RAM-Handel wie am Fischmarkt:
Händler arbeiten jetzt mit Tagespreisen
Der Kauf von Arbeitsspeicher gleicht derzeit einem Glücksspiel an der Börse. US-Händler entfernen wegen massiver Schwankungen nun sogar die Preisschilder und führen Tagespreise ein. Grund für die Explosion der Kosten ist der Hardware-Hunger der KI-Sparte.
Berichte aus den USA zeigen, dass mehrere Hardware-Ketten dazu übergegangen sind, keine festen Preise mehr an den Regalen auszuweisen. Stattdessen werden Kunden gebeten, den aktuellen "Marktpreis" direkt beim Verkaufspersonal zu erfragen - eine Praxis, die man sonst eher vom Fang des Tages auf dem Fischmarkt kennt.
Der Preisanstieg ist dramatisch und belastet das Budget von PC-Enthusiasten massiv. Ein 32-Gigabyte-Kit, das vor wenigen Monaten noch für etwa 130 Dollar erhältlich war, kostet nun rund 440 Dollar. Noch härter trifft es jene, die 64 Gigabyte DDR5-RAM benötigen: Hier werden teilweise bis zu 900 Dollar fällig. In sozialen Netzwerken wie Reddit dokumentieren Nutzer diese Zustände mit Fotos aus den Ladengeschäften, auf denen Schilder wegen "Marktvolatilität" um Verständnis bitten und auf die tägliche Preisanpassung hinweisen.
Technisch gesehen konkurrieren klassischer DDR5-RAM und der für KI-Beschleuniger essenzielle High Bandwidth Memory (HBM) um dieselben Wafer-Kapazitäten. Die Produktion von HBM-Chips, die vertikal gestapelt und mittels Through-Silicon Vias (TSV) verbunden werden, ist deutlich komplexer und bindet Fertigungslinien länger als herkömmlicher Speicher. Da die Margen im Enterprise-Sektor für KI-Server ein Vielfaches höher sind als im Endkundengeschäft, wird die Produktion von Komponenten für Desktop-PCs und Laptops faktisch zur Nebensache.
Gerüchten zufolge könnte auch Microsoft gezwungen sein, die Preise für die Xbox anzupassen, um die gestiegenen Einkaufspreise zu kompensieren. Sony hingegen scheint für die PlayStation 5 noch über ausreichende Lagerbestände zu verfügen, um kurzfristige Preiserhöhungen im Weihnachtsgeschäft zu vermeiden.
Auch bei Grafikkarten ziehen für Gamer dunkle Gewitterwolken auf. Da moderne GPUs auf große Mengen schnellen VRAM angewiesen sind, könnten die erst kürzlich stabilisierten Grafikkartenpreise wieder deutlich anziehen. Tim Sweeney, CEO von Epic Games, prognostizierte düster, dass es Jahre dauern könnte, bis sich der Markt für High-End-Gaming von diesem Engpass vollständig erholt.
Die Preisentwicklung ist besorgniserregend. Habt ihr euer System noch rechtzeitig aufgerüstet oder wartet ihr jetzt erst einmal ab? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare.
Siehe auch:
Händler entfernen Preisschilder
Die Situation auf dem Markt für Arbeitsspeicher hat im November 2025 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Wer derzeit versucht, sein System aufzurüsten, sieht sich mit Preisen konfrontiert, die nicht nur extrem hoch, sondern auch so volatil sind, dass einige Einzelhändler kapitulieren.Berichte aus den USA zeigen, dass mehrere Hardware-Ketten dazu übergegangen sind, keine festen Preise mehr an den Regalen auszuweisen. Stattdessen werden Kunden gebeten, den aktuellen "Marktpreis" direkt beim Verkaufspersonal zu erfragen - eine Praxis, die man sonst eher vom Fang des Tages auf dem Fischmarkt kennt.
Der Preisanstieg ist dramatisch und belastet das Budget von PC-Enthusiasten massiv. Ein 32-Gigabyte-Kit, das vor wenigen Monaten noch für etwa 130 Dollar erhältlich war, kostet nun rund 440 Dollar. Noch härter trifft es jene, die 64 Gigabyte DDR5-RAM benötigen: Hier werden teilweise bis zu 900 Dollar fällig. In sozialen Netzwerken wie Reddit dokumentieren Nutzer diese Zustände mit Fotos aus den Ladengeschäften, auf denen Schilder wegen "Marktvolatilität" um Verständnis bitten und auf die tägliche Preisanpassung hinweisen.
