dürften voraussichtlich nicht nur das Verhalten der Punkte steuern, sondern auch deren Ästhetik anpassen. Zur Auswahl stehen laut Code-Analysen von Android Authority verschiedene Formen wie "Fisheye", Rauten sowie diverse Farbschemata, die sich dynamisch an der Systemoberfläche orientieren.
Auch eine intelligente Automatik ist geplant. So sollen Sensoren im Smartphone erkennen, ob sich das Gerät in einem fahrenden Auto befindet, den Modus selbstständig aktivieren und bei Stillstand pausieren, wie etwa an einer roten Ampel.
Namensänderung und Verzögerung
Einer detaillierten Analyse aktueller APK-Dateien zufolge, hat Google das Feature kürzlich umbenannt. Während es in der Entwicklungsphase lange als "Motion Cues" bekannt war, taucht es nun unter der Bezeichnung "Motion Assist" auf. Dieser Schritt dürfte strategischer Natur sein, um eine klare Abgrenzung zu Apples ähnlicher Funktion "Vehicle Motion Cues" zu schaffen, die bereits mit iOS 18 eingeführt wurde. Die Analyse des Quellcodes offenbart jedoch nicht nur den neuen Namen, sondern auch die technischen Gründe für Verzögerung bei der Verteilung.Obwohl die Funktion in den Google Play Services theoretisch einsatzbereit wirkt, steht eine breite Veröffentlichung noch aus. Denn bisherige Implementierungen nutzen eine Standard-Overlay-API, um die visuellen Punkte über andere Apps zu legen. Diese Methode stößt jedoch an harte Sicherheitsgrenzen. Android untersagt Apps aus Schutz vor Phishing und Clickjacking Darstellungen über sensible Systembereiche zu legen. Das Ergebnis wäre ein unruhiges Nutzungserlebnis, bei dem die Hilfspunkte ständig verschwinden, sobald der Nutzer systemkritische Bereiche wie die Einstellungen, den Sperrbildschirm oder Banking-Apps aufruft.
System-Update als Lösung
Experten gehen davon aus, dass Google dieses Problem erst mit dem kommenden Update auf Android 17 im Jahr 2026 vollständig lösen wird. Hinweise im Code deuten auf eine neue System-API hin, welche die Verantwortung für das Rendern der Punkte direkt an die SystemUI übergibt. Anstatt als einfache App-Überlagerung zu fungieren, würde "Motion Assist" dann als integraler Bestandteil der Benutzeroberfläche behandelt werden. Damit könnten die Indikatoren sicher, flüssig und vor allem unterbrechungsfrei über sämtlichen Bildschirminhalten angezeigt werden, ohne Sicherheitsmechanismen auszuhebeln.Google ist mit dieser Funktion jedoch keineswegs der Pionier im Android-Ökosystem. Drittanbieter-Apps wie "KineStop" bieten ähnliche Funktionalitäten bereits seit Jahren an, nutzen oft aber simplere Methoden wie einen künstlichen Horizont. Auch Smartphone-Hersteller wie OnePlus oder Oppo integrieren mittlerweile vergleichbare Lösungen in ihre Oberflächen.
Leidet ihr selbst unter Reiseübelkeit bei der Smartphone-Nutzung und würdet Motion Assist verwenden? Oder habt ihr bereits Erfahrungen mit Lösungen von Drittanbietern gemacht? Schreibt uns eure Meinung dazu direkt in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Google entwickelt mit Motion Assist eine Funktion gegen Reiseübelkeit
- Visuelle Indikatoren am Bildschirmrand sollen sensorischen Konflikt auflösen
- Nutzer können voraussichtlich Punkteverhalten und Ästhetik anpassen
- Feature wurde von 'Motion Cues' zu 'Motion Assist' umbenannt
- Technische Hürden verzögern den Release voraussichtlich bis Android 17
- Aktuelle Overlay-API stößt an Sicherheitsgrenzen des Betriebssystems
- Ähnliche Funktionen bereits durch Drittanbieter und bei Konkurrenz
Siehe auch:
- DroidLock: Ransomware mit Zusatz-Features für Android-Smartphones
- Fremde Federn? EU reklamiert einfachen iOS-Android-Wechsel für sich
- Google und Apple: Android-iPhone-Wechsel soll einfacher werden
- Google Pixel: Android-16-Update macht Handys teils deutlich schneller
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