Solo JetBike: Vorbestellungen für futuristisches "Flug-Motorrad" starten
Der Traum vom privaten Fliegen für jedermann rückt näher: Das US-Startup Leo Flight hat die Vorbestellungen für das Solo JetBike eröffnet. Das kompakte eVTOL verspricht senkrechtes Starten aus der Garage ohne Pilotenschein, technische Hürden gibt es aber.
Das Ziel der Entwickler ist ambitioniert: Das Fluggerät soll in jede herkömmliche Garage passen und den Traum vom privaten Fliegen ohne die Hürde einer aufwendigen Pilotenlizenzierung realisieren.
Das technische Konzept hebt sich drastisch von der Bauweise klassischer Multikopter ab, die meist auf wenige, große Rotoren setzt. Das Solo JetBike verwendet stattdessen ein Cluster aus 48 elektrischen sogenannten Impeller-Gebläsen (also von einem Gehäuse umschlossenen Propellern), die fest in die vier Flügel integriert sind. Diese redundante Auslegung soll die Betriebssicherheit erhöhen, da der Ausfall einzelner Motoren kompensiert werden kann. Gleichzeitig eliminiert das geschlossene Design die Verletzungsgefahr durch offene Propellerblätter.
Mit einer angestrebten Höchstgeschwindigkeit von rund 96 Kilometern pro Stunde und einer Flugdauer von zehn bis 15 Minuten zielt das Gerät primär auf den Freizeitgebrauch oder sehr kurze Pendelstrecken ab.
Diese Klassifizierung für Ultraleichtflugzeuge gestattet in den Vereinigten Staaten den Betrieb ohne Pilotenlizenz, sofern das Leergewicht 115 Kilogramm nicht überschreitet und die Höchstgeschwindigkeit limitiert ist. Flüge sind dabei jedoch auf den Tag und unbewohntes Gebiet beschränkt.
Hinter dem futuristischen Projekt stehen zwei prominente Namen der Branche: Pete Bitar, ein Spezialist für vertikale Antriebssysteme, und Carlos Salaff. Letzterer war als Designer bei Mazda tätig und zeichnete unter anderem für das aufsehenerregende Konzeptfahrzeug Mazda Furai verantwortlich. Diese Zusammenarbeit erklärt die ungewöhnliche Ästhetik des Solo JetBike, das eher an ein fliegendes Hypercar als an eine herkömmliche Drohne erinnert.
Der Pilot nimmt dabei eine halb stehende Position ein, ähnlich wie auf einem Motorrad, und steuert das Gerät über Joysticks. Für den Notfall ist ein ballistisches Fallschirmsystem vorgesehen, das das gesamte Fluggerät sicher zu Boden bringen soll.
Um dieses Problem zu lösen, setzt Leo Flight voll auf den Einsatz von Feststoffbatterien (Solid-State-Batteries). Diese Technologie verspricht eine deutlich höhere Energiedichte und verbesserte Brandsicherheit im Vergleich zu aktuellen Akkus. Allerdings sind diese Speicherlösungen kommerziell bisher nicht in großen Stückzahlen verfügbar und extrem kostspielig. Branchenkenner betrachten den Zeitplan - die Serienproduktion soll 2026 anlaufen - daher als äußerst optimistisch. Ohne den Durchbruch bei der Batterietechnik dürfte die Flugzeit von 15 Minuten kaum realisierbar sein.
Ungeachtet der technischen Hürden können risikofreudige Interessenten bereits einen Platz auf der Warteliste buchen. Die (voll erstattungsfähige) Reservierungsgebühr für die "Alpha"-Version beträgt 999 Dollar. Ein finaler Kaufpreis für das Serienmodell wurde bislang nicht genannt, dürfte aber angesichts der verbauten Technik im gehobenen Luxussegment liegen.
Würdet ihr euch trauen, in einen solchen Multikopter zu steigen, oder vertraut ihr lieber auf Bodenhaftung? Schreibt uns eure Gedanken dazu gerne unten in die Kommentare!
Siehe auch:
Fliegendes "Motorrad" startet
Das US-Technologieunternehmen Leo Flight hat offiziell die Vorbestellungsphase für sein Fluggerät "Solo JetBike" eingeläutet. Bei diesem Fortbewegungsmittel handelt es sich um ein elektrisches Senkrechtstart- und Landeflugzeug (eVTOL), das spezifisch für den individuellen Personenverkehr entwickelt wurde. Mit äußerst kompakten Abmessungen von etwa zwei mal zwei Metern beansprucht das Gerät kaum mehr Fläche als ein großer PKW-Stellplatz.Das Ziel der Entwickler ist ambitioniert: Das Fluggerät soll in jede herkömmliche Garage passen und den Traum vom privaten Fliegen ohne die Hürde einer aufwendigen Pilotenlizenzierung realisieren.
Leo Flight zeigt das futuristische Design seines Solo JetBike
Das technische Konzept hebt sich drastisch von der Bauweise klassischer Multikopter ab, die meist auf wenige, große Rotoren setzt. Das Solo JetBike verwendet stattdessen ein Cluster aus 48 elektrischen sogenannten Impeller-Gebläsen (also von einem Gehäuse umschlossenen Propellern), die fest in die vier Flügel integriert sind. Diese redundante Auslegung soll die Betriebssicherheit erhöhen, da der Ausfall einzelner Motoren kompensiert werden kann. Gleichzeitig eliminiert das geschlossene Design die Verletzungsgefahr durch offene Propellerblätter.
Mit einer angestrebten Höchstgeschwindigkeit von rund 96 Kilometern pro Stunde und einer Flugdauer von zehn bis 15 Minuten zielt das Gerät primär auf den Freizeitgebrauch oder sehr kurze Pendelstrecken ab.
US-Regeln ermöglichen lizenzfreien Flug
Ein entscheidendes Verkaufsargument für den US-Markt ist die juristische Einordnung des JetBikes. Wie der Hersteller Leo Flight in einer Pressemitteilung hervorhebt, wurde das Fluggerät so konzipiert, dass es die Anforderungen der "Part 103"-Regelung der US-Luftfahrtbehörde FAA erfüllt.Diese Klassifizierung für Ultraleichtflugzeuge gestattet in den Vereinigten Staaten den Betrieb ohne Pilotenlizenz, sofern das Leergewicht 115 Kilogramm nicht überschreitet und die Höchstgeschwindigkeit limitiert ist. Flüge sind dabei jedoch auf den Tag und unbewohntes Gebiet beschränkt.
Hinter dem futuristischen Projekt stehen zwei prominente Namen der Branche: Pete Bitar, ein Spezialist für vertikale Antriebssysteme, und Carlos Salaff. Letzterer war als Designer bei Mazda tätig und zeichnete unter anderem für das aufsehenerregende Konzeptfahrzeug Mazda Furai verantwortlich. Diese Zusammenarbeit erklärt die ungewöhnliche Ästhetik des Solo JetBike, das eher an ein fliegendes Hypercar als an eine herkömmliche Drohne erinnert.
Der Pilot nimmt dabei eine halb stehende Position ein, ähnlich wie auf einem Motorrad, und steuert das Gerät über Joysticks. Für den Notfall ist ein ballistisches Fallschirmsystem vorgesehen, das das gesamte Fluggerät sicher zu Boden bringen soll.
Die Funktionsweise des Solo JetBike in einem Technologie-Demonstrator
Design trifft auf physikalische Grenzen
Trotz der vielversprechenden Optik sehen Experten technische Herausforderungen. New Atlas weist in einer Analyse auf die Problematik der sogenannten "Disc Loading" (Flächenbelastung) hin. Die Verwendung vieler kleiner Rotoren benötigt physikalisch bedingt weitaus mehr Energie, um denselben Auftrieb zu erzeugen, wie ein System mit großen Rotoren. Dies führt zu einem immensen Stromverbrauch, der mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus bei dem angestrebten geringen Gesamtgewicht kaum zu bewältigen wäre.Um dieses Problem zu lösen, setzt Leo Flight voll auf den Einsatz von Feststoffbatterien (Solid-State-Batteries). Diese Technologie verspricht eine deutlich höhere Energiedichte und verbesserte Brandsicherheit im Vergleich zu aktuellen Akkus. Allerdings sind diese Speicherlösungen kommerziell bisher nicht in großen Stückzahlen verfügbar und extrem kostspielig. Branchenkenner betrachten den Zeitplan - die Serienproduktion soll 2026 anlaufen - daher als äußerst optimistisch. Ohne den Durchbruch bei der Batterietechnik dürfte die Flugzeit von 15 Minuten kaum realisierbar sein.
Ungeachtet der technischen Hürden können risikofreudige Interessenten bereits einen Platz auf der Warteliste buchen. Die (voll erstattungsfähige) Reservierungsgebühr für die "Alpha"-Version beträgt 999 Dollar. Ein finaler Kaufpreis für das Serienmodell wurde bislang nicht genannt, dürfte aber angesichts der verbauten Technik im gehobenen Luxussegment liegen.
Würdet ihr euch trauen, in einen solchen Multikopter zu steigen, oder vertraut ihr lieber auf Bodenhaftung? Schreibt uns eure Gedanken dazu gerne unten in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Leo Flight eröffnet Vorbestellungen für kompaktes eVTOL Solo JetBike
- Das zweieinhalb Quadratmeter große Fluggerät passt in eine normale Garage
- Mit 48 Impeller-Gebläsen hebt es sich von klassischen Multikoptern ab
- Gemäß FAA-Regelung kann das JetBike in den USA ohne Pilotenlizenz fliegen
- Die angestrebte Flugzeit von 10-15 Minuten zielt auf Freizeitnutzung ab
- Pete Bitar und Ex-Mazda-Designer Carlos Salaff stehen hinter dem Projekt
- Die Serienproduktion soll 2026 starten, technische Herausforderungen bleiben
Siehe auch:
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