Preisexplosion: DDR5-RAM innerhalb eines Jahres doppelt so teuer
Die Speicherpreise kennen kein Halten mehr. Laut einer Analyse eines Branchenmagazins sind die Preise, für die Hersteller von Speichermodulen die Chips einkaufen, innerhalb eines Jahres um 170 Prozent gestiegen. Damit steigen die Preise schneller als bei Gold.
Die Preise zogen zuletzt besonders stark an, wie sich laut Tom's Hardware unter anderem anhand der Preise für DDR5-Speichermodule mit 32 Gigabyte Kapazität bei US-Händlern nachvollziehen lässt. Ein Riegel des Herstellers Corsair kostete dort im Juli noch 91 US-Dollar - jetzt sind es 183 Dollar.
Einige Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Preise auch weiterhin massiv steigen werden, wodurch sie im nächsten Jahr wohl ein Niveau erreichen, auf dem sie theoretisch für die Hersteller mehr Gewinn einbringen könnten als die derzeit so gefragten "High-Bandwidth"-Speicherchips für KI-Anwendungen. Genau diese HBM-Chips sind es auch, die für die enormen Preissteigerungen bei Arbeitsspeicher (DRAM) und Flash-Speicher (NAND) sorgen.
Weil die Chiphersteller ihre Kapazitäten für DDR4-, DDR5- und NAND-Speicher aufgrund der höherne Gewinnaussichten und der enormen Nachfrage aus der KI-Branche zugunsten von HBM-Speicher deutlich reduziert haben, kommt es bei weiterhin hoher Nachfrage rund um die "normalen" Speicherarten zu drastischen Engpässen, die jetzt die enormen Preissteigerungen zur Folge haben. Aufgrund dessen werden Smartphones, Tablets, PCs und weitere damit ausgestattete Produkte schon jetzt deutlich teurer.
Siehe auch:
Durch KI-Boom ausgelöste Engpässe
Wie die taiwanische Commercial Times berichtet, sind die sogenannten Contract Prices, also die Preise, zu denen Großkunden die für Speichermodule verwendeten DRAM-Chips bei den Speicherherstellern einkaufen, im dritten Quartal 2025 im Jahresvergleich um ganze 171,8 Prozent in die Höhe geschossen.Die Preise zogen zuletzt besonders stark an, wie sich laut Tom's Hardware unter anderem anhand der Preise für DDR5-Speichermodule mit 32 Gigabyte Kapazität bei US-Händlern nachvollziehen lässt. Ein Riegel des Herstellers Corsair kostete dort im Juli noch 91 US-Dollar - jetzt sind es 183 Dollar.
Preise in einem Monat um 60% gestiegen
Laut der Commercial Times geben die großen Speicherhersteller aus Südkorea wie SK Hynix und Samsung mittlerweile nicht mal mehr Verkaufspreise gegenüber ihren kommerziellen Kunden an. Stattdessen sind sie praktisch "ausverkauft", heißt es. Wer dennoch an DRAM-Chips aus Korea kommt, zahlt für 16-GBit-DDR5-Chips derzeit rund 13 US-Dollar. Im September waren es noch sieben bis acht Dollar für die gleichen Chips, die Preise sind also um rund 60 Prozent gestiegen.Einige Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Preise auch weiterhin massiv steigen werden, wodurch sie im nächsten Jahr wohl ein Niveau erreichen, auf dem sie theoretisch für die Hersteller mehr Gewinn einbringen könnten als die derzeit so gefragten "High-Bandwidth"-Speicherchips für KI-Anwendungen. Genau diese HBM-Chips sind es auch, die für die enormen Preissteigerungen bei Arbeitsspeicher (DRAM) und Flash-Speicher (NAND) sorgen.
Weil die Chiphersteller ihre Kapazitäten für DDR4-, DDR5- und NAND-Speicher aufgrund der höherne Gewinnaussichten und der enormen Nachfrage aus der KI-Branche zugunsten von HBM-Speicher deutlich reduziert haben, kommt es bei weiterhin hoher Nachfrage rund um die "normalen" Speicherarten zu drastischen Engpässen, die jetzt die enormen Preissteigerungen zur Folge haben. Aufgrund dessen werden Smartphones, Tablets, PCs und weitere damit ausgestattete Produkte schon jetzt deutlich teurer.
Zusammenfassung
- DDR5-RAM-Preise sind innerhalb eines Jahres um fast 172 Prozent gestiegen
- Corsair-Speichermodul mit 32 GB kostet jetzt 183 statt 91 US-Dollar
- Südkoreanische Hersteller geben keine regulären Verkaufspreise mehr an
- Preis für 16-GBit-DDR5-Chips ist in kurzer Zeit um 60 Prozent gestiegen
- KI-Nachfrage nach HBM-Speicher reduziert Kapazitäten für normale Speicher
- Drastische Engpässe führen zu enormen Preissteigerungen bei DRAM und NAND
- Elektronische Geräte werden durch Speicherpreiserhöhungen deutlich teurer
Siehe auch:
- Windows 11: Seltsamer Task-Manager-Bug sorgt für 'Speicherleck'
- Speicher ausverkauft: größter Hersteller für 2026 schon voll gebucht
- Shiitake statt Silizium: Pilze als Speicherchips schmecken der Forschung
- iPhone 18 soll angeblich 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher bekommen
- Xiaomi schlägt Alarm: Speicherkosten treiben Smartphone-Preise hoch
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