Taken at Microcenter on 11/23..
byu/CassTexas inpcmasterrace
KI-Boom verdrängt Endverbraucher
Die Gründe für diese extreme Verknappung sind vielschichtig, lassen sich jedoch primär auf den ungebremsten Hunger nach KIs zurückführen. Laut PC World fließen Milliardeninvestitionen in den Aufbau neuer Rechenzentren für generative KI. Diese Anlagen benötigen immense Mengen an Speicherchips. Die großen Hersteller wie Samsung, Micron und SK Hynix haben ihre Produktionskapazitäten dementsprechend radikal umgeschichtet, um die lukrativen Großaufträge der Tech-Giganten bedienen zu können.Technisch gesehen konkurrieren klassischer DDR5-RAM und der für KI-Beschleuniger essenzielle High Bandwidth Memory (HBM) um dieselben Wafer-Kapazitäten. Die Produktion von HBM-Chips, die vertikal gestapelt und mittels Through-Silicon Vias (TSV) verbunden werden, ist deutlich komplexer und bindet Fertigungslinien länger als herkömmlicher Speicher. Da die Margen im Enterprise-Sektor für KI-Server ein Vielfaches höher sind als im Endkundengeschäft, wird die Produktion von Komponenten für Desktop-PCs und Laptops faktisch zur Nebensache.
Engpässe bei Konsolen und GPUs
Die "RAM-Krise" beschränkt sich längst nicht mehr nur auf PC-Selbstbauer, sondern zieht weite Kreise in der gesamten Hardware-Industrie. Auch Anbieter von Komplettsystemen und Konsolen geraten zunehmend unter Druck. Valve gab bereits an, dass die Preisgestaltung für zukünftige Hardware-Revisionen aufgrund der unsicheren Speicherkosten schwierig sei.Gerüchten zufolge könnte auch Microsoft gezwungen sein, die Preise für die Xbox anzupassen, um die gestiegenen Einkaufspreise zu kompensieren. Sony hingegen scheint für die PlayStation 5 noch über ausreichende Lagerbestände zu verfügen, um kurzfristige Preiserhöhungen im Weihnachtsgeschäft zu vermeiden.
Auch bei Grafikkarten ziehen für Gamer dunkle Gewitterwolken auf. Da moderne GPUs auf große Mengen schnellen VRAM angewiesen sind, könnten die erst kürzlich stabilisierten Grafikkartenpreise wieder deutlich anziehen. Tim Sweeney, CEO von Epic Games, prognostizierte düster, dass es Jahre dauern könnte, bis sich der Markt für High-End-Gaming von diesem Engpass vollständig erholt.
Die Preisentwicklung ist besorgniserregend. Habt ihr euer System noch rechtzeitig aufgerüstet oder wartet ihr jetzt erst einmal ab? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare.
Zusammenfassung
- RAM-Preise explodieren, US-Händler führen tagesaktuelle Marktpreise ein
- 32-GB-RAM-Kit kostet statt 130 nun 440 Dollar, 64 GB bis zu 900 Dollar
- KI-Rechenzentren verursachen extreme Nachfrage nach Speicherchips
- Hersteller priorisieren lukrative HBM-Chips für KI statt herkömmlichen RAM
- Krise betrifft zunehmend auch Komplettsysteme, Konsolen und Grafikkarten
- Valve und Microsoft erwägen Preisanpassungen wegen Speicherkosten
- Laut Epic-CEO könnte Erholung des Gaming-Hardware-Markts Jahre dauern
Siehe auch:
- DDR5-RAM: Samsung hebt Speicherpreise um bis zu 60 Prozent an
- Preisexplosion: DDR5-RAM innerhalb eines Jahres doppelt so teuer
- Neuer MRAM-Trick vereint Tempo von DRAM mit Haltbarkeit von Flash
- RAM-Klage gegen Corsair: Millionenstrafe wegen irreführender Werbung
- Game-Changer: UltraRAM ist schnell wie DRAM, dauerhaft wie Flash
Thema:
Neueste Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Solid State Drives (SSD):
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen