Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist:
Asahi braut nach Hack wieder

Der japanische Braukonzern Asahi hat heute die Produktion wieder aufgenommen, nachdem seine sechs Großbrauereien vor einer Wo­che infolge einer Cyberattacke lahmgelegt wurden. Ransomware-Angreifer hatten dafür gesorgt, dass das Bestellsystem ausfiel.
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Computer weiter außer Gefecht

Asahi braut nach einer Woche wieder Bier. Der japanische Konzern hatte am letzten Montag die Produktion in sechs Werken stoppen müssen, weil die Beschaffung der für Bierherstellung nötigen Rohstoffe und der Vertrieb nicht mehr möglich waren. Online-Kriminellen war es gelungen, die Bestell- und Lagerverwaltung des Unternehmens außer Gefecht zu setzen.

Noch hat Asahi die Probleme, durch die die Computer in der Beschaffung aktuell nicht nutzbar sind, nicht unter Kontrolle bringen können. Damit das Unternehmen zunächst weiterarbeiten kann, bedient man sich deshalb analoger Methoden. Die Bestellungen der Kunden werden jetzt per Telefon entgegengenommen. Außerdem würden Vertriebsmitarbeiter die Klienten vor Ort besuchen, um deren Bestellungen zu verarbeiten, teilte eine Sprecherin laut der Nachrichtenagentur AFP mit.

Bierproduktion läuft seit Donnerstag wieder

Derzeit wird der Ransomware-Angriff auf Asahi weiter untersucht, wobei das Unternehmen keinerlei Angaben darüber machen wollte, wer hinter der Attacke steckt. Auch ist offen, welche Forderungen die Angreifer gestellt haben. Üblicherweise wird bei Ransomware-Angriffen versucht, die Opfer zur Zahlung einer bestimmten Summe zu zwingen, bevor diese im Gegenzug wieder Zugriff auf die zuvor von den Angreifern verschlüsselten Daten erhalten.

Asahi hatte bereits am 29. September 2025 erste Probleme festgestellt, weil es dem Unternehmen nicht mehr möglich war, Bestellungen anzunehmen und seine Produkte auszuliefern. Die Produktion an 30 Standorten in Japan, zu denen auch sechs Brauereien gehören, musste später eingestellt werden, weil das Problem die gesamte Firma betraf. Am Donnerstag letzter Woche begann Asahi nach eigenen Angaben wieder damit, Bier zu brauen, bestätigte dies aber erst jetzt.

Man gehe derzeit Hinweisen nach, laut denen es zu einer "unautorisierten Datenübertragung" gekommen sein könnte, teilte Asahi mit. Laut Medienberichten war es den Mitarbeitern auch nicht möglich, ihre E-Mail-Konten zu nutzen. Zeitweise gab es Befürchtungen, die Versorgung der zahlreichen Convenience-Stores in Japan mit Bieren von Asahi könnte nicht mehr gewährleistet sein. Bis jetzt soll es aber nicht zu größeren Problemen gekommen sein.

Asahi ist unter anderem der Hersteller von Asahi Super Dry, der beliebtesten Biersorte Japans.

Zusammenfassung
  • Japanischer Braukonzern Asahi nimmt Produktion nach Cyberattacke wieder auf
  • Ransomware-Angreifer legten Bestell- und Lagerverwaltungssysteme lahm
  • Bestellungen werden übergangsweise analog per Telefon und vor Ort entgegengenommen
  • Unternehmen macht keine Angaben zu Angreifern oder deren Lösegeldforderungen
  • Probleme wurden erstmals am 29. September 2025 festgestellt
  • Produktion an 30 Standorten in Japan war zeitweise vollständig eingestellt
  • Herstellung des beliebten Asahi Super Dry läuft seit Donnerstag wieder an

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