OpenAI-Managerin: Steuerzahler soll Billionen-Investitionen absichern
Das KI-Unternehmen OpenAI hat vollmundig immer gigantischere Investitionen in Datenzentren und andere Infrastruktur angekündigt. Das geht inzwischen bis in den Billionen-Dollar-Bereich. Damit das klappt, soll nun der Staat als Sicherheit einspringen.
Damit verfolgt nun auch diese Branche ein altbekanntes Muster: Solange die Geschäfte laufen, soll sich der Staat möglichst zurückhalten. Statt Regulierung und Steuern stehen die Profite im Mittelpunkt. Wenn es aber schlecht laufen sollte und die KI-Blase am Ende doch platzt, müssten hingegen die Steuerzahler einspringen.
Um hier aber keine Hürden aufzubauen, warnte Friar davor, die Debatte über eine mögliche Spekulationsblase im KI-Bereich zu stark in den Vordergrund zu stellen. Auf dem Kongress sagte sie, dass die Branche und die Märkte sich zu sehr von Sorgen leiten ließen und zu wenig von der tatsächlichen Innovationskraft der Technologie.
"Ich habe nicht das Gefühl, dass es genügend Begeisterung für KI gibt, wenn man sich anschaut, was sie im Alltag für Menschen bewirken kann", erklärte Friar. Stattdessen sei es wichtig, den Ausbau voranzutreiben: "Wir sollten weiter Gas geben."
Besonders Aufmerksamkeit erregten große Kooperations- und Lieferverträge mit Chip-Herstellern wie Nvidia und AMD. Kritiker beschrieben sie als möglicherweise "zirkuläre Finanzierungsmodelle": Nvidia beteiligt sich mit bis zu 100 Milliarden Dollar an OpenAI, das von dem Geld wiederum massenhaft Nvidia-Chips einkauft.
Friar wies diesen Vorwurf jedoch entschieden zurück. "Wir schaffen weltweit die Infrastruktur, die es überhaupt erst ermöglicht, Rechenleistung bereitzustellen", sagte sie. Es gehe nicht um "künstliche Geldkreisläufe", sondern um den Aufbau einer funktionierenden Lieferkette, die gerade erst diversifiziert werde.
Siehe auch:
Gewinne privatisieren, Verluste vergesellschaften
Zur Finanzierung weiterer Großprojekte setzt OpenAI-Finanzchef Sarah Friar auf ein Netzwerk aus Banken und privaten Investoren. Auf dem "Tech Live"-Kongress des Wall Street Journals brachte sie aber auch den US-Staat ins Spiel. Dieser könnte nach ihren Vorstellungen mit Bürgschaften einspringen, um die nötigen Großkredite möglich zu machen, erklärte sie laut Bloomberg.Damit verfolgt nun auch diese Branche ein altbekanntes Muster: Solange die Geschäfte laufen, soll sich der Staat möglichst zurückhalten. Statt Regulierung und Steuern stehen die Profite im Mittelpunkt. Wenn es aber schlecht laufen sollte und die KI-Blase am Ende doch platzt, müssten hingegen die Steuerzahler einspringen.
Um hier aber keine Hürden aufzubauen, warnte Friar davor, die Debatte über eine mögliche Spekulationsblase im KI-Bereich zu stark in den Vordergrund zu stellen. Auf dem Kongress sagte sie, dass die Branche und die Märkte sich zu sehr von Sorgen leiten ließen und zu wenig von der tatsächlichen Innovationskraft der Technologie.
"Ich habe nicht das Gefühl, dass es genügend Begeisterung für KI gibt, wenn man sich anschaut, was sie im Alltag für Menschen bewirken kann", erklärte Friar. Stattdessen sei es wichtig, den Ausbau voranzutreiben: "Wir sollten weiter Gas geben."
Vorgänge in der Kritik
In den vergangenen Monaten hatten steigende Unternehmensbewertungen und hohe Investitionen in Rechenzentren für Kritik gesorgt. Viele Tech-Konzerne investieren aktuell Milliarden in Infrastruktur und Hochleistungschips, um KI-Systeme weiterzuentwickeln. OpenAI selbst plant Ausgaben von über 1,4 Billionen Dollar für den Aufbau entsprechender Kapazitäten, obwohl das Unternehmen bisher keine Gewinne erzielt.Besonders Aufmerksamkeit erregten große Kooperations- und Lieferverträge mit Chip-Herstellern wie Nvidia und AMD. Kritiker beschrieben sie als möglicherweise "zirkuläre Finanzierungsmodelle": Nvidia beteiligt sich mit bis zu 100 Milliarden Dollar an OpenAI, das von dem Geld wiederum massenhaft Nvidia-Chips einkauft.
Friar wies diesen Vorwurf jedoch entschieden zurück. "Wir schaffen weltweit die Infrastruktur, die es überhaupt erst ermöglicht, Rechenleistung bereitzustellen", sagte sie. Es gehe nicht um "künstliche Geldkreisläufe", sondern um den Aufbau einer funktionierenden Lieferkette, die gerade erst diversifiziert werde.
Zusammenfassung
- OpenAI plant Billionen-Investitionen mit Staatsgarantien als Absicherung
- Finanzchefin Friar fordert staatliche Bürgschaften für nötige Großkredite
- KI-Branche folgt bekanntem Muster: Gewinne privatisieren, Risiken sozialisieren
- OpenAI plant Ausgaben von über 1,4 Billionen Dollar trotz fehlender Gewinne
- Kritik an möglichen zirkulären Finanzierungsmodellen mit Chip-Herstellern
- Friar weist Vorwürfe zurück und betont Aufbau notwendiger Infrastruktur
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