Spotify und Co. in ChatGPT:
OpenAI unterstützt jetzt universelle Apps

OpenAI startet auf seiner DevDay-Konferenz eine neue App-Ära: Nutzer können jetzt direkt in ChatGPT mit Drittanbieter-Apps wie Spotify, Zillow oder Canva interagieren. Das neue App-SDK soll über 800 Millionen Nutzern das Leben leichter machen.
OpenAI, ChatGPT

ChatGPT wird zur App-Plattform

OpenAI hat auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz DevDay 2025 eine grundlegende Erweiterung seiner KI-Plattform vorgestellt. Nutzer können ab sofort direkt in ChatGPT mit verschiedenen Drittanbieter-Anwendungen interagieren, ohne zwischen verschiedenen Apps wechseln zu müssen. CEO Sam Altman kündigte das neue Apps SDK an, das Entwicklern ermöglicht, ihre Dienste nahtlos in die ChatGPT-Oberfläche zu integrieren.

Apps stehen ab sofort allen angemeldeten ChatGPT-Nutzern außerhalb der EU (bei uns sollen sie aber "bald" folgen) auf Free-, Go-, Plus- und Pro-Tarifen zur Verfügung. Die Pilotpartner Booking.com, Canva, Coursera, Figma, Expedia, Spotify und Zillow sind bereits heute in Märkten verfügbar, in denen ihre Dienste angeboten werden. Laut einer OpenAI-Mitteilung soll das neue System über 800 Millionen ChatGPT-Nutzer erreichen und eine völlig neue Art der App-Nutzung ermöglichen.

OpenAI zeigt die neue Integration von Apps in ChatGPT

Das App-SDK basiert auf dem Model Context Protocol (MCP), einem offenen Standard, den OpenAI als technische Grundlage nutzt. Entwickler können sowohl unabhängig als auch im Auftrag von Unternehmen jeder Größe ausgewählte Daten verbinden, Aktionen auslösen und vollständig interaktive Benutzeroberflächen direkt im Chat rendern. Kostenpflichtige Anwendungen lassen sich über OpenAIs kürzlich vorgestelltes Agentic Commerce Protocol abrechnen.

Intuitive Bedienung per Spracheingabe

Die Integration funktioniert denkbar einfach: Wenn Nutzer eine Nachricht an ChatGPT mit dem Namen einer verfügbaren App beginnen, wie "Spotify, erstelle eine Playlist für meine Party am Freitag", kann ChatGPT die App automatisch in den Chat einbinden und relevanten Kontext verwenden. Das System erkennt allerdings auch automatisch bzw. selbstständig, welche App für die jeweilige Anfrage am besten geeignet ist.

ChatGPT schlägt auch proaktiv relevante Apps vor, wenn sie für einen Nutzer hilfreich sein könnten. Wenn jemand nach einer Playlist für eine Party am Wochenende fragt, kann ChatGPT die Spotify-App im Gespräch aufrufen, ohne dass der Nutzer explizit danach fragen muss. Das macht die Bedienung noch intuitiver und reduziert die Lernkurve für neue Funktionen.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Nutzer können mit einer Gliederung beginnen und Canva bitten, daraus eine Präsentation zu erstellen, oder einen Kurs bei Coursera belegen und ChatGPT bitten, etwas aus dem Video zu erläutern, während sie zuschauen.

Im Verlauf dieses Jahres werden App-Einreichungen zur Überprüfung und Veröffentlichung angenommen. OpenAI will dann auch weitere Details zur Monetarisierung von Apps durch Entwickler bekannt geben. Das Unternehmen verspricht sich davon ein neues Ökosystem, das sowohl für Entwickler als auch für Nutzer Vorteile bringt.

Strenge Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien

OpenAI hat eigenen Angaben nach umfassende Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen implementiert. Die Richtlinien verlangen, dass jede App in ChatGPT OpenAIs Nutzungsrichtlinien befolgen, für alle Zielgruppen geeignet sein und Partner-Regeln für Drittanbieter-Integrationen einhalten muss. Das soll eine sichere und positive Erfahrung für alle gewährleisten.

Jede App muss außerdem eine klare, veröffentlichte Datenschutzrichtlinie enthalten, die Zustimmung der Nutzer vor der Verbindung einholen und alle Aktionen identifizieren, die externe Daten modifizieren. Beim ersten Verwenden einer App fordert ChatGPT Nutzer zur Verbindung auf, damit sie wissen, welche Daten möglicherweise mit der App geteilt werden. Das System setzt damit auf Transparenz und bewusste Entscheidungen der Nutzer.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Seht ihr ChatGPT künftig als zentrale Plattform für digitale Aufgaben oder bevorzugt ihr weiterhin separate Apps?

Zusammenfassung
  • OpenAI ermöglicht direkte Interaktion mit Drittanbieter-Apps in ChatGPT
  • Das neue App-SDK soll über 800 Millionen Nutzern zugänglich sein
  • Pilotpartner wie Spotify, Canva und Booking.com sind bereits integriert
  • ChatGPT erkennt eigenständig, welche App für eine Anfrage geeignet ist
  • Apps werden proaktiv vorgeschlagen, wenn sie für eine Anfrage hilfreich sein
  • Umfassende Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen wurden implementiert
  • EU-Nutzer müssen auf die Integration der Apps noch etwas länger warten

Siehe auch:


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