Deutschland: Eines der weltweit größten Lithiumvorkommen entdeckt
Deutschland könnte schon bald zu einem der wichtigsten Standorte für die Förderung von Lithium in Europa werden. Denn in Sachsen-Anhalt wurde eine der größten Lagerstätten des Metalls weltweit gefunden.
Die Bewertung stammt von der internationalen Prüforganisation Sproule ERCE, die im Auftrag des Unternehmens eine umfassende Analyse nach anerkannten Industriestandards durchführte. "Unsere Lizenzgebiete verfügen über erhebliches Potenzial, um die Versorgung mit dem kritischen Rohstoff Lithium in Deutschland und Europa zu sichern", erklärte Andreas Scheck, Geschäftsführer von Neptune Energy Deutschland.
Die Altmark gilt seit Jahrzehnten als ein Zentrum der kleinen Erdgasförderung in Deutschland. Bereits seit 1969 werden dort die geologischen Ressourcen genutzt. Neue Daten zeigen nun, dass die dortigen salzhaltigen Tiefenwässer nicht nur reich mineralisiert, sondern auch stark mit Lithium angereichert sind. Für Neptune Energy eröffnet sich damit die Chance, den Standort von fossilen Brennstoffen in Richtung Zukunftstechnologien weiterzuentwickeln.
Anstelle von großflächigem Tagebau oder Verdunstungsbecken setzt das Unternehmen auf das Verfahren der sogenannten Direct Lithium Extraction (DLE). Mithilfe spezieller Ionenaustausch- und Adsorptionsprozesse soll Lithium direkt aus den Tiefenwässern gewonnen werden - mit deutlich geringerem Flächenverbrauch und reduzierter Umweltbelastung.
Bereits zwei Pilotprojekte zur direkten Extraktion wurden erfolgreich abgeschlossen, ein drittes läuft derzeit. Sollte die Genehmigung für den Bergbau erteilt werden, plant Neptune Energy zunächst eine Demonstrationsanlage, bevor der industrielle Regelbetrieb starten könnte.
Mit den Funden in Sachsen-Anhalt rückt Deutschland näher an das sogenannte Lithium-Dreieck in Südamerika heran, das bislang mehr als die Hälfte der weltweiten Ressourcen stellt. Sollte die Förderung Realität werden, könnte die Region künftig eine zentrale Rolle für die europäische Batterie und Elektroautoindustrie spielen.
Siehe auch:
Neptune Energy will fördern
Nach Angaben des Energieunternehmens Neptune Energy wurde im Altmark-Gebiet ein Rohstoffpotenzial von rund 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent bestätigt. Damit zählt die Region im Norden des Bundeslandes zu den weltweit größten bekannten Lithiumreserven.Die Bewertung stammt von der internationalen Prüforganisation Sproule ERCE, die im Auftrag des Unternehmens eine umfassende Analyse nach anerkannten Industriestandards durchführte. "Unsere Lizenzgebiete verfügen über erhebliches Potenzial, um die Versorgung mit dem kritischen Rohstoff Lithium in Deutschland und Europa zu sichern", erklärte Andreas Scheck, Geschäftsführer von Neptune Energy Deutschland.
Die Altmark gilt seit Jahrzehnten als ein Zentrum der kleinen Erdgasförderung in Deutschland. Bereits seit 1969 werden dort die geologischen Ressourcen genutzt. Neue Daten zeigen nun, dass die dortigen salzhaltigen Tiefenwässer nicht nur reich mineralisiert, sondern auch stark mit Lithium angereichert sind. Für Neptune Energy eröffnet sich damit die Chance, den Standort von fossilen Brennstoffen in Richtung Zukunftstechnologien weiterzuentwickeln.
Anstelle von großflächigem Tagebau oder Verdunstungsbecken setzt das Unternehmen auf das Verfahren der sogenannten Direct Lithium Extraction (DLE). Mithilfe spezieller Ionenaustausch- und Adsorptionsprozesse soll Lithium direkt aus den Tiefenwässern gewonnen werden - mit deutlich geringerem Flächenverbrauch und reduzierter Umweltbelastung.
Bereits zwei Pilotprojekte zur direkten Extraktion wurden erfolgreich abgeschlossen, ein drittes läuft derzeit. Sollte die Genehmigung für den Bergbau erteilt werden, plant Neptune Energy zunächst eine Demonstrationsanlage, bevor der industrielle Regelbetrieb starten könnte.
"Ideale Bedingungen"
"Die Altmark vereint geologische Voraussetzungen, bestehende Infrastruktur und technisches Know-how - ideale Bedingungen, um den Wandel von der Erdgasproduktion hin zur nachhaltigen Lithiumgewinnung erfolgreich zu gestalten", erklärte Axel Wenke, Leiter des Bereichs Neue Energien bei Neptune Energy.Mit den Funden in Sachsen-Anhalt rückt Deutschland näher an das sogenannte Lithium-Dreieck in Südamerika heran, das bislang mehr als die Hälfte der weltweiten Ressourcen stellt. Sollte die Förderung Realität werden, könnte die Region künftig eine zentrale Rolle für die europäische Batterie und Elektroautoindustrie spielen.
Zusammenfassung
- In Sachsen-Anhalt wurde eine der größten Lithium-Lagerstätten weltweit entdeckt
- Neptune Energy bestätigt Rohstoffpotenzial von 43 Millionen Tonnen in der Altmark
- Internationale Prüforganisation Sproule ERCE führte die umfassende Analyse durch
- Altmark könnte von Erdgasförderung zu nachhaltiger Lithiumgewinnung übergehen
- Direct Lithium Extraction soll umweltschonender als herkömmliche Verfahren sein
- Nach erfolgreichen Pilotprojekten ist eine Demonstrationsanlage geplant
- Deutschland könnte zentrale Rolle für europäische Batterieindustrie übernehmen
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Christian Kahle
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